Lisuan Extreme LX7G100 im Test: Lautstärke, Temperatur und Leistungsaufnahme
10/11Lautstärke & Kühlung
Eine Fan-Stop-Funktion hat die Lisuan Extreme LX7G100 Founders Edition nicht, entsprechend laufen alle drei Lüfter auch auf dem Windows-Desktop munter weiter. Da die Grafikkarten-Telemetrie keine korrekten Angaben macht, ist die Lüfterdrehzahl unbekannt. Sie meldet in allen Lebenslagen ganz gerne 500 Umdrehungen pro Minute, doch sind die Drehzahlen auch im Idle-Modus definitiv höher. Denn die Grafikkarte ist leider auch aus einem geschlossenen Gehäuse gut zu hören.
Das bestätigt auch die Messung: Mit 34,5 Dezibel ist die Lisuan Extreme LX7G100 Founders Edition lauter als die deutlich bessere Asus GeForce RTX 5060 Prime unter Volllast – ja, das ist wirklich so. Die Lisuan-Karte weist auf dem Desktop zwar kein störendes, aber doch ein andauerndes Rauschen auf.
In Spielen geht es richtig zur Sache
Die Lautstärke auf dem Windows-Desktop ist aber quasi nur die Overtüre, unter Last geben die Lüfter dann richtig Gas. Satte 54,5 Dezibel erreicht die Lisuan Extreme LX7G100 Founders Edition, was eher an 20 Jahre alte Grafikkarten erinnert als an eine aktuelle Low-End-GPU. Einen Vergleich mit konkurrierenden Modellen von AMD, Nvidia und Intel durchzuführen, erscheint in Anbetracht des Lärmpegels völlig sinnlos. Selbst die im Test genutzte XFX Radeon RX 9060 XT Swift, die unangenehm laut ist, ist im Vergleich flüsterleise.
Immerhin, die drei Lüfter der Lisuan Extreme LX7G100 Founders Edition fallen primär durch ein sehr lautes Luftrauschen auf, weitere unangenehme Geräusche gibt es nicht. Zumindest von Resonanzen und Ähnlichem bleibt der Käufer verschont. Und auch die elektronischen Störgeräusche der Grafikkarte sind gar nicht so sehr ausgeprägt, diesbezüglich gibt es deutlich schlimmere Modelle – nicht, dass sich diese auch nur irgendwie bei dem Luftrauschen bemerkbar machen würden. Mit dem OC-Schalter erreicht die Grafikkarte genau dieselbe Lautstärke.
Temperaturen unter Last
Da die Telemetrie der Lisuan Extreme LX7G100 völlig kaputt ist und auch externe Tools nur die falschen Werte mitgeteilt bekommen, lassen sich bezüglich der Temperatur keinerlei Aussagen treffen.
Leistungsaufnahme: Spiele, YouTube, Desktop
Auch Intel hat bei den Arc-Grafikkarten die Idle-Leistungsaufnahme nicht im Griff. Lisuan setzt bei der LX7G100 aber noch einmal einen drauf. 59 Watt fürs Nichtstun auf dem Windows-Desktop – und dies bei 4K95 anstatt 4K144 bei der Konkurrenz – ist schon eine Ansage. Im Vergleich dazu benötigt die GeForce RTX 5060 mit 14 Watt nichts.
Generell scheint die Lisuan LX7G100 keine verschiedenen Power-States bei niedriger Last zu haben: Sei es der Dual-Monitor-Betrieb, der Fenster-Bewegungstest oder ein 4K60-SDR-Video, in allen Szenarien lassen sich exakt 59 Watt messen. Die einzige Ausnahme ist das 4K60-Video mit HDR, dort geht es mit 64 Watt dann noch einmal etwas hinauf. Da die Videowiedergabe in dem Fall aber ruckelt, hat das vielleicht auch einen anderen Grund.
Leistungsaufnahme: Gaming
225 Watt lautet nach verschiedenen Angaben die TDP der Lisuan LX7G100. In der Praxis scheint die Grafikkarte diesen Wert jedoch nicht zu erreichen, zumindest in Spielen nicht. Mit durchschnittlich 185 Watt in Kingdom Come: Deliverance 2 benötigt die LX7G100 aber dennoch mehr elektrische Leistung als die aktuellen Einsteiger-Grafikkarten der Konkurrenz. Die GeForce RTX 5050 benötigt gerade einmal 131 Watt. Der Unterschied ist aber zumindest deutlich geringer als der im 2D-Modus. Das macht die Effizienz zwar nicht besser, der Energiehunger explodiert aber zumindest nicht völlig.
Wird der OC-Schalter im Treibermenü genutzt, geht die Leistungsaufnahme natürlich etwas nach oben, erreicht aber auch dann nicht die 225 Watt. 201 Watt haben sich in dem Szenario messen lassen.
Leistungsaufnahme: Last-Spitzen
Bis zu 269 Watt genehmigt sich die LX7G100 in Lastspitzen, mit dem OC-Schalter sind es 284 Watt. Die GeForce RTX 5050 ist in dieser Disziplin mit 153 Watt zwar deutlich besser, doch die Radeon RX 7600 erreicht mit 243 Watt ein absolut vergleichbares Ergebnis.
Auch bei der Detailbetrachtung im Millisekundenbereich zeigt sich nichts Besonderes, sondern eher das zu erwartende Bild. Die interne Telemetrie scheint auf jeden Fall ordentlich einzugreifen und die Leistungsaufnahme herunter zu regeln, um innerhalb gewisser Grenzen zu bleiben. So ein Bild zeigt sich gewöhnlich bei Grafikkarten, die deutlich durch das gesetzte Power Target eingebremst werden.
| Perzentil | Leistungsaufnahme |
|---|---|
| 0,1% Perzentil | 263 Watt |
| 1% Perzentil | 245 Watt |
| 5% Perzentil | 229 Watt |
| 10% Perzentil | 220 Watt |
| 15% Perzentil | 215 Watt |
| 20% Perzentil | 210 Watt |
| 25% Perzentil | 206 Watt |
| 30% Perzentil | 203 Watt |
| 35% Perzentil | 200 Watt |
| 40% Perzentil | 197 Watt |
| 45% Perzentil | 194 Watt |
| 50% Perzentil | 190 Watt |
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