Nanoxia CoolForce 2 im Test: Midi-Tower nahe dem Rundum-sorglos-Paket

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Carsten Lissack
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Praktische Erfahrungen

Probleme oder Besonderheiten, die es beim Hardwareeinbau in das Nanoxia CoolForce 2 zu beachten gilt, gibt es keine. Da genügend Platz zur Verfügung steht, geht der Einbau verhältnismäßig schnell vonstatten.

Auch wenn 18 mm hinter dem Mainboardtray nicht sonderlich viel Spielraum für das Kabelmanagement in einem Midi-Tower bieten: Mit etwas Bedacht kommt es zu keinen Konflikten. Positiv ist auch, dass die Gummimanschetten bei normaler Belastung an Ort und Stelle bleiben.

Nanoxia liefert zwar ein entsprechendes Kabel mit, dennoch sollte den SATA-Stromanschlüssen und dazugehörigen Datenkabeln ein wenig Aufmerksamkeit geschenkt werden, um Komplikationen zu ersparen. Denn ein großer Teil der im CoolForce 2 eingesetzten Festplatten benötigt unbedingt gerade statt gewinkelte Anschlüsse. Dies sollte beim Kauf berücksichtigt werden.

In das Nanoxia CoolForce 2 passen CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 185 mm hinein. Mit installierter „ModuWand“ dürfen Grafikkarten nicht länger als 313 mm sein. Entsprechende Installationen an der Trennwand wie beispielsweise Lüfter sind von der maximalen Länge abzuziehen. Wird die Wand ausgebaut, stehen mit den vorinstallierten Ventilatoren 435 mm Länge zur Verfügung.

Diagramme
Grafikkartenlänge (Referenzdesign)
  • Benötigter Platz:
    • AMD Radeon R9 295X2
      30,5
    • AMD Radeon R9 290X
      27,5
    • Nvidia GeForce GTX 970
      27,5
    • AMD Radeon R9 285
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX Titan
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX 980
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti
      27,0
    • AMD Radeon R9 270X
      24,0
    • AMD Radeon R7 260X
      17,5
  • Vorhandener Platz:
    • Thermaltake Suppressor F31
      44,5
    • Nanoxia CoolForce 2
      43,5
    • In Win 805
      39,0
    • Silverstone Mammoth MM01
      33,8
    • NZXT Manta
      33,5
    • Streacom F12C
      31,0
    • Lian Li PC-Q17
      29,8
Einheit: Zentimeter (cm)

Messergebnisse

Wie ComputerBase Gehäuse testet und dabei Messwerte ermittelt, kann im Detail im Artikel „So testet ComputerBase Gehäuse“ nachvollzogen werden.

Lautstärke

Drehen die drei verbauten Ventilatoren mit gedrosselter Geschwindigkeit bei 5 Volt, wird ein durchschnittlicher Pegel von 32,3 Dezibel erreicht. Das CoolForce 2 ist so nur leicht aus der Stille herauszuhören und darf als flüsterleise bezeichnet werden. Wird die Lüfterdrehzahl auf ihr Maximum erhöht, liegt die Geräuschkulisse bei 36,2 Dezibel im Durchschnitt – laut ist das Gehäuse auch dann nicht.

Lautstärke 5 Volt
Lautstärke 5 Volt – Vorne
  • Vorne:
    • In Win 805
      30,5
    • Lian Li PC-Q17
      31,7
    • Nanoxia CoolForce 2
      32,4
    • NZXT Manta
      33,4
Einheit: dB(A)

Ist eine 3,5"-Festplatte im dazugehörigen Käfig verbaut, wird sie vom Nanoxia CoolForce 2 sehr gut entkoppelt. Ähnliches gilt auch für die „ModuWand“: Auch hier werden aufkommende Resonanzen gut abgefangen.

Lautstärke 12 Volt
Lautstärke 12 Volt – Vorne
    • In Win 805
      34,2
    • Nanoxia CoolForce 2
      36,1
    • Lian Li PC-Q17
      36,6
    • NZXT Manta
      36,9
Einheit: dB(A)

Temperatur

Laufen alle im Nanoxia CoolForce 2 verbauten Lüfter mit ihrer vollen Umdrehungszahl, erreicht der Midi-Tower kombiniert mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost und ihrem Radiallüfter eine Prozessortemperatur von 45 °C. Kommt stattdessen die Asus GTX 760 DirectCU II OC zum Einsatz, steigt der Wert auf 57 °C an. Zwischen den beiden Pixelbeschleunigern selbst fällt die Differenz geringer aus: Mit 62 °C liegt die Temperatur der Nvidia GTX 650 Ti Boost nur geringfügig niedriger als die der Asus GTX 760 DirectCU II OC, welche 64 °C erreicht.

