Crash Bandicoot 4: Jump'n'Run-Urgestein hüpft im Oktober durch die Zeit

Max Doll 77 Kommentare
Crash Bandicoot 4: Jump'n'Run-Urgestein hüpft im Oktober durch die Zeit
Bild: Activision

Activision setzt das Jump'n'Run-Urgestein Crash Bandicoot fort. Schon am 2. Oktober erscheint der vierte Teil der Reihe für Spielkonsolen von Sony und Microsoft. Serien-Antagonist Doctor Neo Cortex hat darin erneut den Untergang des pelzigen Protagonisten Crash geplant.

Dieses Mal setzt der Bösewicht seinen Plan allerdings aus der Vergangenheit heraus um: Nach Ende des dritten Teils reist Cortex in der Zeit zurück, um mehr davon zum Erringen totaler Herrschaft zu haben. Um die Freiheit des gesamten Universums zu bewahren, muss Held Crash deshalb Zeit und Raum bereisen, worauf der Titel „It's about time“ (dt.: Es ist Zeit) anspielt.

Neue Spielmechaniken

Um durch die Level zu hüpfen, wird Crash neue Fertigkeiten bekommen. Diese schaltet er durch das Finden von vier „Quantenmasken“ frei. Mit Hilfe der Masken können Spieler Zeit verlangsamen oder die Schwerkraft umkehren, um an Decken zu laufen. So ergeben sich neue Wege zur Gestaltung von Umgebungen und Puzzles im Spiel.

Außerdem erhält Crash die Fähigkeit, an Wänden zu laufen, auf Schienen zu skaten und an Seilen zu schwingen. Damit wird er 22 Jahre nach Crash Bandicoot 3 auf den aktuellen Genrestand gebracht. Versprochen wird außerdem Doctor Neo Cortex als spielbarer Charakter, der eine „alternative Sichtweise“ auf die Geschichte werfen soll.

Noch keine PC-Version

Für die Entwicklung von Crash Bandicoot 4 ist das Activison-Studio Toys for Bob zuständig, das seinen Durchbruch mit der Skylanders-Serie gefeiert hat. Obwohl das Crash-Remaster, die N.Sane-Trilogie, auch für den PC veröffentlicht wurde, wird die Plattform in der Ankündigung nicht erwähnt.

Genannt werden aktuell nur die PlayStation 4 und die Xbox One. Eine zeitverzögerte Portierung ist zu erwarten: Die Serie wurde mit dem Remaster bereits, wenngleich rund ein Jahr später als auf den Konsolen, auf dem PC eingeführt und damit potentiellen Kunden schmackhaft gemacht. Diese Verkaufschancen verstreichen zu lassen, wäre bei der Wiederbelebung einer alten Serie untypisch.

Update 29.06.2020 17:14 Uhr

Die Shopseite des Spiels im Microsoft-Store verrät ein Detail, das Activision in der Ankündigung ausgeklammert hat: Crash Bandicoot 4 kostet 60 US-Dollar und wird zusätzliche In-Game-Käufe anbieten. Als Kandidaten für Mikrotransaktionen kommen Booster und Skins in Frage. Nähere Angaben macht die Shopseite allerdings nicht.

Der Microsoft-Store verrät die Existenz von Mikrotransaktionen
Der Microsoft-Store verrät die Existenz von Mikrotransaktionen
Update 30.06.2020 22:32 Uhr

Über Twitter haben die Entwickler auf die durchgesickerte Shop-Seite reagiert. Toys for Bob versicherte über die Plattform, dass Crash Bandicoot 4 entgegen der Listung keinerlei Mikrotransaktionen enthalten wird. Worauf sich der für gewöhnlich korrekte Shop von Microsoft bezieht, lässt sich daher nicht sicher sagen. Unter dem Post auf Twitter wird in den Kommentaren aber noch eine weitere Klarstellung gewünscht: Die Entwickler sollen zusichern, dass auch zu einem späteren Zeitpunkt keine Zusatzkäufe eingebaut werden.

Eine solche, von Activision bereits in der Vergangenheit genutzte Taktik sichert einem Spiel positive Erstbewertungen und maximiert Verkäufe. Verluste von Spielern sind dabei nicht zu befürchten, denn wer bereits 60 Euro für ein Spiel bezahlt hat, wird diese Investition und bisherige Spielzeit nicht nach einem Patch abschreiben.