Hunt: Showdown: GPU-Benchmarks, Frametimes und Fazit

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Wolfgang Andermahr 138 Kommentare

Die nachfolgenden Grafikkarten-Benchmarks sind auf einem Intel Core i9-9900K durchgeführt worden, der mit den Standard-Einstellungen betrieben wird und auf insgesamt 32 Gigabyte Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von DDR4-3200 (16-16-16-38, Dual-Rank) zugreifen kann. „Windows 10 April 2019 Update“ (1903) inklusive aller derzeit verfügbaren Patches ist installiert. Als Treiber wurden der Adrenalin 19.8.2 beziehungsweise der GeForce 436.15 genutzt. Inwieweit beide Treiber für Hunt: Showdown optimiert sind, ist unklar.

Testsequenz und Einstellungen

Die Testszene zeigt einen 25 Sekunden langen Lauf auf der Map „Stillwater Bayou“ nahe „Scupper Lake“. Es sind viel Vegetation, ein Gebäude und Screenspace-Reflexionen zu sehen. Damit handelt es sich zwar nicht um ein Worst-Case- aber durchaus um ein anspruchsvolles Szenario.

Das Benchmark-Szenario wird nur bei gutem Wetter und vollem Sonnenschein gestartet, was in Zusammenhang mit der zufällig vom Spiel gewählten Karte einen enormen Zeitaufwand beim Testen verursacht hat. Aus diesem Grund wurde die Anzahl der getesteten Grafikkarten im Vergleich zu anderen Technik-Tests deutlich zurück gefahren.

Für die Auflösungen 1.920 × 1.080 sowie 2.560 × 1.440 werden die maximalen Grafikdetails genutzt. Für 3.840 × 2.1650 wird aus Leistungsgründen auf das Mittel-Preset zurückgeschaltet.

Auflösung Grafikdetails
1.920 × 1.080 Hoch-Preset
2.560 × 1.440 Hoch-Preset
3.840 × 2.160 Mittel-Preset

Benchmarks in Full HD, WQHD und Ultra HD

Die Radeon RX 5700 XT und die GeForce RTX 2070 liefern sich in Hunt: Showdown durchweg ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das je nach Auflösung nur leicht unterschiedlich ausfällt. In 1.920 × 1.080 liefert die Nvidia-Grafikkarte zwei Prozent mehr FPS, der AMD-Beschleuniger dagegen vier Prozent bessere Frametimes. In 2.560 × 1.440 bleibt die Differenz bei der Framerate gleich, bei den Frametimes liegt dann aber Nvidia um ein Prozent vorne. In Ultra HD kann die Radeon RX 5700 XT das Bild dann umdrehen und arbeitet ein Prozent schneller als die GeForce RTX 2070.

Bei der alten Generation gewinnt meistens die GeForce GTX 1080 das Duell gegen die Radeon RX Vega 64. In Full HD beträgt der Vorsprung sechs und sieben Prozent, in WQHD sind es noch jeweils ein Prozent. Erst in Ultra HD liegt AMD um drei bis vier Prozent vorne. Das Problem dabei ist, dass selbst die Radeon RX 5700 XT und die GeForce RTX 2070 für die Auflösung zu langsam sind. 60 FPS kann erst eine GeForce RTX 2080 bei reduzierten Details oder eine GeForce RTX 2080 Ti bei vollen Details erreichen. Das Duell Radeon RX 580 gegen die GeForce GTX 1060 gewinnt in Full HD die AMD-Grafikkarte mit fünf Prozent bei den FPS und einem Gleichstand bei den Frametimes für sich. 60 FPS sind möglich, aber nur bei reduzierten Details.

Die neuen Grafikkarten sind deutlich schneller als die alte Garde

GeForce RTX 2070 und Radeon RX 5700 XT arbeiten in Hunt: Showdown deutlich schneller als die GeForce GTX 1080 und Radeon RX Vega 64. So ist die GeForce RTX 2070 in WQHD 26 Prozent schneller als die GeForce GTX 1080. Im Schnitt beträgt der Vorsprung ansonsten nur neun Prozent. Und die Radeon RX 5700 XT liegt in derselben Auflösung um 25 Prozent vor der Radeon RX Vega 64. Gewöhnlich beträgt der Abstand eher 14 Prozent. Turing und RDNA sind damit Pascal und GCN klar voraus.

Gute Frametimes auf allen Grafikkarten

Bei den Frametimes zeigen sich interessanterweise Unterschiede zwischen den Grafikkarten, wobei auch hier Turing und RDNA Pascal und GCN überlegen sind. Sowohl die Radeon RX 5700 XT als auch die GeForce RTX 2070 zeigen in Hunt: Showdown quasi perfekte Frametimes. Es gibt keine größeren und auch keine kleineren Ausreißer bei der Bildabfolge. Das ist vorbildlich und sieht man so nur in wenigen Spielen. Darum lässt sich das Spiel auch bei einer geringeren Framerate auf einer entsprechenden Grafikkarte noch verhältnismäßig gut steuern.

Bei den älteren Produkten fallen die Frametimes schlechter aus. Im Prinzip hat auch die GeForce GTX 1080 gute Frametimes, allerdings gibt es immer mal wieder einen größeren „Spike“. Das ist kein allzu großes Problem, lässt sich bei einer geringen Framerate aber durchaus spüren. Die Radeon RX Vega 64 hat dagegen zwar keine großen Abstände, allerdings schwanken die Frametimes generell mehr als bei den zwei neuen Grafikkarten. Auch das ist kein großes Problem und macht sich, wenn überhaupt, nur bei einer geringen Framerate leicht bemerkbar.

Texturen und Speicherbedarf

Hunt: Showdown bietet keine sonderlich detaillierten Texturen. Das stört beim eigentlichen Spielen nicht, fällt beim genauen Hinsehen aber sofort auf. Auf der Habenseite steht ein niedriger Speicherverbrauch. Für 3.840 × 2.160 bei vollen Texturdetails ist eine Grafikkarte mit 6 GB ausreichend. Für geringere Auflösungen genügen auch 4 GB.

Fazit

Nein, mit dem Bombast eines Crysis 3 zur Veröffentlichung im Jahr 2013 hat Hunt: Showdown nichts mehr gemein. Dazu fehlen Crytek mittlerweile die Ressourcen. Optisch macht das Multiplayer-Spiel aber dennoch einen ordentlichen Eindruck und sieht stellenweise wirklich schön aus. In Anbetracht der Gattung des Spiels ist das am Ende sogar ein sehr gutes Urteil.

Wer 60 FPS oder mehr haben möchte, benötigt in Hunt: Showdown dafür allerdings bereits in Full HD eine verhältnismäßig schnelle Grafikkarte, das gilt umso mehr in höheren Auflösungen. Wer das nicht hat, kann per Grafik-Preset noch ein Wenig mehr Leistung aus dem Spiel quetschen, was aber eine sichtbar schlechtere Grafik nach sich zieht.

Hunt: Showdown im Technik-Test

Die neuen GPU-Architekturen liegen klar vorne

Bei den Grafikkarten zeigen sich größere Vorteile für die aktuellen Generationen. AMDs RDNA und Nvidias Turing sind den direkten Vorgängern GCN und Pascal in dem Spiel klar voraus. Die Benchmarks zeigen zudem einen kleinen Vorteil für GeForce-Grafikkarten im Vergleich zur Radeon-Konkurrenz.

ComputerBase hat Hunt: Showdown von Crytek zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Entwicklers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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