Flutter 1.17.5: Ubuntu bringt UI-Toolkit via Snap auf den Linux-Desktop

Sven Bauduin 10 Kommentare
Flutter 1.17.5: Ubuntu bringt UI-Toolkit via Snap auf den Linux-Desktop
Bild: Google

Canonical bringt das von Google entwickelte UI-Framework samt zugehörigem Toolkit via Snap auf den Linux-Desktop der Distribution Ubuntu 20.04 LTS („Focal Fossa“) und älterer Versionen des freien Betriebssystems. Mit Flutter v1.17.5 lassen sich flexible Benutzeroberflächen unabhängig von der Zielplattform realisieren.

Flutter für Ubuntu mittels SnapCraft

Die mit dem auf der Programmiersprache Dart basierenden UI-Toolkit Flutter erstellten Benutzeroberflächen lassen sich für unter Linux mit Visual Studio Code oder Android Studio erstellte Apps nutzen, die anschließend für die Verwendung unter Android und iOS sowie macOS, Windows und Linux ausgelegt werden können.

Allein über den Google Play Store sollen bereits über 80.000 Apps mit Flutter-UI veröffentlicht worden sein, wie Google in der gemeinsamen Pressemitteilung mit Canonical angibt.

Google’s goal for Flutter has always been to provide a portable framework for building beautiful UIs that run at native speeds no matter what platform you target. To validate this capability, we started by focusing on the mobile platforms, Android and iOS, where we’ve seen more than 80,000 fast, beautiful Flutter apps published to Google Play.

Google

Mit der Bereitstellung von Googles Flutter über die Snap-Paketverwaltung und den eigenen Snap-Store SnapCraft möchte Canonical das Betriebssystem Ubuntu als Zielplattform für Flutter-Entwickler etablieren.

Last year, when Google announced desktop-class application support with Flutter, Canonical saw an exciting opportunity to make Linux distributions, including Ubuntu, an attractive target platform for Flutter app developers. Flutter’s native cross-platform story is growing rapidly and Canonical wanted to be at the vanguard.

Canonical

Flutter 1.17.5, das abseits der Snap-Paketverwaltung auch als Download über die offizielle Website des Projektes verfügbar ist, wachse zurzeit rasant und soll nach dem Willen von Google mehr und mehr zum Standard für die Entwicklung zukünftiger Cross-Plattform-Apps werden. Als Beispiel führen Google und Canonical die App Flokk von Grant Skinner auf, die auf die Google-Kontaktliste zugreift und eine Integration der Entwicklerplattform GitHub sowie sozialer Medien wie Twitter bietet.

Die Kontakt-App „Flokk“ wurde mit dem Toolkit Flutter realisiert
Die Kontakt-App „Flokk“ wurde mit dem Toolkit Flutter realisiert (Bild: Google)

Flutter selbst ist in C++ geschrieben und verwendet die Dart Virtual Machine sowie die unter BSD-Lizenz für freie Software stehende Grafik-API Skia.

Mobile-, Desktop- und Web-Apps

Bei der Ausführung von Apps versucht Flutter mindestens eine Bildrate von 60 FPS respektive 120 FPS zu realisieren, wenn die Hardware dies zulässt. Neben den für die jeweilige Zielplattform kompilierten und anschließend in Dart Virtual Machine (Dart-VM) ausgeführten Mobile- und Desktop-Apps lassen sich Web-Apps per Flutter erstellen, die direkt im Browser lauffähig sind.

Weitere Informationen zu Flutter stellt Google dem Anwender in der umfangreichen offiziellen Dokumentation des UI-Entwicklerwerkzeuges zur Verfügung.