Core i9-11900K und i5-11600K im Test: Benchmarks in Anwendungen

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Volker Rißka et al.
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Seit Sommer 2019 trennt ComputerBase Multi-Core-Apps respektive Benchmarks von denen, die nur einen Kern belasten. Zwei wesentliche Eigenschaften einer CPU werden damit sichtbarer.

Multi-Core-Szenarien

Acht Kerne im Jahr 2021, das klingt wie ein gehobener Einstiegsprozessor. Doch bei Intel markiert das den 539 US-Dollar teuren Maximalausbau von Rocket Lake-S. In Anwendungen, die auf viele Kerne stehen, hat die Lösung damit trotz moderner CPU-Kerne keine Chance. Und so sortiert sich der Core i9-11900K sogar noch rund 5 Prozent hinter dem Core i9-10900K ein.

Wird das Flaggschiff zudem ohne den neuen „Adaptive Boost“ oder sogar mit festen Power-Limits betrieben, sinkt die Leistung weiter ab. Bis zu 10 Prozent kann die CPU dann noch einmal einbüßen und liegt spätestens jetzt auch deutlich hinter dem AMD Ryzen 7 5800X zurück. Der Core i5-11600K beißt sich nebenbei die Zähne am AMD Ryzen 5 5600X aus.

Viele der Werte sind dabei schon ein echter Optimalfall für den neuen Intel-Prozessor, mit weniger leistungsfähiger Kühlung liegt das Ergebnis beispielsweise in Cinebench R20 schnell 2 Prozent darunter. Statt rund 6.300 Punkte sind es dann nur rund 6.200 Punkte oder weniger, wenn der „Thermal Velocity“ zum Beispiel in Folge einer zu hohen Temperatur aussteigt.

Cinebench R20 mit dem Intel Core i9-11900K
Cinebench R20 mit dem Intel Core i9-11900K

Single-Core-Szenarien

5,3 GHz mit gesteigerter IPC, in Single-Core-Szenarien kommt das sehr gut an. Und hier reicht es dann auch für Intel, um mit einem Wimpernschlag Vorsprung den einen oder anderen Test für sich zu entscheiden. Gemittelt über mehrere Anwendungen ist es am Ende jedoch ein Duell auf Augenhöhe mit AMDs schnellsten Ryzen 5000 und kein Sieg.

Desktop-Premiere: AVX-512-Last

Als erste Lösung kann Rocket Lake-S im Mainstream-Desktop mit AVX-512 aufwarten, nachdem es die Core X vor Jahren schon einmal im High-End-Bereich versucht hatten, dort aufgrund von massiven Takteinbußen beim Betrieb dieses Modus jedoch kaum Gewinne auf die Straße bringen konnten. Beim Vergleich zwischen neuem Acht-Kerner zu altem Acht-Kerner und auch Sechs-Kerner zu Sechs-Kerner wird die Leistung hingegen um beachtliche bis zu 80 Prozent erhöht.

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