Google Pixel Buds im Test: Tolle kabellose In-Ears mit wenig Bass­fundament

Frank Hüber 54 Kommentare
Google Pixel Buds im Test: Tolle kabellose In-Ears mit wenig Bass­fundament

tl;dr: Die Google Pixel Buds machen als kabellose In-Ear-Kopfhörer unter Android fast alles richtig und überzeugen mit Qualität und Funktionen wie Auto-Play und Wireless Charging gleichermaßen. Nur beim Klang fehlt es ihnen bei weitgehend neutraler Abstimmung an Bassfundament und Klarheit.

Die Google Pixel Buds sind nach ihrer Ankündigung im Oktober 2019 ab heute in Deutschland erhältlich. Die zweite Generation von Googles kabellosen In-Ear-Kopfhörern ist anders als der Vorgänger aus dem Jahr 2017 dieses Mal komplett kabellos – auch die beiden Ohrhörer sind nicht mehr mit einem Kabel verbunden. Sie treten somit in direkte Konkurrenz zu den zahlreichen anderen kabellosen In-Ear-Modellen wie auch den Apple AirPods (Test). Eine aktive Geräuschunterdrückung (ANC) wie die Apple AirPods Pro (Test) bieten die Pixel Buds allerdings nicht.

Google legt den Pixel Buds neben den Ohrhörern und dem Ladecase ein USB-C-auf-USB-A-Ladekabel und insgesamt drei Silikon-Ohrpassstücke bei. Zudem wird eine Kurzanleitung mitgeliefert, die auf das Koppeln mit einem Smartphone und die Bedienung eingeht. Die unverbindliche Preisempfehlung der Google Pixel Buds, die ausschließlich in Weiß verfügbar sind, liegt bei 199 Euro.

Technische Daten der Google Pixel Buds

Sehr gutes Ladecase mit USB-C und Wireless Charging

Beim Ladecase der Pixel Buds muss sich Google nicht vor der Konkurrent verstecken. Neben einem USB-C-Anschluss zum Laden unterstützt es Wireless Charging und fällt mit Abmessungen von 63 × 47 × 25 mm und starken Rundungen angenehm klein aus. Das Ladecase der Google Pixel Buds konkurriert hier direkt mit dem der Apple AirPods Pro (Test), das auf Maße von 60,6 × 45,2 × 21,7 mm kommt und somit nur minimal kleiner ausfällt. Das Ladecase der Samsung Galaxy Buds+ (Test) misst hingegen 70,0 × 38,8 × 26,5 mm, ist also schmaler, aber länger.

Jeder Ohrhörer wiegt 5,3 g, womit sie angenehm leicht sind und sich im Rahmen anderer, aktuell führender Modelle bewegen, die meist zwischen 5,0 und 5,5 g liegen. Das Ladecase ist mit rund 56 g etwas schwerer als bei einigen Konkurrenten, wirkt insgesamt aber nicht nur exzellent verarbeitet und wertig, sondern liegt auch ausgezeichnet in der Hand und passt wunderbar in jede Hosentasche. Die beiden Ohrhörer halten magnetisch sicher und fallen auch bei starkem Schütteln kopfüber nicht heraus. Dennoch lassen sie sich einfach aus dem Ladecase entnehmen, da sie weit genug herausragen, um gut gegriffen werden zu können. An der Rückseite ist bündig eine Taste eingelassen, mit der der Kopplungsvorgang manuell ausgelöst werden kann, solange die Ohrhörer noch im Case liegen. Zwischen den Ohrhörern im Inneren des Ladecases ist eine kleine LED, die den Kopplungsstatus der Ohrhörer anzeigt. An der Außenseite ist zunächst unsichtbar eine LED verbaut, die den Ladestand des Cases anzeigt. Sie leuchtet beim Öffnen und beim Aufladen – orange beim Laden, weiß bei vollständiger Ladung. Mit dem Ladecase hat Google somit alles richtig gemacht und bietet das, was man von kabellosen Premium-In-Ears erwartet.

