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Logitech G Pro X3 Superstrike im Test: Die Maus ohne echten Klick hält jetzt länger durch

Jan-Frederik Timm
45 Kommentare
Logitech G Pro X3 Superstrike im Test: Die Maus ohne echten Klick hält jetzt länger durch

Mit der G Pro X2 Superstrike (Test) hat Logitech der Maus-Konkurrenz im Frühjahr ein Schnippchen geschlagen: Induktive Maus-Trigger (TMR) gab es bis dato nicht. Ein halbes Jahr später legt Logitech mit der G Pro X3 Superstrike schon den Nachfolger auf. In neuen Farben und dank eigenem Chipsatz mit 45 Stunden längerer Laufzeit.

G Pro X3 Superstrike ergänzt G Pro X2 Superstrike

Die neue Logitech G Pro X3 Superstrike ergänzt die G Pro X2 Superstrike, die erste Maus mit dem Haptic Inductive Trigger System (HITS). Die X2 wird also nicht eingestellt, beide werden parallel am Markt verfügbar sein. Die X2 bleibt damit auch die Option für alle, die auf Schwarz-Weiß stehen, während es die X3 in Schwarz-Pink (Magenta) und Schwarz geben wird. Die Farben sind bereits von der G Pro X2 Superlight 2c bekannt.

G Pro X3 Superstrike: Das ist neu

Die Logitech G Pro X3 Superstrike kommt also in zwei neuen Farben, aber was hat sich darüber hinaus getan?

Die neue Logitech G Pro X3 Superstrike in Magenta und Schwarz
Die neue Logitech G Pro X3 Superstrike in Magenta und Schwarz (Bild: Loigtech)

45 Stunden mehr Laufzeit

Die größte Verbesserung ist in der deutlich verlängerten Laufzeit zu sehen: Statt 90 Stunden bei der X2 gibt Logitech die kabellos mögliche Nutzungsdauer mit 135 Stunden (+50 Prozent) an. Dafür verantwortlich zeichnet nicht etwa ein größerer Akku oder ein neuer Sensor (abermals Logitech Hero 2), sondern der Wechsel auf einen eigenen Chipsatz (NxLOGI). Der soll nicht nur die Laufzeit drastisch erhöhen, sondern auch noch einmal die Latenzen im drahtlosen Betrieb optimieren.

Die neue X3 Superstrike in Schwarz neben der „alten“ X2 Superstrike
Die neue X3 Superstrike in Schwarz neben der „alten“ X2 Superstrike

Die Akkulaufzeit gilt für den drahtlosen Betrieb mit 1.000 Hertz. Wie die X2 Superstrike ermöglicht die X3 Superstrike alternativ den Betrieb mit 8.000 Hertz über 2,4 GHz (Lightspeed-Dongle). Die Akkulaufzeit sinkt dann deutlich.

Die G Pro X3 Superstrike wird über den G Hub konfiguriert, die Optionen sind von der X2 Superstrike bekannt

8.000 Hz auch über USB-C

Neu bei der X3 ist, dass die 8.000 Hertz auch im Betrieb über USB-C genutzt werden können. Bis dato war kabelgebunden bei 1.000 Hertz Schluss. Während 8.000 Hertz über Funk die Akkulaufzeit deutlich unter 50 h senken, ist der Wechsel am Kabel ohne Auswirkungen auf die Ausdauer.

Die G Pro X3 Superstrike unterstützt bis zu 8.000 Hertz Abtastrate auch über USB-C
Die G Pro X3 Superstrike unterstützt bis zu 8.000 Hertz Abtastrate auch über USB-C

Blind auf 8.000 Hertz wechseln sollten Gamer dennoch nicht, denn die hohe Abtastrate erhöht die CPU-Last deutlich, was insbesondere die Frametimes negativ beeinflussen kann. Hier gilt es auch in Zukunft abzuwägen, ob der Wechsel auf über 1.000 Hertz bis maximal 8.000 Hertz wirklich von Vorteil ist.

Mit maximal 48.000 dpi (statt 44.000 dpi), einer von maximal 88 auf 90 G gestiegenen Beschleunigung und einer Geschwindigkeit von bis zu 930 statt 888 IPS (Inches per Second) legt die X3 auch in anderen Metriken weiter zu. Praxisrelevant sind diese Größenordnungen in der Regel nicht.