Solche unbedeutsamen Unterschiede sind auch bei der Mainboard- und Festplattentemperatur auszumachen. Aber auch hier schneiden die Temperaturen dank des Radiallüfters mit 32 °C und 23 °C besser ab als bei einem Pixelbeschleuniger mit Axiallüfter.

Systemtemperaturen 12 Volt
Systemtemperaturen 12 Volt – CPU
  • Nvidia GTX 650 Ti Boost (Radiallüfter):
    • Nanoxia CoolForce 2
      45,0
    • NZXT Manta
      47,0
      Mini-ITX-Testsystem
    • In Win 805
      48,0
    • Lian Li PC-Q17
      48,0
      Mini-ITX-Testsystem
    • Streacom F12C
      51,0
  • Asus GTX 760 DirectCU II OC (Axiallüfter):
    • Lian Li PC-Q17
      53,0
      Mini-ITX-Testsystem
    • NZXT Manta
      54,0
      Mini-ITX-Testsystem
    • In Win 805
      54,0
    • Streacom F12C
      56,0
    • Nanoxia CoolForce 2
      57,0
Einheit: °C

Wird die Leistung sämtlicher Ventilatoren auf 5 Volt gedrosselt, fällt die Differenz zwischen den beiden Kühlprinzipien der Grafikkarten hinsichtlich der Prozessortemperatur nochmals größer aus als im vorherigen Szenario. Mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost erreicht die CPU dieses Mal eine Temperatur von 54 °C, was ein guter Kühlwert ist. Wird stattdessen die Asus GTX 760 DirectCU II OC mit ihren zwei Axiallüftern eingebaut, wird der Prozessor stark in Mitleidenschaft gezogen: Hier liegt der Wert 21 °C höher.

Die Temperaturen der Grafikkarten unterscheiden sich wiederum nur geringfügig. Während die Nvidia GTX 650 Ti Boost auf 76 °C kommt, misst die Asus GTX 760 DirectCU II 80 °C. Wie auch im 12-Volt-Szenario gibt es auch bei reduzierter Drehgeschwindigkeit keine nennenswerten Unterschiede bei der Mainboard- und der Festplattentemperatur. Die Maximalwerte beider Komponenten liegen mit 43 °C und 27 °C im grünen Bereich.

Systemtemperaturen 5 Volt
Systemtemperaturen 5 Volt – CPU
  • Nvidia GTX 650 Ti Boost (Radiallüfter):
    • In Win 805
      53
    • Nanoxia CoolForce 2
      54
    • NZXT Manta
      56
      Mini-ITX-Testsystem
    • Lian Li PC-Q17
      57
      Mini-ITX-Testsystem
    • Streacom F12C
      61
  • Asus GTX 760 DirectCU II OC (Axiallüfter):
    • NZXT Manta
      64
      Mini-ITX-Testsystem
    • Lian Li PC-Q17
      67
      Mini-ITX-Testsystem
    • In Win 805
      70
    • Streacom F12C
      73
    • Nanoxia CoolForce 2
      75
Einheit: °C

Im Nanoxia CoolForce 2 ist demnach eine Grafikkarte mit Radiallüfter vorzuziehen, wenn die Prozessortemperatur nicht allzu stark in Mitleidenschaft gezogen werden soll.

Leistungsaufnahme

Mit einem Verbrauch von 1,8 respektive 5,9 Watt bei einer anliegenden Spannung von 5 beziehungsweise 12 Volt fällt die Leistungsaufnahme der drei 140-mm-Lüfter gering aus. Je nach Betriebsart ließen sich also noch weitere Lüfter mit ähnlichem Verbrauch per Y-Kabel an die Lüftersteuerung (maximal 9 Watt) anschließen.

Leistungsaufnahme
  • 5 Volt:
    • Silverstone Mammoth MM01
      1,0
    • In Win 805
      1,3
    • Lian Li PC-Q17
      1,4
    • Nanoxia CoolForce 2
      1,8
    • NZXT Manta
      2,5
    • NZXT Noctis 450
      2,9
  • 12 Volt:
    • Lian Li PC-Q17
      2,8
    • In Win 805
      3,2
    • Nanoxia CoolForce 2
      5,9
    • NZXT Manta
      7,8
    • NZXT Noctis 450
      10,4
    • Silverstone Mammoth MM01
      29,7
Einheit: Watt (W)
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