19H2 Update: Windows 10 ab September schneller und zuverlässiger

Nicolas La Rocco 359 Kommentare
19H2 Update: Windows 10 ab September schneller und zuverlässiger
Bild: Microsoft

Das nächste große Update für Windows 10 soll im September dieses Jahres verteilt werden. Das hat Microsoft heute von offizieller Seite bestätigt und parallel dazu einen ersten Preview Build für Windows Insider im Slow Ring veröffentlicht. Das derzeit noch 19H2 getaufte Update soll Windows 10 schneller und zuverlässiger machen.

Das nächste Feature-Update für Windows heißt im Rahmen des Windows Insider Programs aktuell noch 19H2 und wird zur Fertigstellung im September dieses Jahres eine Reihe von Veränderungen mitbringen, die laut Microsoft die Leistung und Qualität des Betriebssystems verbessern und neue Enterprise-Features einführen sollen.

Feature-Update soll die PC-Nutzung nur kurz unterbrechen

Für Anwender, die auf Basis des aktuellen Mai 2019 Updates (Version 1903) kommenden September auf 19H2 wechseln möchten, will Microsoft das Update im Stile monatlicher Windows-Updates verteilen, sodass laut Microsoft mit einem deutlich schnelleren Update-Prozess zu rechnen sei. Microsoft spricht von einer weniger „unterbrechenden“ Aktualisierung, da das Update den persönlichen Computer nicht mehr über längere Zeit stilllegen soll.

Diese Möglichkeit werden allerdings nur Nutzer von Windows 10 mit der Version 1903 haben. Frühere Windows-10-Versionen werden dieselben Prozesse durchlaufen müssen, wie sie vor dem Mai-2019-Update notwendig waren. Das bedeutet, wer etwa vom Oktober 2018 Update auf 19H2 wechseln möchte, muss mit einer längeren Pause für das Update rechnen.

19H2 im Slow Ring verfügbar

Mit Bekanntgabe des Updates hat Microsoft Windows 10 19H2 erstmals für Windows Insider im Slow Ring freigegeben. Windows 10 Insider Preview Build 18362.10000 (19H2) steht ab sofort zum Download bereit. Voraussetzung für den Erhalt der Preview Build ist Windows 10 mit Mai 2019 Update. Aufgrund des sogenannten Controlled Feature Rollouts (CFR) werden nicht für alle Insider alle Funktionen des Updates zur Verfügung stehen. Microsoft will dadurch besseres Feedback zur Build-Qualität sammeln.

Das Update auf 19H2 kann geschoben werden

Wenn 19H2 im Herbst verteilt wird, müssen Anwender die neue Hauptversion nicht sofort installieren. Bis Ende 2018 wurde die Installation der zweimal pro Jahr verteilten Updates auf eine neue Hauptversion („Feature Update“) zwar automatisch angestoßen, sobald Microsoft das entsprechende System als kompatibel markiert hatte. Seit dem Frühjahr wird es in den Einstellungen von Windows 10 aber nur noch einen Hinweis geben.

Wann der Anwender die neue Hauptversion aufspielen will, entscheidet in Zukunft er selbst. Es sei denn, die aktuell genutzte Version nähert sich dem Support-Ende – dann wird Microsoft die Installation erneut erzwingen. Ohne würden Anwender nach dem Support-Aus ihrer Version allerdings auch keine monatlichen Updates mehr erhalten. Derzeit gewährt Microsoft Nutzern von Windows 10 Home und Pro 18 Monate Support nach Verfügbarkeit einer neuen Hauptversion.

Die neue Wahlfreiheit gibt es sowohl für Nutzer von Windows 10 Home als auch Windows 10 Pro, die Windows 10 April 2018 Update (Version 1803) oder Windows 10 Oktober 2018 Update (Windows 10 Version 1809) einsetzen.

Im Fast Ring lässt sich 20H1 testen

Unterdessen können Windows Insider im Fast Ring seit Februar dieses Jahres bereits das 20H1 Update testen, das im Frühjahr 2020 fertiggestellt werden dürfte.