Fabrikausbau: Intel erweitert D1X in Oregon um einen dritten Block

Volker Rißka 13 Kommentare
Fabrikausbau: Intel erweitert D1X in Oregon um einen dritten Block
Bild: Intel

Intels Ausbaupläne für die Jahre 2019 bis 2021 werden konkreter. Nachdem bereits bekannt wurde, dass Israel einen großen Teil der Investitionen bekommen würde, sind nun die Pläne für den US-Standort in Oregon bekannt geworden. Die dortige Fab D1X wird um einen dritten Komplex erweitert.

Die im Jahr 2013 errichtete Fabrik D1X war ursprünglich primär als Forschungs- und Entwicklungsfabrik angesetzt worden, denn benachbart liegen mit den Fabriken D1C und D1D zwei weitere Werke von Intel. Neue Fertigungstechnologien werden jedoch zuerst in der D1X getestet, auch viele neue Prozessoren laufen hier zuerst vom Band. Nach und nach wurde die D1X so aber immer mehr zu einer Fabrik für die Serienfertigung, weiterhin aber mit dem Hintergrund auf neue Möglichkeiten spezialisiert zu sein. Da es mit 10 nm bisher aber nicht wie geplant lief und die Pläne für 450-mm-Wafer, für die die Fabrik sogar einmal ausgelegt war, für mindestens die nächsten zehn Jahre auf Eis liegen, nutzte Intel die Reinräume für die CPU-Fertigung in der aktuellen 14-nm-Bauweise. Dort wird bekanntlich jede Belichtungsmaschine benötigt, da Intel weiterhin Lieferengpässe hat.

60 Prozent mehr Reinraumfläche geplant

Mod3 soll nun die dritte Ausbaustufe des Gesamtprojekts D1X sein. Laut lokalen Medien hat Intel die Anwohner bereits informiert, dass der Fabrikkomplex um 60 Prozent an Reinraumfläche zulegen und damit größer sein wird als die Module 1 und 2. Alle drei Module sind am Ende miteinander verbunden, können aber auch eigenständig agieren. Analysten glauben weiterhin, dass die D1X damit noch immer nicht zu einer reinen Fertigungsstätte für die Massenproduktion „degradiert“ wird, dafür sind größere Komplexe gedacht. Mit derzeit geschätzten vier bis fünf Milliarden US-Dollar an Investitionskosten wären die Ausgaben deshalb auch vergleichsweise niedrig, in Israel werden bis zu elf Milliarden US-Dollar veranschlagt.

Intel Ronler Acres inklusive D1C, D1D und D1X
Intel Ronler Acres inklusive D1C, D1D und D1X (Bild: Google Maps)

Neben der Erweiterung des Werks sollen auch zusätzliche Parkmöglichkeiten für 2.000 PKW geschaffen werden. Dafür werden vermutlich einige der großflächigen Parkplätze einem sechsstöckigen Mehrzweckgebäude inklusive Parkhaus weichen, denn unbegrenzt Platz steht Intel an dem Standort Ronler Acres in Hillsboro, benannt nach dem ehemaligen Farm-Gelände, auf dem das Werk jetzt steht, nicht zur Verfügung. Insgesamt sollen dort am Ende 1.750 neue Arbeitsplätze entstehen.