Anno 117: Pax Romana im Test: Fazit
3/3Die PC-Version macht richtig Spaß!
Ubisoft Mainz hat abgeliefert: Ob Anno 117: Pax Romana auch spielerisch gelingt, mögen andere Magazine entscheiden, technisch ist die PC-Version aber wirklich gelungen und stellt einen großen Schritt gegenüber dem Vorgänger Anno 1800 dar. Das fängt bei der Grafikqualität an, denn das Spiel ist richtig schick geworden. Die Welten Latium und Albion wissen mit ihrem unterschiedlichen Grafik-Set zu gefallen. Es gibt wieder zahlreiche Details zu bewundern, ganz gleich, mit welcher Zoomstufe man unterwegs ist. Und die händisch erstellten Inseln lassen wieder richtig Postkarten-Feeling aufkommen. Schick!
Die Raytracing-Beleuchtung ist entscheidend für gute Grafik
Einen großen Anteil daran hat die erstmalige Unterstützung von Hardware-Raytracing, genauer gesagt der globalen Beleuchtung. Das Feature ist entscheidend für eine gute Bildqualität; ohne es verliert Anno 117: Pax Romana viel von seiner Grafikpracht. Das Besondere dabei: Ganz gleich, ob eine GeForce oder Radeon im Rechner steckt: die Raytracing-Beleuchtung kostet im Vergleich zu reiner Rasterizer-Optik gar keine bis nur geringfügig Performance und ist damit ein absolutes Must-have.
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 5060 RTX 4060 |
RX 9060 XT RX 7900 GRE |
X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5060 Ti RTX 4070 |
RX 9060 XT RX 7900 XT |
X |
| 3.840 × 2.160 | RTX 5070 RTX 4070 |
RX 9070 | X |
Die RT-Reflexionen kosten hingegen deutlich mehr Performance (auch hier verlieren AMD- und Nvidia-GPUs vergleichbar viel) und sind nicht sonderlich überzeugend. Das Problem ist, dass bei größerer Sichtweite aus Optimierungsgründen keine RT-Reflexionen genutzt werden – das Spiel setzt aber nicht die Rasterizer-Alternative ein, sondern die Reflexionen fehlen einfach völlig. Das sollte so nicht sein. Die maximale RT-Stufe lohnt sich optisch dennoch bei entsprechender GPU-Leistung, da zugleich die RT-Beleuchtung noch einmal schicker wird. Auch wenn die Optionsbeschreibung im Grafikmenü dies nicht vermuten lässt.
XeSS tut sich gegen FSR 3.1 schwer, DLSS 4 und FSR 4 sind gut
Apropos GPU-Leistung: Anno 117: Pax Romana unterstützt erstmals in der Reihe DLSS 4, FSR 4 sowie XeSS 2 – FSR 4 jedoch nur per Treiber-App. Nvidias und AMDs neuestes Upsampling zeigen den anderen Methoden wieder einmal, wo es langgeht, während FSR 3.1 und dieses Mal auch XeSS enttäuschen. Beide Varianten haben teils große Probleme, während DLSS 4 und FSR 4 im Quality-Modus hübscher als die native Auflösung aussehen. Und das ist ein Problem, denn das neue Anno benötigt durchaus eine gewisse Grafikleistung – Einsteiger-Grafikkarten sind zu langsam für die native Auflösung, in diesem Fall muss sich mit dem optisch unschönen FSR 3.1 oder XeSS arrangiert werden. Die Grafik-Presets bringen da nur bedingt Abhilfe beziehungsweise dies kostet eben auch sichtbar Qualität.
Was es dagegen leider nicht gibt, ist Frame Generation und das ist schade. Denn dessen Vorteile würde es in dem Aufbaustrategiespiel ohne die üblichen Nachteile geben. Darum empfiehlt die Redaktion auch, den Einsatz der Treiberlösungen Nvidia Smooth Motion oder AMD Fluid Motion Frames als Alternative. Sie funktionieren im Spiel richtig gut.
