Resident Evil Requiem im Test: Fazit

 5/5
Wolfgang Andermahr
175 Kommentare

Ein gutes Spiel mit guter Technologie

Resident Evil Requiem macht Spaß. Nicht nur das Spiel selbst, auch die Technologie dahinter ist Capcom gelungen. Stellenweise sogar sehr gut. Alles kann die aktuelle RE Engine aber nicht. Außenlevels fallen mit einer Ausnahme sichtbar ab und je größer die Levels sind, desto unschöner wird es. Da Requiem aber zu einem Großteil in Innenlevels spielt, ist das kein großes Problem. Zumal die Innenräume wirklich, wirklich gut aussehen.

RT ist „Pflicht“, FSR 4 der Sieger

Raytracing ist für die gelobte optische Qualität dabei ein Must-have, ohne die RT-Beleuchtung fällt die Optik sichtbar ab und wirkt deutlich flacher. Die Wirkung von Raytracing ist groß, die Performancekosten zugleich jedoch auch – und das schon auf Stufe „Normal“ (die Stufe „Hoch“ scheint in der Review-Fassung defekt zu sein, das Ergebnis ist optisch wie bei der Leistung dasselbe).

Upsampling ist eine Voraussetzung für genügend FPS, wobei FSR Upscaling AI, also FSR 4 auf RDNA-4-GPUs, qualitativ die Nase vorn hat – nicht nur vor FSR 3.1.5, sondern auch vor der direkten State-of-the-Art-Konkurrenz: DLSS 4 und DLSS 4.5 sind erstaunlicherweise sichtbar unschärfer und zeigen weniger Details. So ein Verhalten kennt man sonst von der Nvidia-Technologie nicht. Auch DLSS Ray Reconstruction leidet unter demselben Problem. Davon abgesehen weiß DLSS aber zu gefallen.

60 FPS werden in Resident Evil Requiem (RT) erreicht ab (Direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5060
RTX 4060 Ti
RX 9060 XT
RX 7700 XT
X
3.440 × 1.440 RTX 5060 Ti (16 GB)
RTX 4070
RX 9070
RX 7800 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5070 Ti
RTX 4070 Ti Super
RX 9070 XT
RX 7900 XTX
X

Mit Pathtracing gibt es das schönste Resident Evil Requiem

Pathtracing legt dann nochmal einen drauf, sofern im Rechner eine GeForce RTX steckt; andere Modelle bekommen die Option gar nicht erst angeboten.

Die Grafik profitiert sichtbar von der Technologie, gegenüber normalen Raytracing ist die Qualität in Kombination mit DLSS Ray Reconstruction oft besser. Die Anforderungen an die Grafikkarte sind, wenig verwunderlich, sehr hoch, sprengen aber nicht den Rahmen.

Mit Hilfe von DLSS Super Resolution lässt sich der Leistungshunger bändigen, bereits mit einer GeForce RTX 4070 kann Pathtracing in WQHD ausprobiert werden. DLSS (Multi) Frame Generation ist dann ein nützliches Tool für ein sehr flüssiges Bewegtbild. Die künstlichen Bilder funktionieren bei einer entsprechenden Render-Framerate gut in dem Grusel-Actionspiel.

Resident Evil Requiem im Test

GeForce- und Radeon-Grafikkarten arbeiten in Resident Evil Requiem ohne Raytracing vergleichbar schnell. GeForce-Grafikkarten kommen mit Raytracing dann besser zurecht, auch RX 9000 kommt nicht ganz an GeForce RTX heran. Gute Ergebnisse erzielt zudem Intel Arc, auch wenn die Leistung für Raytracing in WQHD nicht ganz ausreicht. Ein weiteres Problem ist, dass es XeSS nicht ins Spiel geschafft hat. Wie älteren Radeons steht den Arc-GPUs offiziell entsprechend nur FSR Upscaling (FSR 3.1) zur Verfügung.

Inoffiziell gibt es aber die Möglichkeit, FSR 4 alias Upscaling AI (Light) auch auf Radeon RX 7000 und RX 6000 zum Laufen zu bekommen – wenn auch in einer optisch etwas eingeschränkten Version. Details dazu in den folgenden Artikeln:

12 GB VRAM braucht es auf dem PC für ein optimales Erlebnis

Die Technik der PC-Version von Resident Evil Requiem macht einen guten Eindruck. Der VRAM-Bedarf ist moderat, 12 GB sollten es für ein optimales Spielerlebnis bei maximalen Texturdetails schon ohne Raytracing aber sein. Abstürze hat es keine während des Testens gegeben, störende Haker nur wenige. Das Spiel hat mit leichten Traversal-Stotterern zu kämpfen, die aber nur ab und zu auftreten. In einer kurzen Spielsequenz hat kein Raytracing funktioniert. Das war es dann aber auch an Problemen. Wer Resident Evil Requiem spielen möchte, kann dies auf Basis der Erfahrungen der Redaktion mit der Vorschau-Version also problemlos auf dem PC tun.

Kommentar des Autors

Ich gebe zu, ich war noch nie ein Resident-Evil-Spieler. Ich habe ein paar Teile wenige Stunden gespielt, so wirklich gezündet haben die Spiele bei mir aber nicht. Anders dagegen Resident Evil Requiem, in das ich die vergangenen Tage rund 10 Stunden an reiner Spielzeit gesteckt habe. Und ja, das macht richtig Spaß! Die Grusel-Sequenzen als Grace sind toll und die Action-Sequenzen als Leon sind eine willkommene Abwechslung. So willkommen diese sein mögen, sind sie aber dennoch die schwächeren Szenen. Da hilft es nicht, dass ich gerade an einer längeren Leon-Sequenz hänge. Entsprechend hoffe ich, dass diese bald vorbei gehen mag und ich mich mit Grace wieder gruseln kann.

Die technischen Merkmale
Resident Evil Requiem Eigenschaften
Entwickler Capcom
Publisher Capcom
Engine RE-Engine
API DirectX 12
Nvidia Reflex
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Nein
Intel XeLL Nein
HDR
Widescreen (21:9) (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung TAA, TAA+FXAA
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4 im Spiel, DLSS 4.5 per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Frame Generation
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (4×)
Nvidia DLSS Ray Reconstruction ✓ (nur mit Pathtracing)
AMD FSR Upscaling ✓ (AI + Analytisch im Spiel)
AMD FSR Frame Generation ✓ (AI + Analytisch im Spiel)
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution Nein
Intel XeSS Frame Generation Nein
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR Native)
Manuelles Nachschärfen Nein
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Globale Beleuchtung
Reflexionen
Schatten
Umgebungsverdeckung
Pathtracing
Direkt zur Raytracing-Analyse
Direkt zur Pathtracing-Analyse
50 FPS im Benchmark mit RT ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5060 / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT
UWQHD RTX 5060 Ti (16 GB) / RTX 4070 / RX 9070 / RX 7800 XT
UHD RTX 5070 Ti / RTX 4070 Ti Super / RX 9070 XT / RX 7900 XTX
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 27. Februar 2026
Preis zum Release 70 Euro
80 Euro (Deluxe Edition)

ComputerBase hat Resident Evil Requiem von Nvidia zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Unternehmens auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.