Quartalszahlen: AMD vermeldet kleinen, aber 6. Quartalsgewinn in Folge

Jan-Frederik Timm 118 Kommentare
Quartalszahlen: AMD vermeldet kleinen, aber 6. Quartalsgewinn in Folge

AMD hat das Ergebnis für das 2. Quartal im Fiskaljahr 2019 bekanntgegeben, das am 29. Juni und damit noch vor Markteinführung von Ryzen 3000 mit Matisse und Navi endete. Gegenüber dem Vorjahr fielen Umsatz und Gewinn, dass erste Mal seit über zehn Jahren blieb der Konzern aber auch im 6. Quartal in Folge in den schwarzen Zahlen.

Matisse und Navi noch ohne Effekt

Mit einem Umsatz von 1,53 Milliarden US-Dollar und einem Nettogewinn von 35 Millionen US-Dollar wurden die Ergebnisse aus dem Vorjahr um 13 respektive 70 Prozent verfehlt. Im Vorjahr hatte AMD allerdings im 2. Quartal mit dem Verkauf von Ryzen 2000 begonnen, während dieses Jahr auf den Nachfolger wartende Kunden und fallende Preise entscheidende Einflussgrößen waren. Die Vorhersage für den Umsatz des 2. Quartals hat AMD quasi punktgenau getroffen. Zum sechsten Mal in Folge war das Betriebsergebnis positiv. Das hatte es zuletzt in den Jahren 2005 und 2006 gegeben.

Dr. Lisa Su, CEO von AMD, sieht den Quartalsabschluss dementsprechend positiv und erklärt: „Ich bin mit unserem Finanzergebnis [...] vor dem Hintergrund, dass wir die Produktion in 7 nm in drei führenden Produktserien hochgefahren haben, sehr zufrieden“. Für das zweite Halbjahr sollen Ryzen, Radeon und Epyc auf Basis der neuen Zen-2- respektive RDNA-Architektur jetzt für „signifikantes Wachstum“ sorgen, so Su.

Im 4. Quartal deutet sich ein Umsatzrekord an

Im 3. Quartal soll der Umsatz um 18 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar steigen, gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal wäre das ein Plus von neun Prozent. Zusammen mit weiterem Wachstum erwartet AMD für das Jahr 2019 so am Ende ein Umsatzwachstum im „einstelligen Prozentbereich“. Weil das 1. Halbjahr fast 20 Prozent schwächer ausfiel, ist das nur möglich, wenn das 4. Quartal einen beachtlichen Umsatzsprung von deutlich über 30 Prozent auf um die 2,0 Mrd. US-Dollar bringen wird – ein Unternehmensrekord.

Offensichtlich rechnet AMD fest damit, dass die neuen Produkte der Serien Ryzen 3000 und Radeon sowie die bis dahin zu erwartenden neuen Epyc-CPUs mit bis zu 64 Kernen zum Jahresende erstmals einen richtigen Effekt in den Finanzkennzahlen zeigen können werden.