Instant Ink: HP sperrt Druckerpatrone bei Kündigung des Services

Sven Bauduin 460 Kommentare
Instant Ink: HP sperrt Druckerpatrone bei Kündigung des Services
Bild: HP

HP sperrt die im Drucker installierten Patronen, nachdem Kunden den Abo-Service Instant Ink gekündigt haben, selbst bei vollen Tintentanks, und macht diese so vorerst unbrauchbar. Diese Erfahrung teilt ein Nutzer via Twitter. Der Hersteller selbst hat dafür indes eine ganz einfache Erklärung und ist im Recht.

HP sperrt Patronen aus der Ferne

Wie Ryan Sullivan angibt, habe er sein Abonnement in Höhe von 4,99 US-Dollar pro Monat für HP Instant Ink nach über einem Jahr Nutzung gekündigt, da er nicht wusste, wofür er überhaupt bezahlt. Der nächste Druckvorgang brachte Klarheit – die noch nahezu vollen Druckpatronen waren von HP gesperrt worden.

Vorgehen laut Nutzungsbedingungen legitim

In mittlerweile über 3.000 Kommentaren äußern andere Nutzer ihr Unverständnis und berichten, ähnliche Erfahrungen mit dem Tinten-Abonnement von HP gemacht zu haben. HP selbst sieht sich allerdings im Recht und ist es auch, denn in den offiziellen Nutzungsbedingungen des Tinten-Abonnements ist dies eindeutig geregelt.

Ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie die ersten Druckerpatronen einsetzen, die Sie mit Ihrem Instant Ink Begrüßungspaket erhalten haben, werden diese als Instant Ink Patronen betrachtet und sind zudem nach Ablauf des aktuellen Abrechnungszeitraums in Ihrem Drucker nicht mehr verwendbar.

Nutzungsbedingungen von HP Instant Ink

Was das bedeutet, erklärte HP-Sprecher Heiko Witzke gegenüber Golem:

Der Kunde bezahlt pro ausgedruckte Seite. Die Tintenpatronen bleiben Eigentum von HP.

Heiko Witzke, HP

HP nimmt Patronen nach Kündigung zurück

Auch wenn Ryan Sullivan somit nicht bewusst war, dass er ein Abo für die Tinte seines Druckers abgeschlossen hat, endet das Nutzungsrecht daran mit der Kündigung von HP Instant Ink. Dass dabei gegebenenfalls auch volle Tintenpatronen gesperrt werden, sorgt im Netz aber für Verwunderung.

Aus ökologischer Sicht ist der Aufschrei allerdings ungerechtfertigt, denn HP verlangt die Druckerpatronen nach Beendigung des Abo-Service zurück. Auch das geht aus den Nutzungsbedingungen hervor, welche auch das Recycling der Patronen durch den Hersteller zusichern.