Quartalszahlen: Das iPhone 11 ist für Apple ein Riesenerfolg

Nicolas La Rocco 179 Kommentare
Quartalszahlen: Das iPhone 11 ist für Apple ein Riesenerfolg

Im traditionell starken ersten Quartal des Jahres hat Apple den höchsten Umsatz und Gewinn in der Firmengeschichte vorgelegt. Verantwortlich dafür sind vor allem das iPhone 11 und iPhone 11 Pro (Test), Services und Wearables. Für das kommende Quartal gab Apple angesichts des Coronavirus eine vorsichtige Prognose ab.

Apples Umsatz im abgelaufenen ersten Finanzquartal 2020 liegt bei 91,82 Milliarden US‑Dollar (83,44 Milliarden Euro) und damit 8,9 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Es handelt sich um einen neuen Umsatzrekord in der Geschichte des Unternehmens, das zuletzt im ersten Quartal 2018 einen Rekord von 88,29 Milliarden US‑Dollar aufgestellt hatte. Einen neuen Rekord vermeldet das Unternehmen auch beim Gewinn, der mit 22,24 Milliarden US‑Dollar 11,4 Prozent höher als im Vorjahr ausfällt. Apples Bruttomarge fällt mit 38,35 Prozent hoch aus und liegt im Rahmen der Erwartung.

Coronavirus sorgt für Einschränkungen

Für das zweite Quartal erwartet Apple einen Umsatz in Höhe von 63 bis 67 Milliarden US‑Dollar. Die Prognose fällt ungewöhnlich unpräzise aus, da Apple die Auswirkungen des Coronavirus derzeit nicht abschätzen könne. Apple-CEO Tim Cook zufolge habe der Virus Apples Geschäft in China bereits massiv beeinflusst, unter anderem durch neue Reisebestimmungen, reduzierte Ladenöffnungszeiten und einen temporär geschlossenen Apple Store. Bei einigen Zulieferern aus der Region Wuhan sei es bereits zu Ausfällen gekommen. Um Mitarbeiter in China werde sich mit „Care Kits“ gekümmert.

Apples Erfolg im ersten Quartal lässt sich unter anderem auf die iPhone-11-Familie zurückführen, wenngleich mit Smartphones diesmal nicht der Rekordumsatz des ersten Quartals 2018 geschlagen werden konnte. Mit iPhones hat Apple im ersten Quartal 2020 rund 56 Milliarden US‑Dollar umgesetzt, das iPhone 11 (ohne Pro) sei Tim Cook zufolge im letzten Quartal jede Woche das meistverkaufte Apple-Smartphone gewesen.

600 Millionen Abonnenten als Ziel

Hinter dem iPhone sind Services das zweitstärkste Geschäft von Apple. Ein Umsatz von 12,72 Milliarden US‑Dollar steht für einen Sprung von knapp 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit seinen verschiedenen Diensten wie unter anderem Apple Music, Apple Arcade oder dem neuen Apple TV+ will das Unternehmen bis zum Jahresende 600 Millionen Abonnenten erreichen.

Weit vor dem Mac und iPad folgen Wearables, Home-Produkte und Accessoires mit einem Umsatz von 10,01 Milliarden US‑Dollar an dritter Position. Auch hier fällt der Sprung mit 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr groß aus. Insbesondere die etwas ältere Apple Watch Series 3 sei sehr beliebt gewesen, erklärte das Unternehmen.

Mac und iPad sind rückläufig

Mit dem Mac und iPad hat Apple allerdings auch zwei Segmente, die im Vergleich zum Vorjahr schwächeln. Der Mac kommt auf einen Umsatz von 7,16 statt 7,42 Milliarden US‑Dollar, beim iPad ist der Umsatz von 6,73 auf 6 Milliarden US‑Dollar gesunken.

Fragen zu kommenden Produkten vor allem mit Hinblick auf das zum September erwartete iPhone 12 mit 5G-Unterstützung ist Tim Cook im Conference Call ausgewichen. Global betrachtet sei der 5G-Rollout aber noch in einer frühen Phase.