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Medion: Gaming-PCs mit Standard-Hardware kommen zu Aldi

Mahir Kulalic 158 Kommentare
Medion: Gaming-PCs mit Standard-Hardware kommen zu Aldi

Seit der Gamescom 2018 gibt es vom OEM Medion auch Gaming-PCs ganz ohne OEM-Komponenten, vor knapp einem Jahr hatte ComputerBase beispielsweise den Medion Erazer X67099 im Test. Zur Gamescom 2019 gibt es jetzt nicht nur neue Rechner dieser Art, sie werden auch erstmals über Aldi Süd verkauft.

Ab dem 29. August wird Aldi Süd drei Gaming-PCs von Medion im Angebot führen. Die Preise betragen 999 Euro für den Erazer X67128, 1.699 Euro für den Erazer X87038 und 2.699 Euro für den Erazer X87039. Während das kleine 1.000-Euro-System im bekannten OEM-Gehäuse mit bekannter OEM-Hardware und deren Einschränkungen daherkommt, entsprechen die beiden teureren Systeme Rechnern, wie sie auch von anderen Systemintegratoren auf Basis von Standardhardware geboten werden.

Erazer X87038: Intel, MSI, HyperX und In Win

Das 1.700-Euro-System basiert auf einem Core i7-9700 mit 8 Kernen und 8 Threads bei einer Taktrate von 3,0 GHz (Turbo maximal 4,7 GHz). Zugreifen kann die CPU auf 16 GB DDR4-RAM mit 2.667 MHz Takt. Als Grafikkarte gibt es eine GeForce RTX 2070 mit 8 GB GDDR6, allerdings nicht das Super-Modell. Den Hersteller nennt Medion in diesem Fall nicht.

Verbaut wird die Hardware auf dem MSI Mag Z390M Mortar. Die CPU unterliegt damit keinen von vielen OEM-Systemen bekannten Einschränkungen. Das Gehäuse In Win 301 (Test) verfügt über beleuchtete Polaris-Lüfter des Gehäuseherstellers und trägt den Erazer-Schriftzug. Als Netzteil kommt ein Seasonic Focus Plus Gold mit 550 Watt (Test) zum Einsatz. An Anschlüssen stehen insgesamt 2 × USB 3.0 Typ A, 1 × USB 3.1 Typ A, 1 × USB 3.1 Typ C, 4 × USB 2.0, 1 × PS/2, 1 × RJ-45, 1 × DVI-D, 1 × HDMI 2.0b, 3 × Mini-DisplayPort sowie diverse Audio-Eingänge bereit.

Erazer X87039: Core i9-9900K mit AiO und RTX 2080

Noch über dem X87038 platziert Medion den Erazer X87039, bei dem Medion offensiv mit der spezifischen Hardware wirbt. Als CPU gibt es den Intel Core i9-9900K (Test) mit 8 Kernen und 16 Threads bei 3,6 GHz Basistakt (Turbo maximal 5,0 GHz). Gekühlt wird die CPU – wie im X67099 von Ende 2018 – von der All-In-One-Wasserkühlung Alphacool Eisbaer 360. Hinzu kommen 32 GB DDR4-RAM des Typs HyperX Predator RGB mit einem Takt von 3.200 MHz, der Speicher geht also sogar über die Spezifikationen von Intel (DDR4-2666) hinaus. Die via PCIe angebundene SSD misst 1.000 GB, ergänzt wird sie von einer HDD mit 2 TB. Als GPU kommt die Nvidia GeForce RTX 2080 zum Einsatz, wie bei den anderen beiden Desktops auch hier ohne Super-Zusatz. Die Grafikkarte kommt von MSI, konkret handelt es sich um die Variante Duke 8G OC.

Auch das Mainboard kommt von MSI: MPG Z390M Gaming Edge AC. Das Gehäuse kommt erneut von In Win, diesmal aber als Modell 101. Für den Luftstrom im Gehäuse sorgen drei Polaris-Lüfter von In Win, weitere drei Modelle dieser Art versorgen auch die Wasserkühlung. Das Netzteil stammt auch in diesem System aus der Reihe Seasonic Focus Plus Gold, liefert im X87039 aber 750 Watt Leistung. In Sachen Anschlussausstattung bietet der Desktop insgesamt 6 × USB 3.0 Typ A, 1 × USB 3.1 Typ A, 1 × USB 3.1 Typ C, 2 × PS/2, 1 × RJ-45, 1 × DVI-D, 1 × HDMI 2.0b, 3 × Mini-DisplayPort und vielfältige Audio-Eingänge.

Erazer X67128: das klassische OEM-System

Der Erazer X67128 ist wiederum ein klassisches OEM-System im seit Jahren von der Serie bekannten Gehäuse, zu Netzteil oder Mainboard gibt es hier traditionell keine Angaben. Eindeutig sind nur der Intel Core i5-9400 mit sechs Kernen ohne Hyperthreading und einer Taktrate von 2,9 GHz (Turbo maximal 4,1 GHz) bei 65 Watt TDP, die der Erfahrung nach auch hart als Verbrauchsobergrenze gesetzt sein wird. Als GPU kommt eine Nvidia GeForce RTX 2060 zum Einsatz. Dabei handelt es sich nicht um die Super-Version (Test), sie bietet also nur 6 GB Speicher. Eine Angabe zum Hersteller gibt es auch in diesem Fall nicht. Wahrscheinlich ist es eine OEM-Version von ECS.

Der Arbeitsspeicher des PC-Systems misst 16 GB DDR4, nicht-flüchtigen Speicher gibt es in Form einer 1.000 GB großen PCIe-SSD. Weitere Merkmale sind das Funkmodul Intel Wireless-AC 9560 mit WLAN nach ac-Standard und Bluetooth 5.0, ein beleuchtetes Gehäuse sowie ein Hot-Swap-fähiger Festplattenrahmen. An Anschlüssen stehen insgesamt 4 × USB 3.0 Typ A, 1 × USB 3.1 Typ C, 1 × USB 3.1 Typ A, 2 × USB 2.0 Typ A, 1 × RJ-45, 1 × HDMI 2.0b, 1 × DVI-D und 3 × DisplayPort 1.4 zur Verfügung. Hinzu kommen ein SD-Kartenleser und diverse Audioanschlüsse. Als Betriebssystem ist Windows 10 vorinstalliert.

Wie für den Verkauf über Aldi typisch, kommen alle drei System von Medion mit einer von zwei auf drei Jahre erweiterten Herstellergarantie in den Handel.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.