Samsung PixCell LED: Kleinere Module für adaptive LED-Fahrzeugscheinwerfer

Nicolas La Rocco
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Samsung PixCell LED: Kleinere Module für adaptive LED-Fahrzeugscheinwerfer
Bild: Samsung

Samsung steigt mit „PixCell LED“ in den Markt der adaptiven LED-Fahrzeugscheinwerfer ein und will mit der Technologie viele einzeln ansteuerbare LEDs im deutlich kleineren Formfaktor für Autohersteller anbieten. Diese scheinen Interesse zu zeigen, denn Module für mehr als 300.000 Fahrzeuge seien bereits ausgeliefert worden.

Im Automotive-Segment und dort im Speziellen mit LEDs ist Samsung schon länger aktiv, heute folgt aber der Einstieg bei den adaptiven LED-Scheinwerfern – oder zumindest die öffentliche Publikmachung, denn erste, namentlich nicht genannte Autohersteller beziehen das Produkt bereits, wie erste Absatzzahlen verdeutlichen.

PixCell LED integriert laut Samsung „mehr als 100“ kleine Segmente in einen einzigen LED-Chip, wenngleich ein Datenblatt nur noch exakt 100 Segmente nennt. Diese lassen sich einzeln ansteuern, sodass mit einem hohen Fernlichtanteil zum Beispiel der Gegenverkehr ausgeblendet werden kann. Diese Technologie ist an für sich nicht neu und kommt bereits bei vielen namhaften Automobilherstellern zum Einsatz.

Bis zu 50 Prozent kleinere Scheinwerfer

Was PixCell LED aber besonders machen soll, sind die reduzierten Abmessungen. Der lichtemittierende Bereich belege im Vergleich zu konventionellen Modulen für adaptive LED-Fahrzeugscheinwerfer nur ein Sechzehntel der Fläche und führe dazu, dass die Gesamtgröße eines Scheinwerfers um 30 bis 50 Prozent reduziert werden könne, so Samsung. Dieser Fortschritt soll Fahrzeugdesignern mehr Spielraum bei der Gestaltung des Autos geben.

Samsung PixCell LED
Samsung PixCell LED (Bild: Samsung)

Mehr Lichtpixel gibt es bereits

Auf von Samsung veröffentlichten Bilder ist zu erkennen, wie die Segmente des LED-Moduls sehr nahe nebeneinander liegen. Eine „Siliziumwand“ soll Überschneidungen unterbinden und dadurch das Lichtbild respektive die Sicht des Fahrers verbessern. Ein kurzer Vergleich: Das mit dem E-Klasse W213 eingeführte Multibeam-LED-Modul von Mercedes-Benz mit 84 deutlich weiter gespreizten LEDs pro Scheinwerfer zeigt den Entwicklungsfortschritt aufseiten von Samsung auf. Mit der höchsten Auflösung oder Sonderfunktionen wie der Projektion von Hinweisen auf die Straße kann Samsung allerdings nicht werben. 1,3 Millionen Lichtpunkte pro Scheinwerfer gesteuert über ein Mikrospiegelarray wie bei der DLP-Technik in Projektoren und beleuchtet mit einer einzelnen Hochleistungs-LED gibt es etwa beim Digital Light von Mercedes-Benz.

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