Gigabyte Aorus ATC800: Einfacheres Design leuchtet mehr und dezenter

Max Doll 37 Kommentare
Gigabyte Aorus ATC800: Einfacheres Design leuchtet mehr und dezenter
Bild: Gigabyte

Gigabyte baut das Angebot des Gaming-Labels Aorus weiter aus. Der nächste CPU-Kühler der Marke, der ATC800, ist einfacher, das heißt konventioneller aufgebaut als vorherige Aorus-Modelle wie der ATC700. Die Beleuchtung wird indes ausgebaut und zugleich dezenter gestaltet.

Was wie ein Widerspruch klingt, ist eigentlich keiner. Auch der ATC800 deckt den Lamellenturm mit einer Kunststoff-Verkleidung ab, die Raum für LEDs an der Oberseite lässt. Hier wird jedoch das Aorus-Logo nicht mehr in Gänze beleuchtet, sondern nur über die Umrisse gezeichnet. Im Mittelpunkt steht dabei der Schnabel des Aorus-Vogels, der in Etwa ein „G“ nachbildet. Wozu die fünf einzelnen Stautsdioden dienen, geht aus der Beschriftung „Temp/RPM“ hervor: Sie bilden Drehzahl und damit die CPU-Temperatur ab. Zusätzlich werden nun auch die beiden beiliegenden Lüfter beleuchtet.

Zurück zu normalen Zutaten

Statt weniger großer Heatpipes nutzt Gigabyte nun wieder ein herkömmliches Arrangement von sechs 6 Millimeter dicken Wärmeröhren, die weiterhin direkt auf dem Heatspreader aufliegen. Zusammen mit einem einzelnen Kühlturm sollen sie eine TDP von mehr als 200 Watt bewältigen können. Aufgrund der Verkleidung erreicht der ATC800 aber eine Höhe von 163 Millimetern, die bei der Auswahl des Gehäuses etwas Umsicht erfordert.

Aufgrund des über dem Prozessor zentrierten Kühlturmes ergeben sich jedoch Einschränkungen für den Arbeitsspeicher. Der ATC800 erlaubt lediglich die Montage von RAM-Modulen mit einer Gesamthöhe von 43 Millimetern. Hohe Heatspreader lassen sich so zumindest in der ersten Speicherbank nicht verbauen. Montiert werden kann der Kühler auf allen aktuellen Sockeln von AMD und Intel, die Befestigung erfolgt über ein zweistufiges System mit Backplate.

Zur Belüftung werden zwei 120 Millimeter breite Lüfter eingesetzt, die mit einem PWM-Signal zwischen 600 U/Min und 1.700 U/Min betrieben werden können. Ihre LEDs lassen sich wie die der leuchtenden Top-Plate mit einem 3-Pin-RGB-Anschluss ansteuern.

Preis und Verfügbarkeit

Die Markteinführung des ATC800 ist in Nordamerika bis Anfang Mai geplant. Wann der Kühler hierzulande den Handel erreichen wird, hat Gigabyte noch nicht verraten. Auch der Preis ist unbekannt. Der ähnlich ausgestattete ATC700 wird gegenwärtig für rund 80 Euro angeboten, was nahelegt, dass sich das neue Modell in diesem Umfeld bewegen wird.

Gigabyte Aorus ATC800 Gigabyte Aorus ATC700
Bauform: Tower
Größe (L × B × H): 139 × 107 × 163 mm (ohne Lüfter) 133 × 59 × 158 mm (ohne Lüfter)
139 × 109 × 169 mm (mit Lüfter)
Gewicht: 1.050 g (mit Lüfter) 670 g (ohne Lüfter)
955 g (mit Lüfter)
Heatpipes: Kupfer (vernickelt), 6 × 6 mm (Ø)
Direct Touch/Contact
Kupfer, 3 × 10 mm (Ø)
Direct Touch/Contact
Lamellen: Aluminium (vernickelt)?, ?
Abstand: ?
Aluminium, 44 Stück
Abstand: ?
Kühler-Montage: Zweistufige Halterung mit Rückplatte ?
Lüfter (Modell 1): 2 × 120 × 120 × 25,0 mm
Doppelkugellager
600 – 2.000 U/min
23,7 – 82,7 m³/h
0,2 – 2,0 H²O
18,0 – 31,0 dBA
4-Pin-PWM
2 × 120 × 120 × 25,0 mm
Doppelkugellager
500 – 1.700 U/min
23,7 – 89,6 m³/h
0,2 – 1,9 H²O
12,0 – 31,0 dBA
4-Pin-PWM
Lüfter (Modell 2):
Lüfter-Montage: Befestigung: Kunststoff-Halterung
Entkopplung: ?
Befestigung: Drahtbügel
Entkopplung: Keine
Kompatibilität: AMD: Sockel FM2(+)/FM1/AM3(+)/AM2(+)/AM4
Intel: LGA 2066/2011/1366/115x
AMD: Sockel FM2(+)/FM1/AM3(+)/AM2(+)/AM4
Intel: LGA 2066/2011/1366/115x/775
Preis: ab 79 €