Fast 6 Stunden Akkulaufzeit mit einer Ladung

Google nennt für die Ohrhörer eine Akkulaufzeit von 5 Stunden, wobei das Ladecase weitere 19 Stunden bereitstellt, so dass – mit Unterbrechung – insgesamt 24 Stunden lang Musik wiedergegeben werden kann, bevor Ladecase und Ohrhörer wieder eine Steckdose benötigen. Im Test hielten die Ohrhörer mit einer Akkuladung bei mittlerer Lautstärke aber mit 5:50 Stunden fast 6 Stunden durch. Auch wenn dies mehr als versprochen ist, ist es dennoch nur Durchschnitt. Die Samsung Galaxy Buds+ (Test) kommen auf rund 12 Stunden mit einer einzigen Akkuladung.

Auch Schnellladen unterstützen die Pixel Buds. Nach rund 10 Minuten Aufladen reicht die Akkulaufzeit wieder für rund 2 Stunden Musikwiedergabe.

Schnelles Koppeln ab Android 6.0

Mit Fast Pair machen sich die Google Pixel Buds beim Öffnen des Ladecases bei einem Smartphone mit mindestens Android 6.0 und eingeschaltetem Bluetooth über eine Benachrichtigung zum Koppeln bemerkbar. Wird diese angetippt, wird man durch die Einrichtung der Pixel Buds geführt, die auch die Installation der Pixel-Buds-App beinhaltet. Während dieser Einrichtung werden nicht nur der Sitz und der Austausch der Ohrpassstücke erklärt, sondern auch die Bedienung über die Touchflächen. Zudem wird der Google Assistant, falls gewünscht, aktiviert.

Wird beispielsweise ein iPhone in Verbindung mit den Pixel Buds genutzt, muss das Koppeln per Bluetooth wie gewohnt über das Bluetooth-Menü des Smartphones vorgenommen werden. Einen Einrichtungsassistenten wie Fast Pair gibt es unter iOS ebenso wie die Pixel-Buds-App nicht.

Fast Pair steht allerdings nicht nur den Pixel Buds unter Android zur Verfügung. Auch andere Hersteller können diese Funktion mit ihren kabellosen In-Ear-Kopfhörern nutzen.

Verlegte Pixel Buds klingeln

Hat man die Pixel Buds verlegt, aber sind sie weiterhin über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, können sie über „Gerät suchen“ via Android-Smartphone mit Fast Pair gesucht werden, indem man sie für 20 Sekunden klingeln lässt – jeden einzeln. Ein kompatibles Android-Gerät zeigt beim Öffnen des Ladecases in der Nähe des Smartphones zudem den Ladestand der Ohrhörer und des Ladecases in einer kleinen Einblendung an – auch dies ist von den Apple AirPods und iOS bekannt.

Der Google Assistant kann rein per Sprache aktiviert werden

Der Google Assistant kann rein per Sprache über „Ok Google“ aktiviert werden, wie es Apple mit den AirPods und Siri handhabt, oder aber, indem die Touchfläche auf einem Ohrhörer gedrückt gehalten wird. Die Spracherkennung für das Aktivierungswort „Ok Google“ ist, sofern auf dem Android-Smartphone eingestellt, immer aktiv und wartet auf Ansagen des Nutzers, die auch zur Steuerung der Musik oder Lautstärke genutzt werden können. Hierfür werden zwei Beam-Forming-Mikrofone in jedem Ohrhörer eingesetzt. Über die Ohrhörer stehen alle Funktionen des Google Assistant zur Verfügung. Neben allgemeinen Anfragen können so auch Erinnerungen und Termine erstellt oder Smart-Home-Geräte gesteuert werden.

Möchte man sich Benachrichtigungen vorlesen lassen, kann ein Pixel Bud gedrückt gehalten und losgelassen werden, ohne eine Anfrage zu starten. Der Assistant liest dann alle Benachrichtigungen vor.

Wird ein iPhone verbunden, passiert hingegen gar nichts. Weder rein per Sprache noch über ein langes Drücken lässt sich Siri oder der installierte Google Assistant starten. Selbst wenn die Google-Assistant-App auf dem iPhone geöffnet ist, muss ein Sprachbefehl auf dem Display des Smartphones ausgelöst werden und kann nicht über die Ohrhörer gestartet werden.

