Sigma fp L: 61 vollformatige Megapixel für die Hosentasche

Jan Lehmann
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Sigma fp L: 61 vollformatige Megapixel für die Hosentasche
Bild: Sigma

Auf die kleinste, spiegellose Vollformatkamera Sigma fp folgt mit der fp L schon anderthalb Jahre nach deren Vorstellung der Nachfolger. Bei gleichem „Hosentaschen-Konzept“ bietet die fp L fortan 61 Megapixel und einen verbesserten Autofokus.

Vollformat für die Hosentasche

Bei identischer Gehäusegröße von 112,6 × 69,9 × 45,3 Millimetern und einer Gewichtszunahme von nur fünf Gramm (427 Gramm) bietet die Sigma fp L einige Neuerungen gegenüber dem relativ jungen Vorgängermodell. Allen voran der neue Sensor, der statt 24 Megapixeln nun eine Auflösung von 61 Megapixeln bietet. Mit der höheren Auflösung einhergehend bietet die fp L mit einem Crop-Zoom auch ein neues Feature, das Aufnahmen kameraintern direkt beschneidet und so einen digitalen Zoom emuliert.

Weitere große Neuerung ist der hybride Autofokus, der nun auf Phasen- und Kontrastbasis arbeitet. Die Sigma fp bot hier nur letztere Fokusvariante. Der Auflösung geschuldet, sinkt jedoch die maximale Serienbildgeschwindigkeit von vormals 18 auf nun 10 Bilder die Sekunde. Videos nimmt die Sigma fp L in DCI-4K bei 24 Bildern / Sekunde, UHD bei 30 Bildern / Sekunde oder in Full-HD bei bis zu 120 Bildern / Sekunde auf. Ein besonderer Videomodus verändert auf Knopfdruck das Kamera-Interface und stellt so die wichtigsten Einstellungen und Parameter bereit. Die Streaming-Funktion mittels integrierter USB Video Class, die der Vorgänger fp seinerzeit als einzige Vollformatkamera bot, wurde dahingehend angepasst, dass die fp L keine extra Stromversorgung benötigt, sondern dies nunmehr auch via USB-C geschieht.

Der Bildschirm füllt mit seinen rund 3,1 Zoll nahezu die komplette Rückseite. Einen Sucher gibt es ebenso wenig wie einen Schwenk- oder Drehmechanismus. Ein Sucher kann jedoch optional (Sigmar EVF-11) zum Preis von rund 650 Euro via USB an die linke Gehäusepartei angeflanscht werden.

Mit L-Mount ab April

Die Sigma fp L setzt wie schon die Sigma fp auf das L-Bajonett, welches zusammen von Leica, Panasonic und Sigma bedient wird. Die Sigma fp L soll ab April zum Preis von rund 2.300 Euro den Handel erreichen. Zusammen im Bundle mit dem elektronischen Sucher EVF-11 werden knapp 2.800 Euro fällig.