Origin PC: Corsair übernimmt Komplett-PC-Hersteller

Michael Günsch 18 Kommentare
Origin PC: Corsair übernimmt Komplett-PC-Hersteller
Bild: Corsair

Corsair hat den US-amerikanischen Custom-PC-Hersteller Origin PC übernommen. Dies hat der international bekannte PC-Komponentenhersteller heute öffentlich bekannt gegeben. Corsair will durch die Übernahme Kunden in Nordamerika gewinnen, die komplette Systeme bevorzugen, statt den PC selbst zusammenzubauen.

Origin PC wird Markentochter von Corsair

Die Marke Origin PC soll unter Corsair erhalten bleiben und ihr Geschäft unverändert aus Miami in Florida aus betreiben. Bisherige Verkäufe, Garantien und Support blieben von der Übernahme „unberührt“ und würden weiterhin von Origin PC bedient, heißt es in der Ankündigung.

Da der Gaming-PC-Markt weiter wächst und immer mehr Spieler von der Konsole zum PC wechseln, wollten wir mehr tun, um Kunden in Nordamerika zu erreichen, die ihr System lieber kaufen als bauen“, erklärte Andy Paul, der Gründer und CEO von Corsair.

Über den Kaufpreis haben beide Unternehmen Stillschweigen gewahrt.

PC-Systeme erhalten künftig mehr Corsair-Produkte

Nur logisch ist die Folge, dass Corsair-Produkte künftig eine größere Rolle in den Custom-PCs von Origin spielen werden. Als erster Schritt sollen Kühler der Hydro-X-Serie „in ausgewählten Systemen“ von Origin PC zu finden sein. Außerdem werde das Ökosystem um die iCue-Software zur Steuerung von RGB-Beleuchtung und Lüftern in die Origin-Systeme integriert. Origin PC bietet eine ganze Reihe nach Kundenwunsch konfigurierbarer PCs an, die von Gaming-PCs über Workstations bis zu Notebooks reichen. Statt für Budget-Rechner steht Origin PC für leistungsstarke Systeme zu entsprechend gehobenen Preisen.

Corsair will eigene Komplettsysteme parallel weiter anbieten

Corsair versichert, dass die jüngsten Ambitionen mit eigenen Komplettsystemen inklusive der Serien Corsair One, Corsair One Pro und Vengeance PC weiter verfolgt werden.

Zehn Jahre Origin PC mit auffälliger Konzeptstudie

Origin PC feiert in diesen Tagen sein zehnjähriges Bestehen mit einem besonderen Gaming-System: Der neue „Big O“ vereint PC-Hardware mit Xbox One X, PlayStation 4 Pro und Nintendo Switch in einem Gehäuse. Das aufwendige und auffällige Konzept gelangt allerdings nicht in den Verkauf und gilt als werbewirksame Machbarkeitsstudie.