News Micron: Die 250-TB-SSD-Klasse ist mit der 6600 ION angekommen

MichaG

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Microns bisher „größte“ SSD erreicht den Markt. Die Enterprise-SSD der Serie 6600 ION speichert 245,76 TB und damit die doppelte Datenmenge des vorherigen Spitzenmodells der Serie. Dank PCIe 5.0 sind hohe Transferraten möglich. Leistung und Energieeffizienz lassen HDDs alt aussehen.

Zur News: Micron: Die 250-TB-SSD-Klasse ist mit der 6600 ION angekommen
 
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Ich denke die gestern gesehenen 400-600€/TB sind realistisch :D klar Zahlen Firmen vielleicht 40% weniger aber das wäre bei anderen Speicherprodukten auch so.

Einfach ein besonderes Produkt für besondere Ansprüche
 
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1DWD heißt bei dieser Schreibleistung, dass man den ganzen Tag wirklich mit 3000M/s schreiben müsste. Von daher kann man also sicher sein, das nicht zu erreichen.
 
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Eine U.2-Version gibt es alternativ, denkbar ist, das darin zwei Platinen gestapelt sind, um die Menge der Chips unterzubringen.
Das ist mit Sicherheit so. 2.5" 15mm SSDs gibt es schon seit dem Start des Formats in bis zu drei übereinander gefalteten (Flachbandkabel) oder gestapelten (starre Konnektoren) Lagen.

Unverändert bleiben die „typischen“ Latenzen mit 100 µs beim Lesen und 20 µs beim Schreiben.
Das bleibt aber leider nicht so "typisch" und wird langsamer mit zunehmender Abnutzung der Zellen. Das spezifiziert aber noch kein Hersteller, zumindest nicht so dass ich das schonmal wahrgenommen hätte. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das in Zukunft noch mal ändert und man dann Angaben findet wie "max. 150 µs Schreiblatenz bei 50% Verschleiß".

LucasAppelmann schrieb:
1DWD heißt bei dieser Schreibleistung, dass man den ganzen Tag wirklich mit 3000M/s schreiben müsste. Von daher kann man also sicher sein, das nicht zu erreichen
Nein, kann man nicht. Zumindest nicht in einigen der vorgesehenen Anwendungsfälle. Es stimmt, dass DWPD-Angaben mit zunehmender Laufwerksgröße immer unbedeutender werden. Das ist aber auch nur das spezifizierte Maximum. Auch bei weniger intensiver Nutzung ist spürbarer Verschleiß zu erwarten.
 
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Khorneflakes schrieb:
Es stimmt, dass DPWD-Angaben mit zunehmender Laufwerksgröße immer unbedeutender werden. Das ist aber auch nur das spezifizierte Maximum. Auch bei weniger intensiver Nutzung ist spürbarer Verschleiß zu erwarten.
Aber immerhin ein spezifiziertes Maximum, das bei anderen Baureihen ja auch schon mal 0,3 DWPD beträgt. 1 DWPD ist schon eine Hausnummer. Die Wahrscheinlichkeit, jemals an diese Grenze zu geraten, sinkt dennoch mit zunehmender Größe.
 
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Kaufmannsladen schrieb:
Wow, was ein toller, geistreicher und hilfreicher Kommentar das wieder ist...

Naja, zum Thema:

Viel erstaunlicher als die Speicherdichte finde ich den Stromverbrauch. Bis zu 70W (oder eben 40W bei E3.S) sind eine krasse Ansage, wenn man bedenkt, dass diese Server üblicherweise bis 32 Laufwerke aufnehmen können... dann sind wir schon mal bei 1280 - 2.240 Watt Leistungsaufnahme nur für die SSDs!

Abgesehen davon, dass das auch zum Teil Verlustleistung ist, die gekühlt werden möchte... aber wassergekühlte Lösungen für solche NVMes existieren ja bereits länger. Nun bekommen sie langsam immer mehr Sinn.
 
Klar Privat (zu) teuer aber für Firmen ist das durchaus günstig vor allem wenn man von Spinning Rust weg kommt. Das sind immerhin acht 28TB HDDs die ersetzt werden. Da kann ein Server gleich deutlich weniger Klima benötigen. Acht Seagate brauchen im Idle ~55 Watt und beim laufen ~76 Watt. Skaliert man das auf ein Rack hoch kommt da einiges zusammen.

Khorneflakes schrieb:
Auch bei weniger intensiver Nutzung ist spürbarer Verschleiß zu erwarten.

Ich nutze nun seit einigen Jahren nur noch SSDs im NAS und Verschleiß ist und war eigentlich auch nie ein Problem. Die 860 QVOs haben alle 54040 Stunden und ~250 TBW. Samsung garantiert 720 TBW was in der Realität deutlich mehr ist. Wenn also einfache Consumer Geräte schon kein Problem haben werden das Enterprise SSDs erst recht nicht.
 
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3000 MB bei Sequential überrascht mich bei QLC etwas. Eine test ob das nur eine kurze Peak performance oder wirdklich eine erreichbare dauerleistung ist wäre super
 
Irgendwie kommt da bei mir so ein "haben wollen" Gefühl auf, kleines Gehäuse irgendwo in der Ecke mit 25GB+ Anbindung und auf absehbare Zeit keine Speicherprobleme mehr und die dumme NAS kann dann in die Tonne. 😉
 
So ganz ohne redundanz? Mutig :D ich glaube auch dass das viele hier vergessen. Man sollte schon zwei davon haben. Mindestens ;) und für die Datensammlung und Bereiche wo random acess nicht so wichtig ist, egal ob hier oder im Datacenter sind andere Techniken wesentlich geeigneter als SSDs.
 
