Phanteks Enthoo Primo im Test: Big-Bigtower mit bleibendem Eindruck

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Carsten Lissack
98 Kommentare

Erfahrungen

Es ist sicher keine große Herausforderung, Hardware in einen Bigtower einzubauen, weil das Raumangebot groß ist. Während das Testsystem in Miditowern immer gut zur Geltung kommt, versinkt es beim Phanteks Enthoo Primo in seiner Tiefe und geht angesichts der großzügigen Abmessungen völlig unter. Damit das Gehäuse wirklich voll aussieht, bedarf es dessen, wofür das Enthoo Primo konzipiert wurde: Eine vollständige und interne Hochleistungswasserkühlung.

Sämtliche Schnellverschlüsse haben sich während der Installation als nützlich erwiesen. Besonders gut wissen die der Festplattenschienen und die Klettverschlüsse an der Rückseite zu gefallen. Die Gummimanschetten, die dem Kabelmanagement dienen, halten vorbildlich und verdecken die Kabel gut. Sollte dennoch etwas zu viel hinausschauen, so wird es vom Kabelverdeck unsichtbar gemacht. Ein solch gelungenes Kabelmanagement bekommen wir nicht alle Tage zu sehen. Zusätzlich zu den verdeckten Festplattenkäfigen entsteht so ein Bild der Vollkommenheit. Äußerlich wertet der blaue Lichtstreifen, der entlang des Bigtowers verläuft, das Enthoo Primo nochmals ordentlich auf.

Stichwort Wasserkühlung: Hier lässt der Bigtower einiges an Material zu. So kann beispielsweise ein 240-mm-Wärmetauscher nach dem Versetzen oder Ausbauen der Festplattenkäfige in die Front verbaut werden. In der Seite passt unter Zuhilfenahme eines mitgelieferten Brackets ein Exemplar der selben Größenordnung, während jeweils ein 480-mm-Modell im Deckel und im Boden das höchste der Gefühle ist. Auch im Heck kann ein der Lüftergröße entsprechender Single-Radiator Platz nehmen. Weitere Informationen und Voraussetzungen für die Wahl der Wärmetauscher sind auf der Herstellerseite im Reiter FAQ nachzulesen.

Phanteks Enthoo Primo - Testsystem seitlich
Phanteks Enthoo Primo - Testsystem seitlich
Phanteks Enthoo Primo - Testsystem
Phanteks Enthoo Primo - Testsystem
Phanteks Enthoo Primo - Testsystem seitlich
Phanteks Enthoo Primo - Testsystem seitlich

Im Enthoo Primo passen mit einer maximaler Höhe von 207 mm alle auf den Markt erhältlichen Prozessor-Kühler. Bleibt das Kabelverdeck montiert, so dürfen Grafikkarten eine Länge von 257 mm nicht überschreiten. Ohne das Verdeck erhöht sich das Maß auf 350 mm, ohne Festplattenkäfig ist mit 515 mm in der Länge für Erweiterungskarte mehr als genügend Platz. Hinter dem Mainboardtray ist mit 30 mm Abstand zur Seitenwand ebenfalls für ausreichend Raum gesorgt.

Grafikkartenlänge (Referenzdesign)
  • Benötigter Platz:
    • AMD Radeon HD 6990
      30,5
    • AMD Radeon HD 7990
      30,5
    • Nvidia GeForce GTX 590
      28,0
    • Nvidia GeForce GTX 690
      28,0
    • AMD Radeon HD 7950
      27,5
    • AMD Radeon HD 7950 Boost
      27,5
    • AMD Radeon HD 7970
      27,5
    • AMD Radeon HD 7970 GHz
      27,5
    • Nvidia GeForce GTX Titan
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX 680
      26,0
    • Nvidia GeForce GTX 660
      24,5
    • Nvidia GeForce GTX 660 Ti
      24,5
    • Nvidia GeForce GTX 670
      24,5
    • AMD Radeon HD 7850
      24,0
    • AMD Radeon HD 7870
      24,0
  • Vorhandener Platz:
    • Phanteks Enthoo Primo
      51,5
    • Cooler Master CM 690 III
      42,3
    • Enermax iVektor
      41,5
    • BitFenix Phenom Mini-ITX
      34,2
    • BitFenix Phenom mATX
      34,0
    • Cooltek U3
      25,5
Einheit: Zentimeter (cm)

