Quartalsbericht: SK Hynix ist der erste DRAM-Fertiger in den roten Zahlen

Volker Rißka 45 Kommentare
Quartalsbericht: SK Hynix ist der erste DRAM-Fertiger in den roten Zahlen
Bild: SK Hynix

Es ist seit Monaten absehbar gewesen, jetzt hat es das erste Unternehmen getroffen. Der anhaltende Preisverfall bei DRAM-Chips und die bisher eher zu geringen Bemühungen der Unternehmen, etwas dagegen zu tun, hat bei SK Hynix zu einem massiven Gewinneinbruch geführt, der am Ende sogar in den roten Zahlen endete.

Auf 2,6 Milliarden Euro Gewinn folgt 90 Millionen Euro Verlust

Fast 3,4 Billionen südkoreanische Won (rund 2,6 Milliarden Euro) hat SK Hynix noch im vierten Quartal 2018 als Gewinn verbucht, im vierten Quartal 2019 steht ein Verlust von 118 Milliarden Won, umgerechnet knapp 90 Millionen Euro. Der Umsatz ging im Quartalsvergleich um 30 Prozent zurück. Zumindest im positiven konnten SK Hynix den Jahresbericht abschließen, hier brach der Gewinn von 15,5 Billionen Won auf 2 Billionen Won ein, ein Rückgang um 87 Prozent.

Seit einem halben Jahr verspricht SK Hynix bereits Änderungen in der DRAM-Produktion, doch passiert ist bisher wenig, respektive waren die Auswirkungen auch geringer als geplant, wie der Hersteller zugibt. SK Hynix nennt dabei als Gründe die fallende Nachfrage, wenngleich die Auslieferungen zuletzt wieder angezogen haben. Doch der Durchschnittspreis ging im Vergleich zum dritten Quartal des Jahres 2019 im vierten Quartal noch einmal um sieben Prozent zurück. Das wog die erhöhte Auslieferung um acht Prozent jedoch nahezu wieder auf.

The Company will carry out more prudent production and investment strategies, as complexities and uncertainties still remain much higher than in the past. As such, the Company aims to improve technology maturity rapidly in the process of technology migration and prepare for next-generation products, accelerating cost reduction.

SK Hynix

Nun soll es ein neuer Anlauf werden, die Kosten zu senken und wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Bei DRAM heißt es der Fokus wird noch mehr auf das 1y-nm-Fertigungsverfahren gerückt, zudem potenzielle Wachstumsmärkte wie LPDDR5, der ab nun Fahrt aufnimmt. Das 1z-nm-Verfahren soll ebenfalls noch 2020 die Massenproduktion aufnehmen.

Bei NAND konzentriert sich SK Hynix noch mehr auf 96-Layer-Chips, 128-Layer-Produkte sollen binnen kurzer Zeit in diesem Jahr in Serie folgen. Vor allem die SSD-Nachfrage bei SK Hynix ist zuletzt gewachsen und überstieg 30 Prozent Anteil am NAND-Umsatz. Der Großteil ist jedoch nach wie vor Flash-Speicher für Smartphones.