Stellaris Console Edition: 4X-Strategie debütiert auf Spielkonsolen

Max Doll 27 Kommentare
Stellaris Console Edition: 4X-Strategie debütiert auf Spielkonsolen
Bild: Paradox Interactive

Mit Stellaris wird das erste 4X-Strategiespiel für Spielkonsolen erscheinen. Damit fällt eine der wenigen verbliebenen Genre-Bastionen des PC; die komplexen Simulationen, deren Untermenüs bisweilen den Eindruck einer Tabellenkalkulationssoftware erwecken, verlangen eigentlich nach Maus und Tastatur zur Steuerung.

Hindernisse, die aus Interface und Gameplay erwachsen, will Paradox aber in den Griff kriegen und verspricht, dass das Gameplay unverändert den Weg auf Fernseher und Couch finden wird. Gute Voraussetzungen für das Gelingen dieses Vorhabens schafft die Wahl des Entwicklerstudios. Tantalus war schon für die PlayStation-Portierung der Städtebau-Simulation Cities: Skylines verantwortlich.

Verkaufserfolg ermutigt

Dass „Grand-Strategy“ auf dem PC ein Nischengenre ist, entmutigt ebenfalls nicht: Das Unternehmen sieht nach eigenen Angaben auch auf der PlayStation 4 und Xbox One ein genügend großes Publikum, das nach dieser Art von Spiel verlangt. Begründet wird diese Zuversicht mit den Verkaufszahlen. Mittlerweile 1,5 Millionen abgesetzte Exemplare sind für ein bislang plattformexklusives Produkt eine beachtliche Anzahl.

Basis der Konsolenedition ist Stellaris in der Version 1.7, womit zumindest anfangs eine ältere Version ausgeliefert wird. Auf dem PC wird mittlerweile Version 2.1 gespielt, die zusammen mit den Zwischenversionen Änderungen am Gameplay vorgenommen hat. Stellaris wird als Standard- und als Deluxe-Version angeboten, die das Plantoids Species Pack, das Leviathans Story Pack sowie die Erweiterung Utopia enthält. Weitere DLCs und Neuerungen sollen nach Veröffentlichung auch für die Console Edition verfügbar werden. Einen Erscheinungstermin für Spiel und künftige Erweiterungen nennt Paradox nicht.

Weltraum-Strategie

Stellaris simuliert den Kampf von Weltraum-Imperien um die Vorherrschaft in der Galaxie. Spieler managen sowohl die Entstehung als auch den Auf- und Ausbau ihrer Fraktion unter anderem durch Diplomatie, Eroberung und Forschung. Eine Besonderheit von Stellaris ist der Aufbau und Ablauf der Partien: Viele Faktoren, Ereignisse, Eigenschaften und Spezies variieren zufällig, was den Wiederspielwert erhöht. Im Endgame können zudem existenzbedrohende Mega-Krisen auftreten – wer den Einsatz künstlicher Intelligenzen vorantreibt, kann etwa mit einem Roboteraufstand konfrontiert werden.