AAC und Bluetooth 5.0 ohne Multi-Connect mit hoher Reichweite

Die Pixel Buds setzen auf Bluetooth 5.0, sollen aber eine hohe Reichweite von bis zu 100 Metern bieten. Im Test kann diese höhere Reichweite bestätigt werden, die normale In-Ear-Kopfhörer mit rund 10 Metern Reichweite deutlich übertrifft. Rund 25 Meter mit einer Wand dazwischen waren im Test kein Problem und sorgten nicht für Verbindungsabbrüche. Multi-Connect, also die gleichzeitige Verbindung mehrerer Smartphones oder Tablets mit den Pixel Buds, um jederzeit ohne Unterbrechung zwischen diesen wechseln zu können, unterstützen die Pixel Buds nicht. Es kann immer nur ein Smartphone gleichzeitig verbunden sein. Das erfolgreiche Herstellen einer Verbindung beim Entnehmen der Pixel Buds wird durch einen Signalton quittiert.

Bei den Codecs setzt Google auf SBC und AAC. HD- oder Low-Latency-Codecs beherrschen die kabellosen In-Ears nicht.

12-mm-Treiber und Umgebungsgeräuschkanal

Die Google Pixel Buds setzen auf dynamische Treiber mit einem Durchmesser von 12 mm. Angaben zum Frequenzgang der Impedanz oder der Empfindlichkeit macht Google nicht.

Um den Druck im Ohr zu reduzieren, besitzen die Pixel Buds einen Umgebungsgeräuschkanal, der zudem dafür sorgt, dass die Umgebung beim Tragen der Ohrhörer weiterhin eingeschränkt wahrgenommen werden kann. Dieser sorgt aber auch dafür, dass die passive Abschirmung der Pixel Buds vergleichsweise gering ist.

TWS-In-Ears und -Earbuds im Vergleich
Google Pixel Buds JBL Live 300TWS Sony WF-XB700 Sony WF-1000XM3 Sennheiser Momentum True Wireless 2 Samsung Galaxy Buds+ Bose SoundSport Free Jabra Elite 75t Apple AirPods Pro Apple AirPods (2. Gen.) Huawei FreeBuds 3
Akkulaufzeit Ohrhörer 5 h 6 h 9 h 8 h 7 h 11 h 5 h 7,5 h 5 h 5 h 4 h
Akkulaufzeit mit Ladecase 19 h 20 h 18 h 32 h 28 h 22 h 15 h 28 h 24 h 24 h 20 h
Wireless Charging Ja Nein Ja Nein Ja Nein/Ja Ja
ANC Nein Ja Nein Ja Nein Ja
Bluetooth-Standard 5.0 5.1 5.0 4.1 5.0 5.1 LE
Audio-Codecs SBC, AAC SBC, AAC, aptX, aptX LL SBA, AAC, SSC SBC, AAC SBC, AAC SBC, AAC SBC
USB-Typ USB-C Micro-USB USB-C Lightning USB-C
Gewicht je Ohrhörer / nur Ladecase 5,3 / 56 g 6 / 54 g 8 / 46 g 8,5 / 77 g 6,0 / 58 g 6,3 / 39,6 g 9 / 80 g 5,5 / 35 g 5,5 / 46 g 4 / 40 g 4,5 / 48 g
Zertifizierung IPX4 IPX5 IPX4 Keine IPX4 IPX2 IPX4 IP55 IPX4 Keine Keine
Preis 199 Euro 134 Euro 137 Euro 190 Euro 299 Euro 140 Euro 170 Euro 180 Euro 280 Euro 140 / 170 Euro 145 Euro

IPX4 gegen Schweiß und Regen

Vor Wasser und Schweiß sind die Ohrhörer nach IPX4 geschützt. Dies sichert einen Schutz gegen allseitiges Spritzwasser zu. Regen und Schweiß können den Pixel Buds somit nichts anhaben, untergetaucht werden sollten sie jedoch nicht.

IR-Sensoren, Gyroskop und Beschleunigungsmesser

Die Pixel Buds setzen auf je zwei IR-Sensoren an jedem Ohrhörer, von denen einer am Schaft zum Gehörgang und der andere zur Ohrmuschel gerichtet sitzt. Mit diesen wird erkannt, ob die Ohrhörer im Ohr eingesetzt sind. Neben einem Gyroskop verfügen die Pixel Buds zudem über einen Beschleunigungsmesser in den Ohrhörern zur Bewegungserkennung und zur Spracherkennung.

