Intel SSD 660P: Die ersten QLC-SSDs sind die günstigsten mit PCIe 3.0 x4

Michael Günsch 79 Kommentare
Intel SSD 660P: Die ersten QLC-SSDs sind die günstigsten mit PCIe 3.0 x4
Bild: Micron

Die ersten Verbraucher-SSDs mit QLC-Speicher zeigen sich im ComputerBase-Preisvergleich. Es handelt sich um die Intel SSD 660p im M.2-Formfaktor mit PCIe und NVMe. Die drei Modelle bieten 512 GB, 1 TB und 2 TB Speicherplatz. Mit Preisen von rund 20 Cent pro Gigabyte sind es die derzeit günstigsten SSDs mit PCIe 3.0 x4.

Intel 660p ist die erste QLC-SSD im Preisvergleich

Über die Filteroptionen im Preisvergleich lassen sich die Neulinge leicht finden, denn in der Kategorie „3D-NAND QLC“ gibt es noch keine Konkurrenz. Die Preise liegen aktuell bei 114 bis 391 Euro, die Verfügbarkeit ist aber noch nicht gegeben. Mit 20 bis 22 Cent pro Gigabyte gehören sie gleich vom Start weg zu den günstigsten M.2-SSDs mit PCIe-Schnittstelle. Wird die Auswahl auf SSDs mit PCIe 3.0 x4 beschränkt, sind sie sogar die mit Abstand günstigsten SSDs. SATA-Modelle gibt es vereinzelt aber bereits für 15 Cent pro Gigabyte.

QLC-Flash soll SSD-Preise weiter senken

Damit zeichnet sich bereits ab, was der neue QLC-NAND mit vier Bit pro Speicherzelle verspricht: niedrigere Speicherpreise. Ob die ersten SATA-SSDs mit QLC-Flash dann die Marke von 15 Cent pro Gigabyte unterbieten werden, gilt es abzuwarten und hängt auch von der Marktentwicklung ab. In den letzten Monaten hat sich NAND-Flash allgemein deutlich vergünstigt.

Intel SSD 660p
Modell SSDPEKNW512G801 SSDPEKNW010T801 SSDPEKNW020T801
Speicherplatz 512 GB 1.024 GB 2.048 GB
Formfaktor M.2 2280
Schnittstelle/Protokoll PCIe 3.0 x4 / NVMe
NAND-Flash Intel QLC-3D-NAND 64 Layer
Preis 113,90 € 197,75 € 391,43 €
Preis/GB 0,22 € 0,20 € 0,20 €

Während die Händler noch sehr spärlich mit Informationen dienen, waren im Vorfeld bereits nähere Details zur Intel SSD 660p durchgesickert. Demnach soll die Intel SSD 660p über PCIe 3.0 x4 bis zu 1.800 MB/s lesend und 1.100 MB/s schreibend erreichen sowie in der Spitze 150.000 IOPS liefern. Der Nachfolger der Intel SSD 600p (Test) soll also insgesamt mehr Leistung bieten. Der wesentliche technische Unterschied besteht im Wechsel von TLC-3D-NAND mit 32 Layern auf den neuen QLC-3D-NAND mit 64 Layern, den Partner Micron bereits Ende Mai vorgestellt hat.

Spezifikationen der Intel SSD 660p, 760p, 700p
Spezifikationen der Intel SSD 660p, 760p, 700p (Bild: wpgholdings.com)

Mit dem branchenweit ersten QLC-NAND bestückt bietet Micron bereits die Enterprise-SSD 5210 ION mit SATA an. Intel produziert inzwischen die erste QLC-SSD mit PCIe für Rechenzentren.

Die QLC-Ära hat gerade erst begonnen

Auf dem am 7. August 2018 beginnenden Flash Memory Summit 2018 werden sicher weitere QLC-SSDs zu sehen sein. Auch Toshiba Memory und Western Digital fertigen inzwischen QLC-3D-NAND der Generation BiCS3 mit 64 Layern und wollen noch in diesem Jahr QLC-Flash mit 96 Layern (BiCS4) und der bis dato höchsten Speicherdichte von 1,33 Terabit in Serie herstellen.

Wie weit Samsung mit seinem QLC-NAND ist, wird sich auf der Speichermesse vielleicht auch zeigen. Die fünfte Generation des V-NAND mit 96 Layern fertigt Samsung zunächst als TLC-Variante mit 256 Gigabit in Serie.