Intel SSD 665p: Nachfolger der 660p ist im Benchmark deutlich schneller

Michael Günsch 52 Kommentare
Intel SSD 665p: Nachfolger der 660p ist im Benchmark deutlich schneller
Bild: Legit Reviews

In Südkorea hat Intel die Leistung der kommenden Mainstream-SSD 665p mit 96-Layer-QLC-NAND demonstriert. Im CrystalDiskMark zeigten sich klare Vorteile gegenüber der SSD 660p mit 64-Layer-QLC-NAND, obwohl der Controller der gleiche sein soll.

Bevor Intel voraussichtlich im kommenden Jahr die neue Speichergeneration mit 144-Layer-QLC-NAND herausbringt, steht zunächst ein SSD-Update mit dem Vorgänger an. Die Intel SSD 660p war die erste SSD für Privatkunden, die QLC-Speicher mit vier Bit pro Speicherzelle nutzt. Dabei setzt Intel auf 64-Layer-QLC-NAND und den SM2263EN-Controller von Silicon Motion.

Intel SSD 660p und SSD 665p nebeneinander
Intel SSD 660p und SSD 665p nebeneinander (Bild: Legit Reviews)

Die jetzt angekündigte Intel SSD 665p erhält ein Speicherupgrade auf 96-Layer-QLC. Die M.2-SSD mit PCIe 3.0 x4 und DRAM-Cache entspricht sonst weitgehend dem Vorgänger, wie Fotos von Legit Reviews zeigen.

Intel SSD 665p gegen 660p im Benchmark

Dennoch zeigen Intels eigene Benchmarks einen deutlichen Leistungszuwachs bei sequenziellen wie wahlfreien Transfers mit kleiner Befehlswarteschlange, wie sie im Alltag vorherrschen. Das sequenzielle Lesen und Schreiben verrichtete das Muster der SSD 665p mit 1 TB in einer Beta-Version des CrystalDiskMark mit jeweils mehr als 1.800 MB/s. Die SSD 660p wurde von Intel unter angeblich gleichen Bedingungen mit nur rund 1.200 MB/s lesend und 1.300 MB/s schreibend gemessen. Ebenso einen beachtlichen Vorsprung lieferte die SSD 665p beim wahlfreien Lesen und Schreiben.

Intel SSD 665p 1 TB im CrystalDiskMark 7 Beta2
Intel SSD 665p 1 TB im CrystalDiskMark 7 Beta2 (Bild: Legit Reviews)
Intel SSD 660p 1 TB im CrystalDiskMark 7 Beta2
Intel SSD 660p 1 TB im CrystalDiskMark 7 Beta2 (Bild: Legit Reviews)

Beim Vergleich mit unabhängigen Tests der SSD 660p sind die Testeinstellungen zu beachten. Denn mit vielen Threads und hoher Befehlswarteschlange (Queue Depth) erreicht auch die 660p bis zu 1.800 MB/s, doch wurden in Intels Demo nur ein Thread und QD1 verwendet, was im privaten Alltag häufiger anzutreffen ist.

Getestet wurde im SLC-Cache

Bei dem Benchmark ist aber zu beachten, dass dieser nur mit einer Transfergröße von 1 GB durchgeführt wurde. Somit passen die Daten problemlos in den SLC-Cache der SSDs. Wie die Schreibleistung der 665p ausfällt, wenn der SLC-Zwischenspeicher erschöpft ist, verrät die Demo somit nicht. Die 660p schreibt nach dem Cache nur noch mit HDD-Geschwindigkeit. Allerdings fasst der dynamische Zwischenspeicher bei einer zu 80 Prozent mit Daten gefüllten 660p mit 1 TB immerhin noch 12 GB, sodass dieses Szenario eher selten eintreffen dürfte. Wie groß der SLC-Cache bei der 665p ausfällt und wie sie sich jenseits des Schreibpuffers schlägt, gilt es aber abzuwarten.

665p soll „bald“ erscheinen

Intel hat noch keinen konkreten Termin für den Marktstart der 665p genannt, lässt aber mit „coming soon“ ein baldiges Erscheinen vermuten. Ebenso bleibt abzuwarten, ob der neue Flash-Speicher mit höherer Speicherdichte auch Kostenvorteile für Kunden bedeutet. Der Vorgänger 660p zählt mit rund 100 Euro pro Terabyte bereits zu den derzeit günstigsten PCIe-M.2-SSDs.