Sehr gute Einzelnutzung

Die Pixel Buds bieten eine vollständige Einzelnutzung, so dass jeder Ohrhörer alleine genutzt werden kann. Die Steuerung bleibt dabei unverändert, da sie ohnehin auf beiden Ohrhörern identisch ist. Wird zwischen Mono- und Stereo-Betrieb gewechselt, unterbricht die Wiedergabe kurz.

Sehr schnelle Touchsteuerung

Wie bereits erwähnt, setzen die Pixel Buds auf eine Touchsteuerung, die auf beiden Ohrhörern identisch ausfällt. Sie unterscheidet zwischen kurzem Tippen, dem Gedrückthalten und einem Wischen nach vorne und hinten.

Einmaliges Tippen startet oder pausiert die Wiedergabe. Ein Doppeltippen springt einen Track vor oder beendet einen Anruf beziehungsweise lehnt diesen ab. Dreimaliges Tippen springt einen Track zurück. Wird auf einem Ohrhörer nach vorne gewischt, erhöht dies die Lautstärke. Wird nach hinten gewischt, reduziert sich die Lautstärke. Für diese Wischgesten ist ein fester Halt der Pixel Buds in den Ohren unerlässlich, wie man beim ersten Ausprobieren mit den falschen Ohrpassstücken bemerkt, da man dann den ganzen Ohrhörer aus dem Ohr wischt. Wird ein Ohrhörer gedrückt gehalten, können Befehle an den Google Assistant gegeben werden. Auf einem Android-Smartphone werden nach dem Gedrückthalten und Loslassen die Benachrichtigungen vorgelesen.

Positiv anzumerken an der Steuerung ist nicht nur, dass sie zuverlässig funktioniert, sondern auch, dass sie sehr schnell reagiert. Beispielsweise das Springen durch die Tracks wird sofort und ohne Verzögerung umgesetzt.

Ein Anpassen der Pixel-Buds-Steuerung ist von Google allerdings nicht vorgesehen. Sie lässt sich in den Einstellungen lediglich nachlesen, aber nicht verändern.

Auto-Pause und Auto-Play

Über die bereits erwähnte Trageerkennung durch die beiden IR-Sensoren können bei den Pixel Buds Auto-Play und Auto-Pause genutzt werden. Das bedeutet, dass die Wiedergabe automatisch unterbricht, wenn man einen Ohrhörer aus dem Ohr nimmt, und automatisch fortgesetzt wird, wenn man ihn wieder einsetzt. Die Trageerkennung der Pixel Buds wird automatisch aktiviert, wenn ein Smartphone mit mindestens Android 6.0 und Fast Pair genutzt wird. Danach bleibt sie auf allen Endgeräten, also auch einem iPhone, aktiv. Nutzt man aber ausschließlich ein iPhone, kann sie nicht aktiviert werden. In der Praxis funktioniert die Trageerkennung sehr zuverlässig und ist im Alltag sehr praktisch. Wer die Pixel Buds mit einem iPhone nutzen möchte, sollte sie deshalb einmalig über ein Android-Smartphone aktivieren.

Automatische Lautstärkeanpassung unter Android

Ebenfalls nur unter Android und nicht dauerhaft aktivierbar ist hingegen eine automatische Klanganpassung der Pixel Buds. Diese sorgt bei dauerhaft lauter Umgebung für eine Anpassung der Lautstärke der Ohrhörer. Sie reagiert dabei explizit nicht auf kurze, laute Ereignisse, sondern wartet mit der Anpassung der Lautstärke, um zu prüfen, ob die Umgebung dauerhaft lauter oder leiser ist. Die automatische Klanganpassung ist ab Werk deaktiviert.

Ist die Funktion aktiviert, aber der Nutzer regelt die Lautstärke selbst manuell, wird sie vorübergehend deaktiviert, damit das automatische System die gerade gewählte Einstellung des Anwenders nicht überschreibt. Die automatische Klanganpassung aktiviert sich wieder, sobald sich die Umgebungsgeräusche deutlich verändern.

