Windows 7: Extended Security Updates bis Januar 2023 ausgeweitet

Sven Bauduin 124 Kommentare
Windows 7: Extended Security Updates bis Januar 2023 ausgeweitet

Am 14. Januar 2020 endet der Support für Windows 7 auf Desktop-PCs. Unternehmen erhalten Security Updates nun bis Januar 2023 von Microsoft. Wie das Unternehmen bekanntgab, wird es die kostenpflichtigen Extended Security Updates (ESU) auf Unternehmen jeder Größe ausweiten.

Microsoft sieht viele Unternehmen „auf dem richtigen Weg, Windows 10 bereitzustellen“, aber „Microsoft wisse, dass sich jedes Unternehmen an einem anderen Punkt im Aktualisierungsprozess befinde“ und möchte diesem Umstand nun Rechnung tragen.

Kostenpflichtige Updates bis 2023

Vor diesem Hintergrund gibt Microsoft bekannt, dass die Verfügbarkeit kostenpflichtiger Windows 7 Extended Security Updates (ESU) bis Januar 2023 auf Unternehmen jeder Größe ausgeweitet wird. Bisher war Windows 7 ESU nur für Windows 7 Professional und Windows 7 Enterprise im Rahmen der Volumenlizenzierung verfügbar. Der Support für Windows 7 auf privaten Desktop-PCs endet bereits am 14. Januar 2020.

Ab dem 1. Dezember 2019 können Unternehmen jeder Größe die Extended Security Updates (ESU) über das CSP-Programm (Cloud Solution Provider) erwerben und sich während dieser Zeit „auf den Weg zu Windows 10 machen“, so Microsoft. Spätestens Ende Januar 2023 ist dann auch für Unternehmen Schluss und das Kapitel Windows 7 wird endgültig geschlossen, funktionale Updates gibt es für Windows 7 bereits seit dem 13. Januar 2015 nicht mehr.

Aktuelle Hardware bleibt außen vor

Windows 7 arbeitet bereits heute nur noch sehr eingeschränkt auf aktueller Hardware und wenn, dann nur über Umwege. So bieten AM4-Mainboards nur noch USB 3.0 ohne Legacy Support an, während die Installationsroutine von Windows 7 seinerseits aber kein USB 3.0 beherrschte, USB-Ports und damit Tastatur und Maus sind funktionsuntüchtig und setzen einen Workaround voraus. Zudem erhalten Architekturen, die keine Funktionsupdates mehr erhalten, auch keine Sicherheitsupdates mehr – auch nicht für kritische Sicherheitslücken. Auch hier ist ein Workaround erforderlich, der zudem von kurzer Dauer sein kann.

Für Unternehmen stellen die Extended Security Updates (ESU) zumindest bis Anfang 2023 eine Art Gnadenfrist dar, Privatanwender sollten mittlerweile längst den Wechsel zu Windows 10 oder einem alternativen aktuellen Betriebssystem vollzogen haben.