Messergebnisse

Lautstärke

Lautstärke
Lautstärke – Vorne
  • Ruhewert:
    • Stille
      29,2
  • Vorne:
    • Cooltek U3 (5 V)
      29,8
    • Enermax iVektor (5 V)
      30,1
    • BitFenix Phenom Mini-ITX (5 V)
      30,5
    • BitFenix Phenom mATX (5 V)
      30,7
    • Phanteks Enthoo Primo (5 V)
      32,7
    • BitFenix Phenom mATX (12 V)
      33,4
    • BitFenix Phenom Mini-ITX (12 V)
      33,5
    • Cooltek U3 (12 V)
      33,5
    • Enermax iVektor (12 V)
      33,8
    • Phanteks Enthoo Primo (12 V)
      44,2
Einheit: dB(A)

Die fünf identischen Lüfter werfen sowohl Licht als auch Schatten auf den Bigtower. Während die Geräuschkulisse bei anliegenden 5 Volt mit durchschnittlich 32,9 Dezibel flüsterleise ausfällt, sprengt sie bei voller Umdrehungszahl der Ventilatoren mit 44,5 Dezibel im Durchschnitt den Rahmen des Erträglichen. Die Festplattenentkopplung für 3,5"-Exemplare ist lediglich befriedigend, weil ein leichtes Brummen aus dem Gehäuse zu entnehmen ist.

Temperatur

Systemtemperaturen
Systemtemperaturen – CPU
  • CPU:
    • Phanteks Enthoo Primo (12 V)
      38
    • Phanteks Enthoo Primo (5 V)
      44
    • Enermax iVektor (12 V)
      45
    • BitFenix Phenom Mini-ITX (12 V)
      49
    • BitFenix Phenom mATX (12 V)
      49
    • BitFenix Phenom Mini-ITX (5 V)
      54
      Abbruch nach 1:30 Minuten
    • Cooltek U3 (12 V)
      54
    • Enermax iVektor (5 V)
      56
    • BitFenix Phenom mATX (5 V)
      60
    • Cooltek U3 (5 V)
      67
Einheit: °C

Bei fünf vorinstallierten 140-mm-Lüftern können die Temperaturwerte gar nicht anders als gut ausfallen. Es ist also kein Wunder, dass sich das Phanteks Enthoo Primo an die Spitze der Tabelle setzt und mit Prozessor- sowie Grafikkartentemperaturen von 38 beziehungsweise 50 °C bei voller Umdrehungszahl traumhafte Ergebnisse liefert. Im 5-Volt-Betrieb steigen die Temperaturen der verbauten Hardware um 2 bis 6 °C, was der Leistung keinen Abbruch tut. Die ermittelten Werte sind immer noch exzellent und gehören zu den besten je gemessenen.

Leistungsaufnahme

Leistungsaufnahme
  • 5 Volt:
    • Cooltek U3
      0,4
    • BitFenix Phenom Mini-ITX
      1,2
    • BitFenix Phenom mATX
      1,2
    • Enermax iVektor
      1,3
    • Phanteks Enthoo Primo
      2,1
  • 12 Volt:
    • Cooltek U3
      2,4
    • BitFenix Phenom Mini-ITX
      2,5
    • BitFenix Phenom mATX
      2,6
    • Enermax iVektor
      3,1
    • Phanteks Enthoo Primo
      7,0
Einheit: Watt (W)

Kurz und knapp: Für fünf Exemplare der Größenordnung 140 mm ist die Leistungsaufnahme unter Volllast mit 1,4 Watt pro Lüfter sehr gering. Hier gibt es nicht das geringste auszusetzen.

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