Sonderkündigungsrecht: Vodafone erhöht Preise für DSL-Anschlüsse

Nicolas La Rocco 249 Kommentare
Sonderkündigungsrecht: Vodafone erhöht Preise für DSL-Anschlüsse
Bild: Vodafone

Zum 1. September werden viele DSL-Anschlüsse von Vodafone teurer. Der Grund liegt in einer Erhöhung der Leitungsmiete seitens der Deutschen Telekom. Aufgrund der Preisanpassung nach oben haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht.

Vodafone informiert DSL-Kunden derzeit über eine Preiserhöhung von 1,39 Euro brutto zum 1. September. Wie das Unternehmen erklärt, mietet es für viele DSL-Anschlüsse eine Teilstrecke des Internet- und Telefonanschlusses von der Deutschen Telekom – die sogenannte letzte Meile. Die Deutsche Telekom hat die Leitungsmiete für dieses Teilstück zum 1. Juli dieses Jahres erhöht. Die Höhe der Leitungsmiete unterliegt der Preisaufsicht durch die Bundesnetzagentur.

Kündigung bis zum 31. August

Aus der Preisanpassung ergibt sich ein Sonderkündigungsrecht für Vodafone-Kunden mit DSL-Anschluss. Wer mit der Preisanpassung nicht einverstanden ist, könne den DSL-Vertrag vorzeitig beenden, heißt es auf einer Informationsseite von Vodafone. Der Kündigungswunsch muss dafür bis zum 31. August 2019 bei Vodafone eingehen. In der Kündigung sollen Kunden explizit auf das in diesem Fall geltende Sonderkündigungsrecht eingehen und einen Wunschtermin für das Vertragsende nennen. Ohne Wunschtermin wird die Kündigung zum 31. August 2019 wirksam.

Kunden sollen beachten, dass die Kündigung kurzfristig nicht wieder rückgängig gemacht werden könne. Vodafone bittet Kunden nur dann zu kündigen, wenn sie sich sicher seien.

Beim Wechsel zu einem neuen Anbieter könne die Festnetznummer mitgenommen werden, außerdem gelte die dreimonatige Kündigungsfrist in diesem Fall nicht. Dem neuen Anbieter müsse einfach das Wunschdatum der Umstellung genannt werden.

Kabelanschluss ohne Miete für letzte Meile

Vodafone will Kunden aufgrund der Preisanpassung aber natürlich nicht verlieren und legt den Fokus bei der Vermarktung stattdessen auf Kabelanschlüsse. In 13 Bundesländern bietet das Unternehmen als Alternative zu DSL auch Kabel an, sodass die Mietzahlung an die Deutsche Telekom für die letzte Meile entfällt.