Beim Gehäuse unterscheiden sich X3 Superstrike und X2 Superstrike nicht
Beim Gehäuse unterscheiden sich X3 Superstrike und X2 Superstrike nicht

In manchen Regionen leichter

Mit 59 Gramm hat Logitech auch das Gewicht der X3 um zwei Gramm reduziert und damit nach eigenen Angaben auch die Balance optimiert. Allerdings gilt das nicht für die Variante, die in der Region EMEA verkauft wird. Demnach steckt der Einsatz eines nicht separat gekapselten Akkus hinter dieser Gewichtsreduzierung. In EMEA ist das allerdings nicht zulässig. Hierzulande bleibt es daher bei 61 Gramm. Auch die Pro X Superlight 2c wiegt außerhalb EMEA aus diesem Grund zwei Gramm weniger.

Das Mausrad bleibt mechanisch

Nicht angepasst hat Logitech das Mausrad: Auch bei der X3 Superstrike kommt ein klassisches mechanisches Scroll Wheel zum Einsatz. Und noch etwas hat sich nicht getan: Während Mäuse der MX-Serie inzwischen einfacher zu öffnen sind, weil Schrauben nicht von Maus-Skates verdeckt werden, bleibt die X3 Superstrike verschlossen.

Einfach öffnen lässt sich auch die X3 Superstrike nicht
Einfach öffnen lässt sich auch die X3 Superstrike nicht

Technische Daten im Vergleich

Logitech G Pro X3 Superstrike Logitech G Pro X2 Superstrike
Ergonomie: Symmetrisch (Rechtshändig)
Sensor: Logitech Hero 2
Optisch
Lift-Off-Distance: 1,0 mm
Auflösung: 100–48.000 CPI
5 Stufen
100–44.000 CPI
5 Stufen
Geschwindigkeit: 23,6 m/s 22,6 m/s
Beschleunigung: 883 m/s² 863 m/s²
USB-Abfragerate: 8.000 Hz 1.000 Hz
Funk-Abfragerate: 8.000 Hz
Primärtaster: Logitech Superstrike
Anzahl Tasten: 5
Oberseite: 3
Linksseitig: 2
Sondertasten: Mausrad
Software: 5 Profile
vollständig programmierbar, Sekundärbelegung
Makroaufnahme
Interner Speicher: 5 Profile
Beleuchtung:
Gehäuse: 125 × 64 × 40 mm
Hartplastik
Gleitfüße: PTFE (rein)
Gewicht: 61 Gramm (o. Kabel)
Anschluss: USB-A auf USB-C-Kabel, 1,80 m
Funk: 2,4 GHz
proprietärer Akku, 135 Stdn. Laufzeit
Laden: Kabel, Induktion (proprietär)
USB-A auf USB-C-Kabel, 1,80 m
Funk: 2,4 GHz
proprietärer Akku, 90 Stdn. Laufzeit
Laden: Kabel, Induktion (proprietär)
Preis: 189,99 € ab 168 €

Der UVP steigt

Umsonst gibt es die Verbesserungen der X3 indes nicht: Der UVP steigt von 179,99 Euro auf 189,99 Euro (+6 Prozent). Da es die X2 Superstrike aktuell bereits ab 168 Euro gibt, wird der Aufpreis zu Anfang sogar noch etwas höher liegen. Langfristig wird auch der Marktpreis der X3 Superstrike nachgeben, aber sie wird das teurere der beiden Produkte im Portfolio bleiben.

Fazit

Hätten es in Anbetracht der Unterschiede zwischen G Pro X2 Superstrike und G Pro X3 Superstrike nach nur sechs Monaten Produktlebenszeit nicht auch neue Farben der ersten Generation getan? Mit Blick auf viele Anpassungen lautet die Antwort auf die Frage wohl „ja“, so richtig sticht nur die deutlich angehobene Akkulaufzeit hervor. Die weiteren Anpassungen sind – mit Ausnahme der bis zu 8.000 Hertz über Kabel, wenn man sie denn braucht – kaum von Relevanz.

Mit der G Pro X3 Superstrike legt Logitech G nach nur sechs Monaten schon einen Nachfolger der X2 Superstrike auf. Die X2 läuft aber weiter.
Mit der G Pro X3 Superstrike legt Logitech G nach nur sechs Monaten schon einen Nachfolger der X2 Superstrike auf. Die X2 läuft aber weiter.

Insofern ist es zu begrüßen, dass Logitech die X2 Superstrike parallel weiterlaufen lässt und Interessenten das wirklich gute HITS ab 168 Euro erwerben können, statt vorerst den UVP der X3 Superstrike von 189,99 Euro zahlen zu müssen. Alle Details zu HITS liefert der Test der G Pro X2 Superstrike, denn in diesem Punkt hat sich nichts getan. Der Verkaufsstart der neuen X3 ist für den 6. Oktober geplant.

ComputerBase hat die G Pro X3 Superstrike von Logitech leihweise vorab unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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