Netatmo Videotürklingel: Mit HomeKit und microSD ohne Abo für 300 Euro

Frank Hüber
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Netatmo Videotürklingel: Mit HomeKit und microSD ohne Abo für 300 Euro
Bild: Netatmo

Schon zur CES 2019 hatte Netatmo eine Video-Türklingel mit HomeKit gezeigt, die ursprünglich im zweiten Halbjahr 2019 in den Handel kommen sollte. Nach einer einjährigen Verzögerung kommt die Smarte Videotürklingel nun am 28. September für eine unverbindliche Preisempfehlung von 299,99 Euro in den Handel.

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Anpassbare Benachrichtigungen und Warnungen

Klingelt jemand an der Tür, erhält man eine Benachrichtigung auf dem Smartphone und kann auf den Besuch mit einem Videoanruf reagieren – beispielsweise um dem Paketboten zu bitten, das Paket abzustellen. Die Smarte Videotürklingel sichert auch den Eingangsbereich des Zuhauses. Sie benachrichtigt den Benutzer mit der Benachrichtigung „Person erkannt“ in der App, wenn sich eine Person über einen längeren Zeitraum im Eingangsbereich aufhält. Zeitgleich wird ein Video des Ereignisses aufgenommen. Durch KI-Algorithmen kann das Produkt zwischen Personen und unbedeutenden Bewegungen unterscheiden. Sollte jemand versuchen, die Videotürklingel zu deaktivieren oder zu entfernen, wird der Benutzer ebenfalls darüber informiert.

Um nicht ständig informiert zu werden, kann der Nutzer in der App den Erkennungsbereich einschränken. Dabei müssen lokale Gesetze, wie sie etwa in Deutschland zu Aufnahmen des öffentlichen Straßenverkehrs gelten, vom Nutzer selbst beachtet werden. Mit „Alert Zones“ kann der Benutzer für die Personenerkennung spezielle auf sein Zuhause angepasste Bereiche definieren, so dass Benachrichtigungen nur dann gesendet werden, wenn Ereignisse in diesen Bereichen auftreten.

Verkabelte Installation

Die Video-Türklingel ist als Ersatz für die vorhandene normale Türklingel gedacht und verbindet sich mit dem WLAN des Nutzers. Gesteuert wird sie über die Netatmo-Security-App. Dafür bedarf es einer verkabelten Türklingel, wobei die Video-Türklingel mit allen elektrischen Installationen von 8 bis 24 Volt und mit 230 Volt kompatibel ist. Über ein Online-Tool sollen Interessenten vorab die Kompatibilität prüfen können.

Kein Abonnement, Aufnahmen auf microSD-Karte

Die Videotürklingel bietet alle Funktionen ohne zusätzliches Abo, einschließlich der Videospeicherung. Die Nutzung der Türklingel und der Zugriff auf Daten ist weder mit einem Abonnement noch mit zusätzlichen Kosten verbunden. Die Videos und die Historie der empfangenen Signale werden lokal auf einer internen microSD-Karte gespeichert, die gegen eine einfache Entnahme geschützt und verschlüsselt ist. Sie können aber auch automatisch in ein Dropbox-Konto oder auf einen FTP-Server etwa auf einem NAS des Nutzers übertragen werden. Dies geschieht immer dann automatisch, wenn eine Aufnahme beendet wurde.

Um die Datenübertragung zum Smartphone des Benutzers zu sichern, verwendet die Videotürklingel eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Nun auch mit IP44-Zertifizierung

Eine Nanofolie auf dem PCB soll die wichtigen Komponenten vor Regen, Schnee, Feuchtigkeit, Staub und Schmutz schützen. Inzwischen trägt die Videotürklingel auch eine IP44-Zertifizierung, die sie zur CES 2019 noch nicht aufwies, ihr aber Schutz gegen allseitiges Spritzwasser bescheinigt.

Änderungen auch bei der Kamera

An der 1080p-Kamera mit HDR und Nachtsicht hat sich das Sichtfeld geändert. War sie zur CES 2019 noch mit 160-Grad-Weitwinkelobjektiv angekündigt, ist es nun ein 140-Grad-Weitwinkelobjektiv geworden. Die HDR-Funktion der Kamera passt sich Lichtveränderungen an und soll bei allen Lichtverhältnissen gut zu erkennende Bilder liefern. Nachts schaltet sie in den Infrarot-Nachtsicht-Modus.

Automatisierungen mit HomeKit

Der Nutzer kann auch Automatisierungen in der Home-App erstellen, um seine Video-Türklingel mit anderen HomeKit-fähigen Produkten zu verbinden. So können sich beispielsweise die Außenleuchten automatisch einschalten, wenn die Video-Türklingel von Netatmo jemanden erkennt. Zudem kann man sich per Sprachbefehl ein Echtzeit-Video der Videotürklingel von Siri zeigen lassen.

Update 21.09.2020 18:44 Uhr

Die Funktion, Aufnahmen auf ein Dropbox-Konto oder auf einen FTP-Server zu übertragen, ist aktuell noch nicht verfügbar und soll später folgen, wie ComputerBase nun von Netatmo erfahren hat.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Netatmo unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühest mögliche Veröffentlichungszeitpunkt.