Hitman 3 im Test: CPU-Benchmarks und der Adrenalin 21.1.1

 3/4
Wolfgang Andermahr et al.
175 Kommentare

CPU-Benchmarks auf meist hohem Niveau (Update)

AMDs neue Zen-3-Architektur ist zwar generell sehr schnell in Spielen, so zügig wie in Hitman 3 dann aber doch eher selten: Selbst Intels Core i9-10900K ist in 1.920 × 1.080 auf einer voll ausgefahrenen Asus GeForce RTX 3090 Strix OC (maximiertes Power Limit) chancenlos gegenüber der Ryzen-5000-Serie. Selbst das kleinste Modell, der Ryzen 5 5600X, liefert 5 Prozent mehr Durchschnitts-FPS und 4 Prozent bessere Perzentil-FPS als Intels Consumer-Flaggschiff. AMDs schnellstes Modell, der Ryzen 9 5950X, legt noch einmal ein gutes Stück oben drauf und rechnet schlussendlich 17 respektive 16 Prozent zügiger als der Core i9.

CPU-Tests auf einer Asus RTX 3090 Strix OC – 1.920 × 1.080
  • FPS, Durchschnitt:
    • AMD Ryzen 9 5950X (16K/32T)
      128,7
    • AMD Ryzen 9 5900X (12K/24T)
      124,7
    • AMD Ryzen 7 5800X (8K/16T)
      121,1
    • AMD Ryzen 5 5600X (6K/12T)
      116,2
    • Intel Core i9-10900K (10K/20T)
      110,3
    • Intel Core i9-9900K (8K/16T)
      98,5
    • AMD Ryzen 9 3900XT (12K/24T)
      98,3
    • AMD Ryzen 5 3600 (6K/12T)
      96,2
    • Intel Core i7-8700K /6K/12T)
      94,3
    • Intel Core i5-8400 (6K/6T)
      91,3
    • Intel Core i7-7700K (4K/8T)
      84,6
    • AMD Ryzen 7 2700X (8K/16T)
      81,6
    • AMD Ryzen 5 2600X (6K/12T)
      78,1
    • Intel Core i3-9100 (4K/4T)
      74,7
    • AMD Ryzen 7 1800X (8K/16T)
      72,1
    • AMD Ryzen 5 1600X (6K/12T)
      67,8
  • FPS, 0,2% Perzentil:
    • AMD Ryzen 9 5950X (16K/32T)
      82,9
    • AMD Ryzen 9 5900X (12K/24T)
      81,8
    • AMD Ryzen 7 5800X (8K/16T)
      80,7
    • AMD Ryzen 5 5600X (6K/12T)
      74,3
    • Intel Core i9-10900K (10K/20T)
      71,6
    • AMD Ryzen 9 3900XT (12K/24T)
      65,7
    • Intel Core i9-9900K (8K/16T)
      64,5
    • AMD Ryzen 5 3600 (6K/12T)
      61,6
    • Intel Core i5-8400 (6K/6T)
      59,9
    • Intel Core i7-8700K /6K/12T)
      59,7
    • Intel Core i7-7700K (4K/8T)
      55,0
    • AMD Ryzen 7 2700X (8K/16T)
      53,3
    • AMD Ryzen 5 2600X (6K/12T)
      48,7
    • AMD Ryzen 7 1800X (8K/16T)
      47,4
    • Intel Core i3-9100 (4K/4T)
      45,6
    • AMD Ryzen 5 1600X (6K/12T)
      43,6

Mehr als 8 Kerne bringen in Hitman 3 nichts

Die vielen Kerne des Ryzen 9 5950X sind dabei nicht der Grund für den Vorsprung, denn mehr als 8 Kerne bringen in dem Spiel nichts mehr. Der Ryzen 7 5800X (16 Threads) legt gegenüber dem Ryzen 5 5600X (12 Threads) um 4 und 9 Prozent zu, Ryzen 9 5900X (24 Threads) und Ryzen 9 5950X (32 Threads) machen dann nur noch Mini-Schritte.

Nicht nur AMDs Zen 3 ist stark in Hitman 3 unterwegs, bereits der Vorgänger Zen 2 zeigt, dass Hitman 3 AMDs CPU-Architektur offenbar gut liegt. Der Ryzen 9 3900XT arbeitet in dem Spiel so schnell wie der Core i9-9900K, was sonst nur selten der Fall ist. Damit ist Intels aktuelles Flaggschiff 12 und 11 Prozent flotter als der Vorgänger, bei AMD beträgt das Plus 31 und 26 Prozent.

Die original Zen-Architektur fällt hingegen deutlich zurück. Der Ryzen 9 3900XT ist 20 und 23 Prozent schneller als der Ryzen 7 2700X, der wiederum 13 und 12 Prozent flotter als der Ryzen 7 1800X ist. Die ersten Ryzen-Prozessoren haben dann auch das Nachsehen gegenüber vergleichbaren Core-CPUs wie dem ehemals beliebtem Core i7-7700K, obwohl dieser mit nur 4 CPU-Kernen einen Nachteil hat.

Alle CPUs erreichen spielbare Frameraten

Selbst der Core i3-9100 und der Ryzen 5 1600X sind am Ende aber schnell genug für Hitman 3. Nicht nur die Anforderungen an die Grafikkarte sind gering, auch CPUs werden nicht allzu sehr belastet. Die langsamsten Ableger im Test liefern allerdings nur noch so gerade spielbare Werte, wirklich flüssig fühlt sich Hitman 3 damit stellenweise nicht mehr an. Bei noch langsameren Prozessoren gilt es die Details zu reduzieren.

Der Adrenalin 21.1.1 beschleunigt Hitman 3 immer (Update)

Hitman 3 läuft mit dem Adrenalin 21.1.1 auf allen Radeon-Grafikkarten schneller als mit dem Adrenalin 20.12.1. AMDs Radeon RX 580 auf Basis der alten GCN-Architektur profitiert jedoch am geringsten, der 3D-Beschleuniger liefert mit dem neuen Treiber in 1.920 × 1.080 5 Prozent bessere Durchschnitts-FPS und Perzentil-FPS. Die Radeon RX 5700 XT auf Basis von RDNA legt dagegen um 10 und 9 Prozent zu, die Radeon RX 6800 XT mit RDNA 2 um 6 und 8 Prozent.

Mit höherer GPU-Auslastung steigt auch der Leistungssprung. So liefert die Radeon RX 5700 XT in 2.560 × 1.440 erneut ein Plus von 10 Prozent durch den Adrenalin 21.1.1, während die Radeon RX 6800 XT mit plus 8 und 12 Prozent mehr zulegen kann als in Full HD. Und in 3.840 × 2.160 gibt es 10 und 12 Prozent mehr FPS bei der Radeon RX 6800 XT, die dann quasi auf dieselbe Steigerung wie die Radeon RX 5700 XT kommt.

RDNA 2 überholt Ampere

AMD-Grafikkarten auf Basis von RDNA 2 schneiden bereits mit dem alten Treiber gut in Hitman 3 ab, mit der neuen Software liegen sie noch besser da. So kann die Radeon RX 6800 XT jetzt einen knappen Rückstand gegenüber der GeForce RTX 3080 in einen Vorsprung verwandeln – sie ist mit dem Adrenalin 21.1.1 auch schneller als die Radeon RX 6900 XT mit der alten Treiberversion.

Auf das Abschneiden von SAM hat der Adrenalin 21.1.1 derweil keinen Einfluss. Das neue Resizable-Bar-Feature zeigt immer noch keine Vorteile in Hitman 3.

Auf der nächsten Seite: Spielkritik und das Fazit