i9-14900K, i7-14700K & i5-14600K im Test: Anwendungs-Benchmarks

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Testmethodik

Alle nachfolgenden Tests in Anwendungen wurden auf einem Asus ROG Z790 Maximus Hero mit aktuellem BIOS 1303, aktuellem Windows 11 und 2 × 16 GB G.Skill Trident Z5 RGB durchgeführt. Als Kühler kam ein Noctua NH-D15S mit Doppel-Lüfter-Bestückung zum Einsatz.

In den Sicherheitseinstellungen von Windows 11 war die „Kernisolierung“ (Core Isolation) aktiv, die „Speicherintegrität“ („Memory Integrity“) hingegen deaktiviert – so bleibt die Vergleichbarkeit mit älteren Testergebnissen in diesem Punkt gewahrt.

Für die Anwendungs-Benchmarks war „Speicherintegrität“ deaktiviert
Für die Anwendungs-Benchmarks war „Speicherintegrität“ deaktiviert

Neben den neuen CPUs wurden auch die direkten Vorgänger neu in Anwendungen getestet, weil die vor einem Jahr erzielten Ergebnisse nicht mehr nachvollzogen werden konnten (Details). Alle aktuellen Benchmarks sind mit dem Zusatz „10/2023“ gekennzeichnet, die alten aber weiterhin enthalten.

Multi-Core-Leistung

Im neuen Multi-Core-Benchmark von Cinebench 2024 war der Core i9-14900K nach 10 Minuten Dauerschleife zwar auch „offen“ nicht in der Lage, sich auf dem luftgekühlten Testsystem vom Vorgänger abzusetzen. Im Durchschnitt über den Multi-Core-Testparcours ist das mit 2 Prozent aber nichtsdestoweniger der Fall. Als Faustregel gilt: Je kürzer der Test, desto „deutlicher“ ist der 200 MHz höhere Multi-Core-Turbo-Takt auch in den Ergebnissen zu sehen. Im länger laufenden Blender Benchmark sind es am Ende immerhin noch 1 Prozent und damit kein Gleichstand.

Beim Core i7 bleibt die Sache hingegen dank vier mehr E-Cores klar: Er legt um 17 Prozent zu, wenn man ihn öffnet, was in diesem Fall auch einen Unterschied macht, weil er im Vergleich zum Vorgänger von mehr als 253 Watt TDP Gebrauch machen kann.

Der neue Core i5-14600K setzt sich mit 3 Prozent etwas deutlicher vom Vorgänger ab als der Core i9, kann das Taktplus aber selbst dann erreichen, wenn die Limits bei Verbrauch oder Temperatur nicht ausgereizt werden.

Multi-Core – Leistungsrating
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      67
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      67
    • Core i9-13900KS (offen)
      DDR5-5600CL38
      67
    • Core i9-14900K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      66
    • Core i9-13900K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      65
    • Core i9-14900K (253 Watt) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      65
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      63
    • Core i7-14700K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      59
    • Core i7-14700K (253 Watt) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      57
    • Ryzen 9 7900X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      53
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      52
    • Core i7-13700K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      50
    • Core i7-14700K (125 Watt) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      50
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      50
    • Core i5-14600K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      43
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      42
    • Core i5-13600K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      41
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      39
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      35
    • Ryzen 5 7600X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      30
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      29
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Weil der neue Core i9-14900K auf dem aktuellen Testsystem nicht 2 Prozent schneller ist, als der Core i9-13900K es vor einem Jahr war, bleibt der Ryzen 9 7950X weiterhin an der Spitze des Parcours. Ob auch diese CPU inzwischen nicht mehr ganz das Ergebnis aus dem Herbst 2022 erzielt, konnte ComputerBase bisher nicht prüfen.

Einen Klassensprung vollzieht wiederum der neue Core i7, der AMDs Ryzen 9 7900X mit zwölf Zen-4-Kernen überholt, was dem Vorgänger noch verwehrt geblieben war. Der Core i5-14600K baut seinen Vorsprung gegenüber dem Ryzen 7 7700X wiederum leicht aus.

