PlayStation-Spiele: Gran Turismo 7 kommt 2022, Days Gone auch auf den PC

Max Doll
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PlayStation-Spiele: Gran Turismo 7 kommt 2022, Days Gone auch auf den PC
Bild: Polyphony Digital

PlayStation und PC-Gaming in einem Satz: Was noch vor einem Jahr undenkbar erschien, wird erneut möglich, denn das bislang exklusive Days Gone wird nach Horizon Zero Dawn (Test) das zweite Sony-Spiel, das auf dem PC landet. Der PlayStation bleiben allerdings das neue Gran Turismo vorbehalten, das später erscheint.

Die Ankündigungen gab PlayStation-Chef Jim Ryan in einem Interview mit dem GQ Magazine bekannt. Begründet wurde die Verschiebung von Gran Turismo 7 knapp mit der anhaltenden Pandemie, die die Entwicklung verlangsamt habe. Die Veröffentlichung soll nun im kommenden Jahr erfolgen. Verschiebungen sind für Spiele von Polyphony Digital aber nichts Ungewöhnliches.

Mehr für den PC

Dass Sony von einer reinen Exklusivstrategie abrückt, hatten Horizon Zero Dawn und weitere Äußerungen des Unternehmens schon angekündigt. Der sanfte Strategiewechsel hat sich für Sony als erfolgreich erwiesen, bestätigte Ryan, und zwar aus zwei Perspektiven: Spieler auf dem PC hätten den Titel „gemocht und gekauft“, während in der PlayStation-Community „erhebliche Ablehnung“ nicht zu beobachten war.

Dementsprechend werde Sony „weitere Schritte“ in diese Richtung gehen. Eine ganze Reihe von Spielen soll gegenwärtig portiert werden. Fortgesetzt werden die Portierungen mit dem Zombie-Survival-Spiel Days Gone, das noch im Frühjahr auf dem PC gespielt werden kann.

Ein wohlüberlegter Schritt

Dass das „Tafelsilber“ in Form von Uncharted und Co auf den PC kommt, kann als unwahrscheinlich betrachtet werden. So wie Steam für Microsoft auch ein Konkurrent der Xbox-Plattform ist, so ist der PC ein Konkurrent für Sonys PlayStation-Konsolen, mit denen der Konzern sein Geschäft macht.

In der Verbreitung von Spielen sieht Sony zwei Vorteile. Ryan führte in diesem Kontext die Möglichkeit für die PlayStation-Konsolen zu werben ins Feld, was zugleich eine Portierung aller Spiele ausschließt, da dieser Werbewert dann in sich zusammenfallen würde. Außerdem müsse Sony die „Ökonomie der Spieleentwicklung“ berücksichtigen. Sie sei mit jeder Generation gestiegen. In diesem Kontext sind die Portierungen eine zusätzliche Möglichkeit, die gestiegenen Kosten bei einzelnen Spielen aufzufangen.