Xenonauts 2: XCOM-Strategiespiel erfolgreich auf Kickstarter

Max Doll 28 Kommentare
Xenonauts 2: XCOM-Strategiespiel erfolgreich auf Kickstarter
Bild: Goldhawk Interactive

Xenonauts versucht, das Spielgefühl des Klassikers UFO: Enemy Unknown (1994) einzufangen. Die Fortsetzung des „Strategic Planetary Defense Simulators“ wird wie das 2012 erschienene, erste Spiel über Kickstarter finanziert und soll der „alten Formel“ einen neuen Einschlag geben.

Xenonauts 2 wird deshalb nicht als klassisches Sequel verstanden, was sich schon im Setting ausdrückt: Dargestellt werden „ähnliche Ereignisse“ wie im ersten Teil, die aber in der Gegenwart und nicht in den 1950er und 1960er Jahren angesiedelt werden. In der Welt von Xenonauts 2 haben Aliens aber das Ende des Kalten Krieges verhindert und versuchen, die Welt zu einem nuklearen Armageddon zu führen. Spieler müssen daher den Schlagabtausch zwischen NATO und Warschauer Paket verhindern, während sie den Aliens den Kampf ansagen.

Wie im Original kann nicht jeder Gefahr begegnet und jedes Alien exterminiert werden. Entscheidend soll die sorgsame Wahl der Kämpfe werden, um den Einfluss der Außerirdischen unter Kontrolle zu halten, aber auch genug ihrer Technologie zu sammeln, um technologisch aufrüsten und den Invasoren begegnen zu können. Im Kampf gewinnen Soldaten Erfahrung und neue Fähigkeiten, können aber nun ebenso als Agenten zur ebenfalls riskanten Beeinflussung von Regionen entsendet werden. Durch diese und weitere Maßnahmen soll die geostrategische Ebene an Tiefe und Bedeutung gewinnen.

Wiederspielwert soll steigen

Ausgebaut werden soll darüber hinaus die Simulation der Heimatbasis, die nun unter anderem nach dem Management von Energie, Platz und Nachschubgütern verlangt, die anstelle von Kampfeinsätzen eingeflogen werden können. Mit einem breiteren und abwechslungsreicheren Tech-Tree, der Upgrades bestehender Ausrüstung erlaubt, sollen mehr Spieloptionen geschaffen und das Gameplay länger „frisch“ gehalten werden. Mehr Abwechslung versprechen die Entwickler auch für Missionen und Karten, die nun fast vollständig zerstört werden dürfen. Erneut soll dadurch der Wiederspielwert steigen. Einen umfassenden Überblick über alle Änderungen geben die Entwickler in einem langen Beitrag im eigenen Forum.

Geld für finalen Feinschliff

Bislang habe die Entwicklung des Spiels mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Vorgängers finanziert werden können, schreiben die Entwickler. Auf Kickstarter soll nun lediglich der Ausbau und die Verbesserung der aktuellen Version finanziert werden. Deshalb gibt es bereits eine spielbare Demo mit Pre-Alpha-Status, die über GOG ausprobiert werden kann.

Unterstützer der Kampagne erhalten das Spiel voraussichtlich im November 2018 mit Beginn der Early-Access-Phase ab einem Beitrag von 18 Pfund (~20,56 Euro). Da die Entwickler innerhalb von 24 Stunden bereits über 91.000 statt der rund 57.000 angefragten Euros einnehmen konnten, hat sich das als verlockend erwiesen.

Die bereits erzielte Summe garantiert zudem die Umsetzung des ersten Zusatzziels. Welches das ist, hängt von der Reihenfolge ab, über die Unterstützer in den ersten Wochen der Kampagne per Abstimmung befinden dürfen. In Aussicht gestellt werden unter anderem verschiedene Wetterbedingungen oder modulare Waffen.