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Asus ProArt PA32UCG: Mini-LED-Monitor unterstützt schon DisplayHDR 1400

Michael Günsch 41 Kommentare
Asus ProArt PA32UCG: Mini-LED-Monitor unterstützt schon DisplayHDR 1400

Für den professionellen Einsatz plant Asus einen neuen Monitor, dessen Eckdaten aufhorchen lassen. Der ProArt PA32UCG soll eine Spitzenhelligkeit von 1.600 cd/m² und ein Kontrastverhältnis von einer Million zu eins bieten. Dabei hilft das Mini-LED-Backlight mit 1.152 Zonen. Der Monitor ist einer der ersten mit DisplayHDR 1400.

Enorme Helligkeit für DisplayHDR 1400

Der PA32UCG erfüllt mit seinen Spezifikationen die Anforderungen des VESA-Standards DisplayHDR 1000 mit Leichtigkeit. Für solche besonders leuchtstarken Monitore hat die VESA sogleich einen neuen Standard auserkoren: Laut Asus ist der ProArt PA32UCG der erste Monitor, der die Anforderungen von DisplayHDR 1400 erfüllt.

Asus ProArt PA32UCG mit DisplayHDR 1400
Asus ProArt PA32UCG mit DisplayHDR 1400

Die genauen Kriterien für den Standard liegen noch nicht vor, doch ist dem Namen nach eine kurzfristig und für einen kleinen Bereich mögliche Spitzenhelligkeit von 1.400 cd/m² eine der Bedingungen. Asus nennt für den PA32UCG sogar bis zu 1.600 cd/m² bei zehn Prozent weißer und sonst schwarzer Bildfläche. Dauerhaft und über die ganze Bildfläche hinweg sollen immer noch hohe 1.000 cd/m² möglich sein. Die Helligkeitswerte entsprechen dem Apple Pro Display XDR, das diesen Herbst auf den Markt kommen soll.

IPS-Panel mit 4K UHD, echten 10 Bit und Delta E <1

Der Asus-Monitor besitzt ein IPS-LCD-Panel mit 32 Zoll und liefert 4K UHD mit 3.840 × 2.160 Bildpunkten, was eine Pixeldichte von 138 ppi bedeutet. Die Bildwiederholrate gibt Asus mit 120 Hz an. Zudem ist von einer variablen Refresh-Rate im Bereich von 48 Hz bis 120 Hz die Rede. Das Panel soll echte 10 Bit Farbtiefe bieten, also nicht auf 8 Bit plus FRC zurückgreifen. Dank Quantum-Dot-Einsatz beim Backlight wird ein großes Farbspektrum möglich: Den DCI-P3-Farbraum soll der Monitor zu 100 Prozent abdecken. Dass dies ein hoher Wert ist, verdeutlicht der Blick in den ComputerBase-Preisvergleich, in dem derzeit nur eine handvoll Monitore mit 99 % DCI-P3 eingestuft sind.

Die Ambitionen für farbkritische Aufgaben im Profibereich werden auch mit einer hohen Farbpräzision unterstrichen, denn ab Werk ist der Monitor auf einen Farbabstand von Delta E < 1 kalibriert. Ferner werde das Produkt auf eine möglichst gleichmäßige Helligkeitsverteilung in 25 Zonen (5×5) geprüft.

Mini-LEDs für FALD in 1.152 Zonen

Die enorme Leuchtkraft erzeugt ein spezielles Backlight. Dabei handelt es sich um die noch relativ junge Mini-LED-Technik mit kleineren Leuchtdioden, die dafür in höherer Anzahl eingesetzt werden. Diese sind beim ProArt PA32UCG auf 1.152 getrennt voneinander in der Helligkeit regulierbare Leuchtzonen aufgeteilt, das Full Array Local Dimming (FALD) ist also aufwendig umgesetzt. Die Elektronik wird dabei von einem Lüfter aktiv gekühlt.

1.000.000:1 Kontrast für HDR-Profis

In Verbindung mit der hohen Leuchtkraft soll der Monitor ein Kontrastverhältnis von einer Million zu eins erreichen, was einen Spitzenwert für LCD-Monitore bedeutet und dem Wert des HDR-Referenzmonitors Eizo Prominence CG3145 entspricht.

Für HDR-Produktionen bringt auch der PA32UCG Funktionen mit: Bei der Präsentation sprach Asus von „multiple HDR PQ curves“, die für das Tone-Mapping beim HDR-Mastering benötigt werden. Als PQ-Kurven wurden konkret PQ1400, PQ Optimized und PQ Basic genannt. Ersteres ist für HDR-Inhalte mit einer Helligkeit von bis zu 1.400 cd/m² bestimmt, letzteres dient der Arbeit mit HDR-Inhalten für Monitore mit geringerer Leuchtkraft im Bereich von 300 bis 400 cd/m². Der Monitor sei außerdem von der HDR Gaming Interest Group zertifiziert, unterstütze sowohl HDR10 als auch Dolby Vision und HLG (für TV) und trage das UltraHD-Premium-Zertifikat.

Marktstart Anfang 2020 zum unbekannten Preis

Gegenüber dem auf der CES 2019 gezeigten ProArt PA32UCX als Prototyp eines Mini-LED-Monitors mit 1.200 cd/m², Delta E <2 und DisplayHDR 1000 geht Asus nun also noch einen Schritt weiter. Der ProArt PA32UCG soll allerdings erst im ersten Quartal 2020 auf den Markt kommen. Eine Preisvorstellung nennt Asus noch nicht genannt, doch dürfte diese noch deutlich über den rund 3.000 Euro liegen, die für den PA32UCX verlangt werden.

Zu den zahlreichen Anschlüssen gehören zweimal Thunderbolt 3, viermal HDMI 2.0, einmal DisplayPort 1.4 sowie ein USB-Hub. Weitere Eckdaten liefert die Produktseite von Asus.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Asus unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.