PlayStation 5: 120 Hz bei 4K-Auflösung und Spielstände der PlayStation 4

Frank Hüber 200 Kommentare
PlayStation 5: 120 Hz bei 4K-Auflösung und Spielstände der PlayStation 4
Bild: StockSnap | CC0 1.0

Sowohl AMD als auch Sony erwiesen sich in der Vergangenheit erstaunlich offen, wenn es um Details zur PlayStation 5 geht. Nun hat der CEO von Sony Interactive Entertainment Jim Ryan gegenüber CNET in einem Interview weitere Details verraten.

Der Zeitpunkt kurz vor der E3, auf der Sony selbst nicht vertreten ist, dürfte kein Zufall sein, möchte man der Konkurrenz in Form von Microsoft und Nintendo aber ebenso Google mit einer bevorstehenden Ankündigung zum Game-Streaming-Dienst Stadia die Bühne nicht gänzlich überlassen.

Nicht nur Option: Jede PlayStation 5 mit SSD

Demnach verfügt die PlayStation 5 immer über eine SSD anstelle einer langsameren HDD wie die PlayStation 4. Vor weniger als einem Monat hatte Sony auf einer Investoren-Konferenz die Vorzüge des „angepassten SSD-Speichers“ angepriesen und die kürzeren Ladezeiten im Vergleich zur PlayStation 4 demonstriert. Zudem kann die PlayStation 5 die 4K-Auflösung mit bis zu 120 Hz ausgeben, sofern Monitore mit dieser Auflösung eine schnellere Bildwiederholfrequenz als 60 Hz unterstützen, was derzeit nur sehr wenige Modelle tun, sich im Laufe des Lebenszyklus' der PlayStation 5 aber ändern könnte. Welche Bildwiederholraten bei 1080p unterstützt werden, ist noch nicht sicher bekannt.

Spielstände von PS4 auf PS5 übertragen

Darüber hinaus wird Sony es mit der PlayStation 5 ermöglichen, Spielstände von der alten Konsole, also der PlayStation 4 (Pro), auf die neue zu übertragen, so dass Spiele auch auf der PlayStation 5 mit dem aktuellen Spielfortschritt fortgesetzt werden können. Erst vor Kurzem waren zur Abwärtskompatibilität der PlayStation 5 Details bekannt geworden. Sie wird, wie bei anderen Konsolen, erreicht, indem die PlayStation 4 auf der PlayStation 5 emuliert wird, so dass die alten Spiele nicht angepasst werden müssen. Ob erworbene PS4-Spiele auf die PS5 aus der Cloud gestreamt werden können, heruntergeladen oder eine Disc erforderlich ist, ist dabei noch nicht bekannt. Sony möchte PlayStation-4-Besitzern den Umstieg auf die neue Konsolengeneration jedoch so einfach wie möglich machen.

When everything is networked and everybody is connected and everybody is friends, the opportunity — with backwards compatibility — to migrate that community in a more efficient manner I think is massively more attractive for gamers and for us than at any point in the past.

Jim Ryan gegenüber der Financial Times

PlayStation Now wird noch dieses Jahr aufgewertet

Jim Ryan bestätigte noch einmal, dass man PlayStation Now, Sonys Game-Streaming-Dienst, im Laufe des Jahres „auf das nächste Level bringen wolle“. In diesem Bereich war durch die Kooperation mit Microsoft bereits bekannt geworden, dass Sony dabei auf die Azure-Cloud setzt und Microsoft und Sony so gemeinsam auch gegen Googles Stadia bestehen wollen.

Fähigkeiten der PlayStation 5
Fähigkeiten der PlayStation 5 (Bild: Sony)

Einige technische Details wie AMDs Acht-Kern-CPU mit Zen-2-Architektur und die Navi-GPU mit Raytracing hatten die Unternehmen bereits verraten. Die PlayStation 5 soll voraussichtlich im Jahr 2020 erscheinen, einen genauen Termin hat Sony allerdings noch nicht genannt.