Produktionsbeginn: TSMC startet 7-nm-EUV-Chips für Apples A13-SoC

Volker Rißka 73 Kommentare
Produktionsbeginn: TSMC startet 7-nm-EUV-Chips für Apples A13-SoC
Bild: TSMC

TSMC soll zum Ende des ersten Quartals 2019 mit der Serienproduktion der neuen Generation an 7-nm-Chips beginnen. Die zweite Runde dieser Technologiestufe, N7+, setzt erstmals auf die EUV-Lithografie, durch die einige Fertigungsschritte eingespart werden können. Hauptabnehmer wird auch in diesem Jahr Apple.

Apples A13-SoC, wie der neue Chip vermutlich genannt wird, soll auch in diesem Jahr wieder ausschließlich von TSMC gefertigt werden, berichtete DigiTimes zum Wochenauftakt. Ins Zeitschema passt dazu der anvisierte Termin für die Massenproduktion auf Basis des neuen 7-nm-Prozesses inklusive EUV: Immer circa im April beginnt die Serienfertigung bei TSMC in einer neuen Fertigungsstufe, die bis zum Sommer so weit hochgefahren wurde, dass Apple bis zum Ende des dritten Quartals über 100 Millionen Chips zur Verfügung hat, die dann in den Smartphones verbaut werden.

EUV startet in den Serieneinsatz

Die nun erstmalige Nutzung von EUV in der Serienproduktion für hunderte Millionen Chips in diesem Jahr markiert einen Meilenstein nach jahrzehntelangen Forschungen und Entwicklungen. Die Vorteile der EUV-Belichtung werden bei TSMC genau so wie bei Samsung, die nahezu ähnlich weit fortgeschritten sind, noch nicht in vollem Maße genutzt. Erst einige der Layer eines Chips werden mit EUV belichtet, eine Art Zwischenstufe zwischen klassischer Immersionslithografie und reiner EUV-Lithografie. Samsung hatte den Start der EUV-Serienproduktion bereits im letzten Oktober vermeldet, welche Produkte diesen nutzen, ist bisher nicht bekannt. Das erwartete neue Flaggschiff Galaxy S10 nutzt noch den Vorgängerprozess 8LPP.

TSMC bietet breites Portfolio für 7 nm

Der 7-nm-Prozess bei TSMC ist mit den beiden Schritten N7 und N7+ ein sehr bedeutsamer, wenngleich TSMC bereits darüber hinaus plant – N5 wird die 5-nm-Fertigung ab dem kommenden Jahr. In diesem Jahr sollen aber bereits 25 Prozent des Umsatzes mit 7-nm-Chips generiert werden, da neben SoCs auch vermehrt Chips aus anderen Bereichen die Fertigungsstufe nutzen. Dazu gehört vor allem AMD, die ihr komplettes Produktportfolio auf 7 nm umstellen und dafür TSMC als wichtigsten Partner nennen. Die ersten Grafikkarten mit 7-nm-Chip sind bereits von AMD in Form der Instinct MI50 und MI60 sowie dem Desktop-Klon Radeon VII (Test) im Handel, ab Mitte des Jahres folgen Prozessoren vom Desktop bis zum Server, zum Jahresende mit Navi dann vermutlich noch einmal Grafikkarten. Zu weiteren Großkunden von TSMCs 7-nm-Prozess zählen unter anderem Huawei mit HiSilicon und Xilinx.