Kein Transparenzmodus

Einen Transparenzmodus, der die Umgebungsgeräusche über die Mikrofone an die Ohren des Trägers weiterleitet, bieten die Pixel Buds nicht. Aufgrund des bereits erwähnten Umgebungsgeräuschkanals ist die Abdichtung nach außen zwar geringer als bei anderen In-Ear-Kopfhörern, bei der Musikwiedergabe nimmt man seine Umgebung aber trotzdem nur noch sehr eingeschränkt wahr.

Pixel-Buds-App ohne Equalizer nur unter Android

Wird ein Android-10-Smartphone genutzt, können die Einstellungen der Pixel Buds über das Bluetooth-Menü angepasst werden. Kommt eine ältere Android-Version zum Einsatz, kann die Pixel-Buds-App installiert werden.

In der App wird der Akkuladestand der Ohrhörer angezeigt, die Touchsteuerung erklärt und es lassen sich die beiden Funktionen zur automatischen Klanganpassung und Trageerkennung aktivieren beziehungsweise deaktivieren. Zudem kann den Pixel Buds ein individueller Name gegeben werden. Über die weiteren Einstellungen können automatische Firmware-Updates aktiviert werden, die sich aber selbst bei gefundenem Update nicht manuell starten lassen. Die Ohrhörer aktualisieren sich irgendwann alleine im Hintergrund. Im Test war Firmware-Version 225 aufgespielt, das verfügbare Update aktualisierte sie auf Version 296. Zudem bietet die App an dieser Stelle Zugriff auf die Hilfe, die Seriennummern der Geräte, die Anpassungen zu E-Mail-Benachrichtigungen und das Senden von Diagnosedaten an Google.

Einen Equalizer, mit dem der Klang der Ohrhörer angepasst und idealerweise in Profile auf den Ohrhörern selbst gespeichert werden kann, damit diese auf allen Endgeräten unabhängig vom Betriebssystem zur Verfügung stehen, bietet Google nicht.

Unter iOS gibt es keine Einstellungen und keine Updates

Auf einem iOS-Endgerät gibt es weder die Pixel-Buds-App, noch können über das Bluetooth-Menü Einstellungen angepasst oder gar Firmware-Updates durchgeführt werden. Auch in diesem Punkt ist die Nutzung unter iOS somit eingeschränkt – wie man es andersherum auch von den AirPods unter Android kennt.

Angenehmes Tragegefühl, lockerer Halt

Google hatte schon zur Ankündigung versprochen, dass die neuen Pixel Buds angenehmer im Ohr sitzen sollen, da dies beim Vorgänger häufig kritisiert wurde. Anders als bei den AirPods von Apple sitzen die Pixel Buds ähnlich den Amazon Echo Buds nahezu vollständig im Ohr und weisen keinen Stiel auf, der nach unten herausragt. Die Abmessungen der Pixel Buds betragen 20,5 × 19,5 × 18,2 mm ohne Silikoneinsatz und ohne den flexiblen Stabilisierungsbogen, der den Halt verbessern und gleichzeitig den Druck auf den Gehörgang reduzieren soll. Dieser ist zudem fest mit dem Ohrhörer verbunden und lässt sich nicht gegen eine andere Größe austauschen.

Die Bauweise der Pixel Buds ist im Vergleich zur Konkurrenz relativ flach. Sie ragen nur etwas aus den Ohren heraus, weshalb sie auch unter Mützen recht gut getragen werden können.

Im Test erweisen sich die Pixel Buds als sehr angenehm im Ohr, wobei sie wenig Druck ausüben und weniger tief in den Gehörgang eindringen als viele andere Ohrhörer. Durch den Umgebungsgeräuschkanal wird merklich Druck aus dem Ohr genommen. Ein absolut fester Halt ließ sich mit den drei Silikonpassstücken beim Tester auf dem rechten Ohr nicht erzielen. Je nach persönlichem Sitz sind sie für Sport somit unter Umständen nur eingeschränkt nutzbar.

Das von einigen Nutzern in den USA kritisierte Drücken des Stabilisierungsbogens konnte beim Tester nicht nachvollzogen werden – allerdings ist das Tragegefühl aufgrund sehr individueller Ohrformen auch sehr verschieden und ein rein subjektiver Aspekt.

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