Cross Play Unterstützung: Laut Sony schwerer als „nur einen Schalter umzulegen“

Max Doll 106 Kommentare
Cross Play Unterstützung: Laut Sony schwerer als „nur einen Schalter umzulegen“

Die PlayStation 4 ist die letzte Spielkonsole, die auf den Cross-Play-Zug aufspringt. Cross-Play-Spiele ermöglichen es, Spieler auf verschiedenen Plattformen gegen- und miteinander antreten zu lassen. Das Feature umzusetzen war laut Sony aufwändiger als „nur einen Schalter umzulegen“ und hat deshalb auf sich warten lassen.

Diese Erklärung lieferte der Chef der PlayStation Worldwide Studios Shawn Layden im aktuellen PlayStation Blogcast (ab Minute 12:36). Layden sagte, dass sich Sony den Wünschen der Spieler bewusst gewesen sei, das Feature aber „auf die beste mögliche Art“ habe umsetzen wollen.

Viele Dinge zu klären

Cross Play zu aktivieren ist mehr als nur einen Schalter umzulegen“, erläuterte Layden. Sony habe sich dem Problem von einem technischen Standpunkt aus annehmen müssen, mit Partnern geschäftliche Aspekte klären müssen, sicherstellen wollen, dass der Kundendienst korrekt funktioniert und die richtige Nachricht an Spieler gesendet wird, womit die Kommunikationsstrategie der PR-Abteilung gemeint ist. Diese Aspekte können laut Layden nicht gleichzeitig, sondern nur nacheinander geklärt werden, was länger als gewünscht gedauert habe.

Start mit Fortnite

Zum Testen des Features ist Cross Play derzeit nur für den Battle-Royale-Shooter Fortnite verfügbar. Größere Probleme hat es bisher nicht gegeben, sagte Laydon. Dennoch bleibt der Schwerpunkt aktuell auf dem Finden von Fehlern: „Wenn man etwas in einer Beta testet, versucht man die Anzahl der Variablen in der Gleichung zu reduzieren“, so Laydon. Sobald klar sei, dass „alles zusammenhält, robust und gut ist“, könne das Feature mit der Zeit auf andere Spiele ausgedehnt werden. Aktuell sei Sony „erfreut, dass Spieler das bekommen, was sie wollen“.

Dass Spieler bekommen, was sie wollen, ist eine überraschende Wendung. Zuvor hatte Sony lange Zeit Cross Play mit wenig überzeugenden Argumenten abgelehnt; als plausibel galt allerdings, dass Sony für die eigene Plattform Nachteile in der Öffnung der Spiele sah. Eine Neubewertung der Situation wird durch den zuletzt steigenden Druck von Spielern und Studios, die Cross Play vereinzelt und kurzzeitig versehentlich aktivierten, begünstigt worden sein. Vor allem die Ausgrenzung von PlayStation-Besitzern im extrem populären Fortnite verärgerte viele Nutzer.