Single-Core-Leistung

In den Single-Core-Benchmarks platzieren sich die neuen CPUs auf der aktuellen Plattform auch im Vergleich zu den älteren Messwerten der Vorgänger jeweils ein Stück höher. Der Core i9 bildet noch über dem KS das mit einem Wimpernschlag schnellere Topmodell in dieser Disziplin. Das in Multi-Core-Lasten zu beobachtende Verhalten, dass die 13. Gen auf dem aktuellen Windows mit aktuellem BIOS nicht mehr die bekannten Ergebnisse erzielt, ist auch in diesem Fall zu sehen. Zur konkreten Ursache oder zur Frage, ob es weitere Core-Generationen oder auch AMD Ryzen betrifft, hat die Redaktion noch keine Antwort.

Single-Core
Single-Core – Cinebench R20
    • Core i9-14900K (253 Watt) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      907
    • Core i9-14900K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      903
    • Core i9-13900KS (offen)
      DDR5-5600CL38
      895
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      880
    • Core i9-13900K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      863
    • Core i7-14700K (125 Watt) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      837
    • Core i7-14700K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      836
    • Core i7-14700K (253 Watt) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      834
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      817
    • Core i7-13700K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      806
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      798
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      795
    • Core i5-14600K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      794
    • Ryzen 9 7900X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      792
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      785
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      777
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      777
    • Core i5-13600K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      766
    • Ryzen 5 7600X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      758
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      703
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      582
Einheit: Punkte

Leistungsaufnahme in Anwendungen

Die Messung der Leistungsaufnahme erfolgt wie üblich in unterschiedichen Bereichen. Zum Einsatz kommt in den Desktop-PCs dabei stets eine diskrete Grafikkarte vom Typ RTX 3080. Raptor Lake Refresh folgt hierbei den Fußstapfen der Generation 13.

Leistungsaufnahme
Leistungsaufnahme – Leerlauf (PC)
  • Windows-Desktop:
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      46
    • Core i5-14600K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      55
    • Core i9-14900K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      56
    • Core i7-14700K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      56
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      56
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      56
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      56
    • Core i9-13900KS (offen)
      DDR5-5600CL38
      60
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      62
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      64
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      64
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      66
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      74
Einheit: Watt (W)

Die höheren Taktraten respektive zusätzlichen Kerne verbrauchen in Lastszenarien dann aber mitunter auch deutlich mehr Energie, vor allem wenn wie beim Intel Core i7-14700K beides greift. Der Verbrauch bleibt vor allem bei Last auf allen Kernen ohne Zweifel sehr hoch.

Leistungsaufnahme – Volllast (CPU Package Power)
  • Prime95 29.8 (Small FFTs max. Power/Heat):
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      81
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      115
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      133
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      135
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      142
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      172
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      196
      195 W nach TDC-Limit
    • Core i5-14600K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      209
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      238
    • Core i7-14700K (253 Watt) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      253
    • Core i7-14700K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      272
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      315
    • Core i9-13900KS (offen)
      DDR5-5600CL38
      347
    • Core i9-14900K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      364
Einheit: Watt (W)

Temperaturen in Anwendungen

Einhergehend mit dem hohen Verbrauch sind auch die Temperaturen wie zuletzt eine Herausforderung. Selbst mit besten Kühlern ist den CPUs gerade so beizukommen, das Prozedere ist seit der 12. Generation und den hohen TDPs respektive unlimitierten Betriebsmodi als Default-Einstellung bei Intel Normalität geworden. Ebenso erstaunlich bleibt dabei jedoch der Umstand, dass die Prozessoren auch immer an dieser 100-°C-Grenze vollkommen problemlos ihren Dienst verrichten. Mainboardhersteller wie MSI soll es deshalb dazu bewogen haben, die Temperaturlimits auf ihren Boards auf bis zu 115 °C heraufzusetzen, um mehr Spielraum vor allem auch beim Overclocking zu haben. Denn am Ende limitiert eben die Temperatur (wie im Test stellenweise gesehen) doch als Erstes.

CPU-Temperatur (Multi-Core-Last)
  • Prime95 29.8 (Small FFTs max. Power/Heat):
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      81,0
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      81,0
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      82,0
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      82,0
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      91,0
    • Core i5-14600K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      95,0
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      95,0
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      96,0
    • Core i9-14900K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      100,0
    • Core i7-14700K (offen) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      101,0
    • Core i7-14700K (253 Watt) 10/2023
      DDR5-5600CL38
      101,0
    • Core i9-13900KS (offen)
      DDR5-5600CL38
      101,0
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      101,0
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      101,0
Einheit: °C
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