Radeon und GeForce sind immer vergleichbar schnell
AMD- und Nvidia-Grafikkarten schneiden bezüglich der generellen Performance vergleichbar gut ab, einen Vorteil kann sich keiner der Hersteller erkämpfen. Interessanterweise liegt den GeForce-Produkten die reine Rasterizer-Grafik besser, während den Radeons Raytracing besser schmeckt. Das gilt sowohl für die aktuellen als auch die vorherigen Generationen. Auch Intel Arc schneidet auf einem normalen Niveau ab.
Die Entwickler von Ubisoft Mainz haben mit Anno 117: Pax Romana vermutlich den größten Gegner aller Anno-Spiele besiegt: das CPU-Limit. Selbst bei einem 45-Stunden-Savegame ist nach wie vor allein die Grafikkarte für die Performance zuständig; bei einem ausgeglichenen System ist kein CPU-Limit in Sicht. Das war bei älteren Anno-Teilen so nicht möglich. Der im Test genutzte Ryzen 7 9800X3D schaffte es zum Beispiel auch nach den 45 Stunden, im Worst-Case-Szenario noch 150 FPS abzuliefern. Selbst eine GeForce RTX 5090 kommt da in Ultra HD aber nicht hin.
Die PC-Version läuft stabil
Die PC-Version von Anno 117: Pax Romana macht einen guten technischen Eindruck: Das Frame Pacing ist gut, störende Haker und Ruckler gibt es nicht. Darüber hinaus lief die Testversion stabil, in circa 25 Spielstunden hat es nur zwei Abstürze gegeben, einen beim Verstellen der Grafikoptionen und einen zweiten beim Alt-Tabben zur Windows-Oberfläche. Das ist ein gutes Ergebnis. Wer Anno 117: Pax Romana spielen möchte, kann dies also bedenkenlos auf dem PC tun.
| Anno 117: Pax Romana | Eigenschaften |
|---|---|
| Entwickler | Ubisoft Mainz |
| Publisher | Ubisoft |
| Engine | Anno-Engine |
| API | DirectX 12 |
| Nvidia Reflex | Nein |
| Nvidia Reflex 2 | Nein |
| AMD Anti-Lag 2 | Nein |
| HDR | ✓ |
| Widescreen (21:9) | ✓ (Screenshot-Vergleich) |
| Kantenglättung | TAA, MSAA |
| Temporales Upsampling | |
| Nvidia DLSS 4 Transformer | ✓ |
| Nvidia DLSS Super Resolution (SR) | ✓ |
| Nvidia DLSS Ray Reconstruction (RR) | Nein |
| Nvidia DLSS Frame Generation (FG) | Nein |
| Nvidia DLSS Multi Frame Generation (MFG) | Nein |
| AMD FSR 4 Super Resolution (SR) | ✓ (per AMD-App) |
| AMD FSR Super Resolution (SR) | ✓ |
| AMD FSR Frame Generation (FG) | Nein |
| Intel XeSS Super Resolution (SR) | ✓ |
| Intel XeSS Frame Generation (FG) | Nein |
| Native Auflösung + Upsampling | ✓ (DLAA, FSR + XeSS Native) |
| Direkt zur Upsampling-Analyse | |
| Raytracing | |
| Globale Beleuchtung | ✓ |
| Reflexionen | ✓ |
| Schatten | ✓ |
| Umgebungsverdeckung | ✓ |
| Pathtracing | Nein |
| Direkt zur Raytracing-Analyse | |
| 45 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR) | |
| WQHD | RTX 5060 / RTX 4060 / RX 9060 XT / RX 7900 GRE |
| UWQHD | RTX 5060 Ti / RTX 4070 / RX 9060 XT / RX 7900 XT |
| UHD | RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9070 |
| Direkt zu den Benchmarks | |
| Release-Datum | 13. November 2025 |
| Preis zum Release | 60 Euro 90 Euro (Gold Edition) |
ComputerBase hat Anno 117: Pax Romana von Publisher Ubisoft zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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