Quartalszahlen: Intel macht 43 Prozent mehr Umsatz mit Xeon-CPUs

Volker Rißka
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Quartalszahlen: Intel macht 43 Prozent mehr Umsatz mit Xeon-CPUs
Bild: Intel

Trotz der Coronakrise waren die Erwartungen an Intels erstes Quartal groß, hatte der CEO doch bereits eine erhöhte Nachfrage von Server- und Core-Prozessoren bestätigt. Und die Zahlen können sich sehen lassen: 34 Prozent mehr Umsatz in der Serversparte und noch 14 Prozent im PC-Segment sorgen für ein sehr gutes Quartal.

Gegenüber dem Vorjahr zuzulegen, war für Intel ein leichtes. Denn dieser Start war verhalten und trübe Aussichten begleiteten den Bericht, welches im Laufe des Jahres aber wieder deutlich positiver ausging – der Blick in die Jahrescharts zeigt dies deutlich. Und so sind die heute vorgelegten 19,8 Milliarden US-Dollar Umsatz ein deutliches Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr, deutlich sichtbarer wird das gute Quartal aber im Vergleich zum vierten Quartal, denn hier verlor man nur wenige Prozent. Auch der Gewinn stieg rasant mit an, von 4,0 auf 5,7 Milliarden US-Dollar.

Intel: Umsätze und Gewinne seit Q1/2003 -1.0003.4007.80012.20016.60021.000Millionen US-Dollar Q1/2003Q3/2003Q1/2004Q3/2004Q1/2005Q3/2005Q1/2006Q3/2006Q1/2007Q3/2007Q1/2008Q3/2008Q1/2009Q3/2009Q1/2010Q3/2010Q1/2011Q3/2011Q1/2012Q3/2012Q1/2013Q3/2013Q1/2014Q3/2014Q1/2015Q3/2015Q1/2016Q3/2016Q1/2017Q3/2017Q1/2018Q3/2018Q1/2019Q3/2019Q1/2020  Umsatz nach US-GAAP  Nettogewinn nach US-GAAP

Vor allem der Bereich Data Center mit Xeon-Prozessoren legte durch das Cloud-Geschäft extrem zu. Um über 53 Prozent stieg der Umsatz bei Cloud-Prozessoren, viele weitere Bereich zogen nach. Insgesamt wurden unterm Strich 27 Prozent mehr Prozessoren als vor einem Jahr verkauft – und das auch noch zu 13 Prozent höheren Preisen. Und selbst viele der Problembereiche wie das Speichergeschäft zogen mit, dort verbucht Intel 46 Prozent höhere Umsätze und bewegt sich so langsam und allmählich aus der Verlustzone.

Auch das Client-Geschäft lief gut, einmal mehr vor allem dank Notebooks. 14 Prozent mehr Umsatz, aber vor allem 38 Prozent mehr Gewinn im operativen Geschäft lassen Intel froh stimmen.

PC- und Notebook-Geschäft
PC- und Notebook-Geschäft (Bild: Intel)

Der Ausblick auf das Jahr bleibt bei Intel positiv, wenngleich aber auch ein wenig verhalten, was an der Börse auch aufgrund einer fehlenden Vorhersage für das Gesamtjahr mit einem Minus im Handel gezeigt wird. 18,5 Milliarden US-Dollar Umsatz erwartet Intel im zweiten Quartal – im Normalfall steigt der Umsatz jedoch gegenüber einem ersten Quartal. Neue Produkte wie Tiger Lake sollen erst ab Mitte des Jahres helfen, während Ice Lake für den Server noch im Sampling ist und eher zum Ende des Jahres eine Rolle spielen wird.