Gears of War: E-Day im Test: Fazit

 6/6
Wolfgang Andermahr
315 Kommentare

Ein Fest für die Augen

Die Kampagne von Gears of War: E-Day ist eine Augenweide. Auch mit etwas reduzierten Grafikdetails sieht das Spiel absolut umwerfend aus. So detaillierte Umgebungen gibt es derzeit in keinem anderen Spiel. Das ist absolut beeindruckend. Und auch sonst erlaubt sich das Spiel kaum optische Schwächen.

Die Kampfeffekte sehen toll aus, die Charaktere ebenso. Einzig die Animationen können mit dem Rest nicht mithalten. Doch das ist ein Punkt, bei dem es in letzter Zeit leider generell kaum bis gar keinen Fortschritt gegeben hat. Und es ändert schlussendlich auch nichts daran, dass Gears of War: E-Day ein absoluter Grafikknaller geworden ist.

High-End-Hardware gesucht

Gears of War: E-Day verlangt dafür allerdings auch nach einer schnellen Grafikkarte wie kein anderes Spiel. Upsampling im Performance-Modus ist quasi Pflicht und die maximale Grafikstufe ist dennoch etwas, das eigentlich nur auf einer GeForce RTX 4090 oder einer GeForce RTX 5090 so richtig Sinn ergibt. Okay, noch eine Ecke schärfer: In Ultra HD eigentlich nur auf Nvidias aktueller Flaggschiff-Gaming-Grafikkarte. Das gilt umso mehr, wenn auch noch das Nvidia-exklusive RTX Mega Geometry aktiviert wird.

Doch letzteres ist nicht mehr als ein kleines Sahnehäubchen auf der Torte: Es bringt wenig und kostet dafür zu viel. Abseits einer RTX 5090 ist RTX Mega Geometry definitiv eine Leistungsverschwendung.

50 FPS werden in Gears of War: E-Day mit dem Ultra(+)-Preset erreicht ab:
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5060
RTX 4060 Ti
RX 9060 XT
RX 7700 XT
X
3.440 × 1.440 RTX 5060 Ti
RTX 4070
RX 9070 GRE
RX 7800 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5070 Ti
RTX 4070 Ti Super
RX 9070
RX 7900 XTX
X

Auch nicht „maxed out“ beeindruckend

Das Gute ist jedoch, dass das Spiel auch mit dem zweithöchsten Preset kaum schlechter aussieht, wenn die Reflexionen auf dem Maximum bleiben. Die tolle Optik leidet kaum, die Performance macht aber einen sehr großen Sprung. Gears of War: E-Day bleibt auch damit noch fordernd und DLSS oder FSR im Performance-Modus sind nach wie vor der beste Freund. Aber dann läuft das Spiel nicht schlechter als andere aktuelle Titel. Und es sieht dennoch besser aus.

GeForce- und Radeon-Grafikkarten schmeckt das Spiel vergleichbar gut. Bei reduzierten Grafikeinstellungen haben AMD-GPUs in niedrigen Auflösungen die Nase geringfügig vorn, was sich in hohen Auflösungen wieder ausgleicht.

Insgesamt ist es vor allem zwischen RTX 5000, RTX 4000 und RX 9000 ein enges Duell. RX 7000 liegt leicht zurück, Intel Arc ist dagegen ziemlich langsam unterwegs. Auch bei den maximalen Grafikdetails geht es knapp zur Sache. Die GeForce-Schwäche in niedrigen Auflösungen gibt es nicht mehr und vor allem AMDs RDNA 4 schneidet gut ab.

50 FPS werden in Gears of War: E-Day mit dem Lächerlich-Preset erreicht ab:
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5070 Ti
RTX 4070 Ti Super
RX 9070
RX 7900 XTX
X
3.440 × 1.440 RTX 5070 Ti
RTX 4080
X X
3.840 × 2.160 RTX 5090 X X

Die PC-Version ist gut, aber nicht perfekt

Entwickler The Coalition hat spürbar viel Arbeit in die PC-Version von Gears of War: E-Day investiert. PC-Features gibt es so einige, das Frame Pacing ist generell gut und Advanced Shader Delivery kann bei der richtigen Hardware und dem richtigen Treiber eine praktische Hilfe sein.

Auf der Wunschliste stehen aber noch Anti Lag 2 von AMD und XeLL von Intel für bessere Latenzen, denn nur Nvidia Reflex hat es ins Spiel geschafft. Als exklusives Hardware-Raytracing-Spiel wären darüber hinaus auch DLSS Ray Reconstruction und FSR Ray Regeneration potenziell sinnvoll. Doch auch das „einfache Upsampling“ macht einen guten Job.

Die PC-Version von Gears of War: E-Day hat während der Tests problemlos funktioniert, technische Probleme oder Abstürze hat es keine gegeben. Wer entsprechend Interesse an dem Spiel hat, kann problemlos zur PC-Version greifen und auf leistungsstarker Hardware ein echtes Grafik-Feuerwerk erleben.

Gears of War: E-Day im Benchmark-Test
Die technischen Merkmale
Spielname Eigenschaften
Entwickler The Coalition
Publisher Xbox Game Studios
Engine Unreal Engine 5.6.1.0
API DirectX 12
Nvidia Reflex ✓
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Nein
Intel XeLL Nein
HDR ✓
Widescreen (21:9) ✓ (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung Nicht vorhanden
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel
DLSS 4.5 komplett per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (6×)
Nvidia DLSS Dynamic-MFG Nein
Nvidia DLSS Ray Reconstruction Nein
Nvidia DLSS 5 Neural Rendering Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (4.0.3 im Spiel, FSR 4.1 per AMD-App)
AMD FSR Frame Generation ✓ (4.0 im Spiel)
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution ✓ (1.3 im Spiel)
Intel XeSS Frame Generation ✓ (MFG 4× im Spiel)
Epic UE TSR ✓
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS + TSR Native)
Manuelles Nachschärfen ✓
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Software-Lumen (UE5) Nein
Hardware-Lumen (UE5) ✓ (Beleuchtung, Reflexionen)
Pathtracing Nein
Direkt zur RTX-Mega-Geometry-Analyse
50 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5060 / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT
UWQHD RTX 5060 Ti / RTX 4070 / RX 9070 GRE / RX 7800 XT
UHD RTX 5070 Ti / RTX 4070 Ti Super / RX 9070 / RX 7900 XTX
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 01. Oktober 2026 (Advance Access mit Premium)
06. Oktober 2026 (Standard)
Preis zum Release 100 Euro (Premium Edition)
70 Euro (Standard)

ComputerBase hat Gears of War: E-Day von der für das Spiel zuständigen PR-Agentur zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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