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Aerocool XPredator II im Test: Tower mit Kiemen, 5 × 140 mm und Problemen

 4/5
Carsten Lissack
51 Kommentare

Praktische Erfahrungen

Bei 77 Liter Stauraum sind keine nennenswerten Restriktionen oder Hindernisse beim Hardware-Einbau zu erwarten. Das gesamte Testsystem ist schnell verbaut und einsatzbereit. Positiv zu erwähnen sind die Gummimanschetten, die auch bei stärkerer Belastung nicht aus der Aussparung rutschen. Auch die Abstandshalter lassen sich problemlos in den Mainboardtray eindrehen, da die Innengewinde erst nach der Lackierung gedreht wurden.

Während kleinere 2,5"-SSDs mit den Schienen des Festplattenkäfigs zu verschrauben sind, werden 3,5"-Festplatten über vier Kunststoffstifte fixiert. Anders als von vielen anderen guten Gehäusen gewohnt, rasten die Festplattenschienen im XPredator II nicht mit einem spürbaren Klick ein, sondern bleiben selbst nach dem Einsetzen bedenklich lose im Käfig liegen.

CPU-Kühler dürfen im Aerocool XPredator II eine Höhe von 187 mm nicht überschreiten, Grafikkarten mit bestehendem Festplattenkäfig nicht länger als 340 mm ausfallen. Wird der obere Käfig entnommen, erweitert sich das Raumangebot für Erweiterungskarten auf 460 mm. Hinter dem Mainboardtray ist mit 26 mm ausreichend Platz zum Verlegen sämtlicher Kabel gegeben.

Diagramme
Grafikkartenlänge (Referenzdesign)
  • Benötigter Platz:
    • AMD Radeon R9 295X2
      30,5
    • AMD Radeon R9 290X
      27,5
    • Nvidia GeForce GTX 970
      27,5
    • AMD Radeon R9 285
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX Titan
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX 980
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX 1080
      27,0
    • AMD Radeon R9 270X
      24,0
    • AMD Radeon R7 260X
      17,5
  • Vorhandener Platz:
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      47,0
    • Aerocool XPredator II
      46,0
    • In Win H-Frame 2.0
      44,0
    • Nanoxia CoolForce 2
      43,5
    • Phanteks Eclipse P400S
      42,0
    • In Win 805
      39,0
    • Deepcool Tristellar
      32,5
    • Lian Li PC-Q17
      29,8
Einheit: Zentimeter (cm)

Messergebnisse

Wie ComputerBase Gehäuse testet und dabei Messwerte ermittelt, kann im Detail im Artikel „So testet ComputerBase Gehäuse“ nachvollzogen werden. Die Lufthutzen des Aerocool XPredator II befanden sich während des gesamten Praxistests im geöffneten Zustand.

Lautstärke

Mit einer durchschnittlichen Lautstärke von 31,1 Dezibel ist das XPredator II bei anliegenden 5 Volt sehr ruhig. Aus einem stillen Raum ist der Big Tower nur sehr leicht oder gar nicht herauszuhören.

Lautstärke 5 Volt
Lautstärke 5 Volt – Vorne
  • Vorne:
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      29,1
    • Phanteks Eclipse P400S
      30,3
    • Deepcool Tristellar
      30,4
    • Aerocool XPredator II
      31,5
    • Nanoxia CoolForce 2
      32,4
Einheit: dB(A)

Das Gegenteil ist der Fall, wenn die fünf verbauten Gehäuselüfter mit ihrer maximalen Umdrehungszahl angesteuert werden. Hier wird eine Geräuschkulisse von 39,5 Dezibel erreicht, was definitiv zu laut ist.

Lautstärke 12 Volt
Lautstärke 12 Volt – Vorne
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      31,6
    • Phanteks Eclipse P400S
      34,7
    • Nanoxia CoolForce 2
      36,1
    • Deepcool Tristellar
      36,4
    • Aerocool XPredator II
      39,9
Einheit: dB(A)

Aufgrund der fehlenden Festplattenentkopplung und der lose im Käfig sitzenden Festplattenschienen verursacht die im Test verwendete 3,5"-Festplatte starke Resonanzen am Korpus des Big Towers. Sie ist dadurch deutlich aus dem Lüfterbetrieb bei 5 Volt herauszuhören.

Eine Festplattenentkopplung gehört heutzutage schlicht und ergreifend zum guten Standard eines jeden Computergehäuses. Schade, dass Aerocool diesen Standard nicht erfüllt.

