Gears of War: E-Day im Test: RTX Mega Geometry in der Analyse
3/6Theoretisch besser. Praktisch kaum.
In der Preview-Version war der optische Nutzen von RTX Mega Geometry gering bis nicht vorhanden. In der finalen Version ist das immer noch der Fall.
Im schlechtesten Fall ändert das GeForce-RTX-exklusive Feature, das einen 12 GB großen VRAM als Voraussetzung aufweist, überhaupt nichts an der Bildqualität. Im besten Fall ist der Unterschied gering. Wir haben beim Testen nur eine Szene gefunden, in der die Bildqualität deutlich angestiegen ist.
RTX Mega Geometry scheint in Gears of War: E-Day mit einer komplexeren BVH-Struktur zu arbeiten. Das ergibt Sinn, denn eben das soll das Feature verbessern: Die Erstellung der BVH-Struktur beschleunigen. In diesen Szenen werden dann zusätzliche Elemente von Raytracing erfasst beziehungsweise die Strahlen erreichen Stellen, die sie ohne RTX Mega Geometry eben nicht erreichen. Es werden Unterführungen etwas besser beleuchtet und einige Objekte wie zum Beispiel Autos machen einen besseren Eindruck.
Das ist im normalen Fall das Best-Case-Szenario. Aber auch in diesen sind die Unterschiede eher gering. Sonderlich häufig treten diese Szenen eben nicht auf. Für gewöhnlich gibt es eher einzelne Elemente, die mit RTX Mega Geometry anders und meist auch optisch besser, beleuchtet werden. Das sind aber meistens nur einzelne Elemente und dann sind die Unterschiede auch nur klein.
Den größten Unterschied hat RTX Mega Geometry in einer Waldszene bei Nacht gemacht. Denn dort wurde die Umgebung ohne das Feature immer mal wieder von einer nicht existierenden Lichtquelle angestrahlt. RTX Mega Geometry hat dies dagegen korrekt erfasst und der Wald blieb dunkel. Hier hat die normale Lumen-RT-GI offenbar einen Fehler gemacht, den RTX Mega Geometry korrigieren konnte. Dies ist uns aber zumindest während des Testens nur einmal aufgefallen.
So viel Performance kostet RTX Mega Geometry
In den wenigen bisherigen Spielen mit RTX Mega Geometry kamen aktuelle Blackwell-Grafikkarten mit dem Feature immer etwas besser zurecht als die älteren Lovelace-Ableger – so zuletzt in Control Resonant (Test). Und das gilt auch für Gears of War: E-Day, wobei die Unterschiede in dem Spiel geringer sind.
So verliert die GeForce RTX 5070 Ti mit RTX Mega Geometry in WQHD 15 Prozent an FPS, bei der GeForce RTX 4080 Super sind es etwas höhere 18 Prozent. Groß sind die Unterschiede also nicht.
Der generelle Leistungsverlust von RTX Mega Geometry mag in anderen Spielen dennoch akzeptabeler sein, in Gears of War: E-Day ist er es aber nicht. Das liegt schlicht daran, dass das Lächerlich-Preset bereits extrem viel Leistung kostet. Da sind keine zusätzlichen 15 Prozent mehr drin, zumal die optischen Unterschiede eben gering sind.
Wegen letzterem kann man sich auch gut überlegen, ob das Feature im Ultra-Preset genutzt werden sollte. Ja, die beste Bildqualität gibt es mit RTX Mega Geometry. Wir empfehlen dennoch, das Feature mit Ausnahme der GeForce RTX 5090 abgeschaltet zu lassen.
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