Wochenrück- und Ausblick: Smartwatch und OEM-PC mit toller Hardware

Nicolas La Rocco 5 Kommentare
Wochenrück- und Ausblick: Smartwatch und OEM-PC mit toller Hardware

Kurz vor Jahresende hat sich ComputerBase diese Woche noch einmal mit einer neuen Smartwatch, der Huawei Watch GT beschäftigt. Huaweis neues Wearable hat es knapp vor den Test des neuen Gaming-PCs von Medion auf den ersten Platz der meistgelesenen Tests geschafft. Bei den Tagesmeldungen ging es weniger eng zu.

Die Watch GT läuft mit eigenem Prozessor und Betriebssystem gegen den Trend. Wo abseits von Apple viele Hersteller auf Qualcomm und Wear OS setzen gibt es bei Huawei einen sparsamen ARM-Chip nur mit Cortex-M4-Kern und einem proprietären Betriebssystem, die zum Ziel führen sollen. Diese Kombination führt im Test zu außergewöhnlich langen Laufzeiten von gut und gerne zwei Wochen. Darüber hinaus zählt das AMOLED-Display mit 454 × 454 Pixeln zu den besten am Markt.

Weniger gut als der sparsame Prozessor gefiel der Redaktion hingegen das selbstgestrickte Betriebssystem, dem insbesondere die Interaktion mit Benachrichtigungen fehlt. Auch von anderen Smartwatches bekannte Funktionen wie mobiles Bezahlen, zusätzliche Apps aus einem Store oder die Option, Musik über Bluetooth von der Smartwatch abzuspielen, fehlen Huaweis Uhr. Unterm Strich lautete das Fazit aus diesem Grund: Software sabotiert das Display und die grandiose Laufzeit.

Selten guter OEM-PC

Durchweg gut schnitt hingegen Medions neuer Gaming-PC Erazer X67099 im Test ab. Medion legt damit das Aldi-Stigma ab und baut einen rundum gelungen OEM-PC ohne die typische OEM-Hardware. Stattdessen kommen beim Erazer X67099 Komponenten namhafter Hardware-Hersteller zum Einsatz, die auch bei vielen Selbstbau-PCs anzutreffen sind. Den Testparcours meisterte der Gaming-PC ohne Ausrutscher, sodass keine handfesten Argumente gegen das System sprechen.

Wo sich Smartwatch und Gaming-PC bei den Tests dieser Woche noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, sieht das Ranking bei den Tagesmeldungen deutlich klarer aus. Dass Sonys PlayStation 4 bei den Verkaufszahlen erstmals die PlayStation 3 überholt hat, war mit Abstand die meistgelesene Meldung der Woche. Mit 1.624.646 verkauften Konsolen in der letzten Novemberwoche bringt es die PlayStation 4 knapp fünf Jahre nach der Erstveröffentlichung in Japan auf mittlerweile 88,05 Millionen verkaufte Einheiten. Die PlayStation 3 kommt global betrachtet auf 86,90 Millionen Einheiten.

Das beliebteste Spiel ist unterdessen auf beiden Plattformen identisch. Grand Theft Auto V ist auf der PlayStation 3 als auch auf der PlayStation 4 das am häufigsten verkaufte Spiel. Knapp 40 Millionen verkaufte Exemplare des Spiels entfallen alleine auf PlayStation 3 und 4 – ohne PC, Xbox und Co. Sonys aktuell Konsolengeneration hinkt mit 18,8 zu 20,3 Millionen Exemplaren allerdings leicht der letzten hinterher.

In der kommenden Woche wird auch ComputerBase die Festtage genießen, bevor im neuen Jahr mit der CES in Las Vegas eine der größten Messen des Jahres ansteht. Zahlreiche Neuankündigungen aus den Bereichen Hardware, Unterhaltungselektronik, Smart Home und Auto werden drei Redakteure vor Ort unter die Lupe nehmen.