@BDR529
70W ist die max. Spezifikation für E3.L 16,8mm. Die Micron 250TB braucht max. 30W. Und wenn man das Datenblatt ansieht, trifft genau das Gegenteil zu von dem was du geschrieben hast:

Reduzierte Strom- und Kühlkosten, geringerer CO₂-Fußabdruck im großen Maßstab. Neben Kapazität und Dichte revolutioniert die Micron 6600 ION SSD die Energieeffizienz im Rechenzentrum, indem sie dazu beiträgt,
den Stromverbrauch pro Terabyte zu senken. Dies wiederum reduziert den Kühlbedarf und die CO₂-Emissionen.
 
8 für meine Storage bitte...
 
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Als schmieriger Gebrauchtwagenkäufer stelle ich mal ketzerisch die Frage: Was ist letze Preis? :p
 
Für meine zwei Micron 6550 ion gen 5 mit 30,72TB hab ich privat zusammen 5,500€ gelegt, weil Chef war im Großeinkauf und wir haben sämtliche HDDs Rausgeschmissen.

Nicht nur wegen dem Workflow ( bei uns hauptsächlich 3D Modelle ), der Stromverbrauch + nötige Kühlung der Arbeitsräume war recht intensiv. Auch die Geräuschkulisse hat sich enorm verbessert, da rechnet sich's halt auch. Nach Analyse der Verbrauchsdaten ist der Gesamtstromverbrauch ( Klima + Rechner + Server ) um gute ~35% gesunken, immerhin hat eine SSD auch 2, teilweise 3 HDDs ersetzt ( jeweils mit Backupspiegelung was ja die Anzahl verdoppelt ).

Der Ausfallaufwand durch die HDDs ist auch gleich mal auf NULL ( bleibt hoffentlich auch so ) gesunken, der war nämlich auch nicht ohne wenns mal wieder eine HDD zerlegt hat, war der Arbeitsplatz mal eben auch nen Tag nur mit Backup Kopieren belegt.
 
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OMG! MUSS ich einfach für den privaten Bereich und nur für mich selbst haben! Haben aber nicht brauchen ist eh das beste :daumen: Muss mal wieder meine Manifestationskräfte einsetzen, vielleicht klappts ja dann! :love:
 
LiPpO schrieb:
3000 MB bei Sequential überrascht mich bei QLC etwas. Eine test ob das nur eine kurze Peak performance oder wirdklich eine erreichbare dauerleistung ist wäre super

Bei der angegebenen Differenz zwischen Schreib- und Leseleistung gehe ich davon aus, daß die 3000MB/s sequentiell mehr oder weniger Dauerleistung sind.

Das Teil hat wohl keinerlei SLC-Cache; zum Ausgleich schreibt es ein paar Kanäle mehr parallel...
 
Na hoffentlich wird irgendwann jemand eine von den Teilen öffnen und mal Bilder vom PCB machen...

Micron war bei QLC schon immer gerne vorne. Die Micron 5210 ION 7.68 TB war 2018 auch Vorreiter am Markt - und damals auch in Preis/Leistung. Ich habe davon selber zwei im Dauerbetrieb im File-Server mit bisher null Problemen. 2019/2020 waren die mit Abstand die günstigste SSD mit hoher Kapazität.

LucasAppelmann schrieb:
1DWD heißt bei dieser Schreibleistung, dass man den ganzen Tag wirklich mit 3000M/s schreiben müsste. Von daher kann man also sicher sein, das nicht zu erreichen.
LiPpO schrieb:
3000 MB bei Sequential überrascht mich bei QLC etwas. Eine test ob das nur eine kurze Peak performance oder wirdklich eine erreichbare dauerleistung ist wäre super
Bei 1000 NAND Steinen kannst du fest davon ausgehen, dass die SSD 3 GB/s auch im 24/7 Dauerschreibvorgang halten wird.
Sonst macht die SSD so wie sie ist auch schlicht keinen Sinn...

Weyoun schrieb:
Als schmieriger Gebrauchtwagenkäufer stelle ich mal ketzerisch die Frage: Was ist letze Preis?
Zwei gut gepflegte Porsche Sportwagen

Khorneflakes schrieb:
Auch bei weniger intensiver Nutzung ist spürbarer Verschleiß zu erwarten.
Kommt ganz stark drauf an, was für Dateien drauf geschrieben werden.
Für eine Datenbank würde ich die nicht kaufen.

Das Datenblatt ist da spezifischer:
1778061037304.png


Aber insgesamt kauft keiner so eine SSD als Write-Cache. Und durch die Art von Workloads für die die gedacht ist, ist die nicht tot zu schreiben.

Ich habe eine Kioxia CD6R 7.68 gebraucht gekauft. Mit 2 PB drauf geschrieben wird der NAND Zustand bei 97% ausgelesen. Zugegeben TLC, aber auch nur 1/33tel der Kapazität und aktueller QLC ist auch haltbarer als er es mal war...
 
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