Nikon: Z50 für den Einstieg, Nikkor Z 58 MM 1:0,95 S NOCT für Profis

Jan Lehmann 49 Kommentare
Nikon: Z50 für den Einstieg, Nikkor Z 58 MM 1:0,95 S NOCT für Profis
Bild: Nikon

Ohne große Vorankündigung präsentiert Nikon einen neuen Ableger aus seiner spiegellosen Z-Serie. Mit der Z50 wird diese um eine Einsteigerkamera mit APS-C-Sensor ergänzt. Zusätzlich nennt Nikon Details zum Nikkor Z 58 MM 1:0,95 S NOCT, welches sich mit einem Preis von 9.000 Euro nahezu ausschließlich an Profis richtet.

Spiegelloser Einstieg

Auf die Vollformatmodelle Nikon Z6 und Z7 folgt mit der Z50 ein DX-Ableger mit einem Crop-Faktor von 1,5. Die Nikon Z50 löst mit 20,9 Megapixeln auf, sodass angenommen werden kann, das der Sensor aus der Nikon D500 respektive der D7500 stammt. Der ISO-Bereich liegt bei 100 bis 51.200. Als Bildprozessor kommt wie bei der Z6 und Z7 ein Expeed 6 zum Einsatz. Der hybride Autofokus arbeitet mit 209 Messfeldern, die rund 90 Prozent des Bildausschnitts abdecken. Einen internen Bildstabilisator besitzt die Z50 nicht, sodass dieser über das angelegte Objektiv realisiert wird.

Nikon Z50
Nikon Z50
Nikon Z50
Nikon Z50 (Bild: Nikon)

Hinsichtlich der Serienbildgeschwindigkeit positioniert sich die Z50 mit bis zu elf Bildern pro Sekunde zwischen den beiden größeren Modellen. Videoaufnahmen sind in UHD-Auflösung mit 30p möglich. Die Z50 setzt auf den neuen Z-Flansch, sodass alle Objektive der Z-Serie ohne Adapter genutzt werden können und entsprechend des Crop-Faktors verlängert werden. Für das DX-Format am Z-System stellt Nikon indes eine eigene Objektivreihe vor. Erste Ableger sind die Objektive Nikkor Z DX 16–50 MM 1:3,5–6,3 VR und Nikkor Z DX 50–250 MM 1:4,5–6,3 VR.

Die Nikon Z50 soll ab Mitte November zum Preis von 949 Euro erhältlich sein. Zusammen mit dem Nikkor Z DX 16–50 MM 1:3,5–6,3 VR werden 1.099 Euro fällig. Zusammen mit beiden Objektiven werden 1.339 Euro aufgerufen. Nur das Kameragehäuse mitsamt dem FTZ-Bajonettadapter für Nikon-F-Objektive soll 1.099 Euro kosten.

Lichtstarke Festbrennweite der Superlative

Zur Ankündigung der Z6 und Z7 vorgestellt, nennt Nikon zur Vorstellung der Z50 weitere Details zum Nikkor Z 58 MM 1:0,95 S NOCT. Aufgrund des neuen, größeren Z-Mounts und durch den Wegfall des Spiegels, wodurch die Flanschtiefe auf 16 Millimeter steigt, ist es Nikon nunmehr möglich besondere Objektive zu konstruieren. Das Nikkor Z 58 MM 1:0,95 S NOCT ist eines davon und besticht durch seine Offenblende von f:0,95.

NIKKOR Z 58 MM 1:0,95 S NOCT
NIKKOR Z 58 MM 1:0,95 S NOCT (Bild: Nikon)

Der spezielle Nameszusatz „NOCT“ (Nocturne) steht für „nächtliche Kunst“ und soll darauf deuten, dass das Objektiv seine optimale Schärfe bereits bei offener Blende ausspielen kann. Das neue Nikkor Z 58 MM 1:0,95 S NOCT ist dabei eine Neuauflage des Noct-Nikkor 58 mm 1:1,2 aus dem Jahre 1977.

Das Objektiv setzt auf einen manuellen Fokus und bietet zudem ein kleines OLED-Display, das über Blende, Entfernungseinstellung und Tiefenschärfe informiert. Am unteren Einstellring können zudem unter anderem Blende und Belichtungskorrektur eingestellt werden. Einer zusätzlichen Funktionstaste können außerdem verschiedene Funktionen zugewiesen werden.

Schwergewicht für 9.000 Euro

Das Objektiv wiegt rund zwei Kilogramm – im Vergleich wirkt das Nikon AF-S 58mm 1.4G mit rund 385 Gramm wie ein Fliegengewicht. Das Nikkor Z 58 MM 1:0,95 S NOCT soll ab Anfang November verfügbar sein. Als Preis ruft Nikon rund 9.000 Euro auf, was jedoch nicht verwundert; ein vergleichbares Leica-Objektiv (Leica 50 mm 1:0,95 Noctilux-M) kostet rund 10.000 Euro. Das seltene und mechanische Canon 50 mm f/0,95 wird auf eBay für rund 4.000 Euro gehandelt.