Temperatur

Im 12-Volt-Betrieb, also bei voller Umdrehungszahl sämtlicher im Big Tower verbauten Lüfter, ist zwischen den beiden Grafikkarten, der Nvidia GTX 650 Ti Boost mit ihrem Radiallüfter und der Asus GTX 760 DirectCU II OC mit zwei Axiallüftern, lediglich eine Differenz von 2 °C bei der Prozessortemperatur auszumachen, die mit 50 °C zugunsten der Nvidia GTX 650 Ti Boost ausfällt. Die Pixelbeschleuniger selbst bleiben mit jeweils 63 °C ebenfalls sehr kühl.

Selbiges gilt für die Mainboard- und Festplattentemperatur. Während erstere Komponente bei beiden Grafikkarten 34 °C erreicht, liegt die Temperatur der Festplatte unter Verwendung der Asus GTX 760 DirectCU II OC mit 24 °C einen Grad Celsius höher als mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost und dem Radiallüfter.

Systemtemperaturen 12 Volt
Systemtemperaturen 12 Volt – CPU
  • Nvidia GTX 650 Ti Boost (Radiallüfter):
    • In Win H-Frame 2.0
      44,0
    • Phanteks Eclipse P400S
      48,0
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      50,0
    • Aerocool XPredator II
      50,0
    • Deepcool Tristellar
      56,0
      Mini-ITX-Testsystem
  • Asus GTX 760 DirectCU II OC (Axiallüfter):
    • Aerocool XPredator II
      52,0
    • Phanteks Eclipse P400S
      55,0
    • In Win H-Frame 2.0
      55,0
    • Deepcool Tristellar
      57,0
      Mini-ITX-Testsystem
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      57,0
Einheit: °C

Deutlicher fallen die Temperaturunterschiede zwischen den beiden Kühlungskonzepten von Grafikkarten im 5-Volt-Szenario aus. Während die CPU mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost 55 °C erreicht und damit nur unwesentlich wärmer im Vergleich zur vorausgegangenen Messung ausfällt, steigt der Wert zusammen mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC auf 63 °C um ganze 11 °C an. Die Grafikkarten bewahren mit 73 beziehungsweise 76 °C noch immer einen verhältnismäßig kühlen Kopf.

Diese Aussage trifft auch auf die Temperatur der Hauptplatine und der Festplatte zu. Die Komponenten erreichen maximal 39 beziehungsweise 26 °C.

Systemtemperaturen 5 Volt
Systemtemperaturen 5 Volt – CPU
  • Nvidia GTX 650 Ti Boost (Radiallüfter):
    • In Win H-Frame 2.0
      49
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      54
    • Aerocool XPredator II
      55
    • Phanteks Eclipse P400S
      59
    • Deepcool Tristellar
      65
      Mini-ITX-Testsystem
  • Asus GTX 760 DirectCU II OC (Axiallüfter):
    • Aerocool XPredator II
      63
    • Deepcool Tristellar
      64
      Mini-ITX-Testsystem
    • In Win H-Frame 2.0
      65
    • Phanteks Eclipse P400S
      66
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      71
Einheit: °C

Dank der fünf vorinstallierten 140-mm-Ventilatoren sind beide Grafikkarten-Kühlungskonzepte grundsätzlich problemlos im Aerocool XPredator II realisierbar. Wie so oft fällt allerdings insbesondere die Prozessortemperatur in Kombination mit einer durch einen Radiallüfter gekühlten Grafikkarte um ein paar °C kühler aus.

Leistungsaufnahme

Gerade einmal 3,2 Watt verbrauchen die fünf 140-mm-Lüfter, wenn sie mit 5 Volt angesprochen werden. Wird die Spannung auf 12 Volt erhöht, steigt der Verbrauch auf 10,9 Watt an. Das ergibt einen Verbrauch von 2,2 Watt pro Ventilator, was wenig ist.

Leistungsaufnahme
  • 5 Volt:
    • Deepcool Tristellar
      0,7
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      0,9
    • Nanoxia CoolForce 2
      1,8
    • Phanteks Eclipse P400S
      1,9
    • Aerocool XPredator II
      3,2
  • 12 Volt:
    • Deepcool Tristellar
      1,4
    • be quiet! Dark Base Pro 900
      2,0
    • Phanteks Eclipse P400S
      4,8
    • Nanoxia CoolForce 2
      5,9
    • Aerocool XPredator II
      10,9
Einheit: Watt (W)
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