Wildcat Lake im Test: Leistung, Verbrauch und Lautstärke

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Volker Rißka
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Der Intel Core 3 304 Wildcat Lake

Chuwi setzt im kleinen UniBook 304 auf das 5-Kern-Modell der neuen Serie Intel Wildcat Lake, den namensgebenden Core 3 304 als das kleinste Modell der gesamten Familie. Er setzt sich aus einem Performance-Kern und vier Low-Power-E-Cores zusammen, auch gibt es nur einen abgespeckten Xe-Shader-Cluster für die Grafik.

Intel Core Series 3 alias Wildcat Lake
Intel Core Series 3 alias Wildcat Lake (Bild: Intel)

Zur Konferenz Hot Chips 2026 hatte Intel in diesem Sommer nach der Ankündigung im April ein wenig mehr in den Designprozess des neuen Prozessors blicken lassen. Wildcat Lake ist nämlich nicht einfach ein kastrierter Panther-Lake-Abklatsch, sondern eine eigene Entwicklung mit eigenem Ziel. Mehr Details dazu bietet die Berichterstattung von Hot Chips 2026 sowie zum Start der CPU-Serie einige Monate zuvor:

Intel Wildcat Lake und UCIe zu Hot Chips 2026

CPU-Single- und Multi-Core-Benchmarks

Der kleinste Wildcat-Lake-Prozessor Core 3 304 mit nur einem P-Core und vergleichsweise geringem Takt hat im aktuellen Testumfeld, das viele aktuelle High-End-Prozessoren umfasst, keine Chance. Aber nicht nur das: Der Prozessor muss sich bei Single- und Multi-Core-Lasten auch dem Apple A18 geschlagen geben, der im passiv gekühlten Apple MacBook Neo sitzt und ursprünglich für das iPhone entwickelt worden war.

Diagramme
7-Zip 26.00
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      186.292
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11
      X2E-88-100, 32 GB LPDDR5X
      130.242
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      108.299
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      105.695
    • Asus Zenbook S16
      Ryzen AI 9 HX 370, 32 GB LPDDR5X
      99.631
    • Framework Laptop 13 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      91.823
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      90.511
    • HP OmniBook Ultra 14
      X2E-84-100, 32 GB LPDDR5X
      88.880
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      43.196
    • Chuwi UniBook 304
      Core 3 304, 8 GB LPDDR5X
      24.950
Einheit: MIPS

Auffällig im Test war in den Single-Core-Tests zudem: Schon die kleinste Beschäftigung nebenbei kann den P-Core dazu veranlassen, andere Dinge zu tun – und der eigentlich favorisierte Task landet plötzlich auf dem deutlich langsameren LPE-Kern, denn mehr als den einen P-Core bietet der Core 3 304 eben nicht. So kam es vor, dass der Cinebench 2026 im Single-Core-Test von Lauf zu Lauf um 20 Prozent schlechter ausfiel. Ein einziger P-Core ist definitiv knapp bemessen, aber das Problem hat so auch nur der kleinste Core 300: Alle anderen haben zwei P-Cores.

SoC Package Power
SoC Package Power (CB 2026.1, Single-Core)
010203040Watt (W) 150100150200250300Sekunden

iGPU-Gaming-Benchmarks

Auch bei der iGPU wird dem Core 3 304 eine Sonderrolle in der Serie zuteil: Er bietet nur einen statt zwei Xe-Cores (Panther Lake bietet vier oder gar zwölf in der X-Serie). Raytracing unterstützt die iGPU von Wildcat Lake generell nicht. Insofern laufen selbst nicht einmal alle 3DMark-Tests auf dem Produkt. Beim De- und Encoding bietet die Media Engine übrigens fast alles, was auch Panther Lake kann. Dass VVC/H.266 nicht decodiert werden kann, dürfte zu Lebzeiten den wenigsten Käufern negativ auffallen.

Intel Wildcat Lake und UCIe zu Hot Chips 2026 (Bild: Hot Chips/Intel)

Der von Chuwi vorinstallierte Treiber auf dem Testmuster war alt und wollte sich trotz Auffinden eines neueren nicht automatisch aktualisieren. Dies wurde letztlich händisch angestoßen.

Aktualisierungen gefunden, aber nicht allein installiert
Aktualisierungen gefunden, aber nicht allein installiert

Doch auch dann gilt: Diese CPU ist nicht zum Spielen gedacht, sondern nur als Office- und eventuell noch kleinere Multimedia-Maschine. Für mehr Leistung muss mehr Geld in die Hand genommen werden. Das wird mit Blick auf die Benchmarks beziehungsweise die Tatsache, dass nur einer überhaupt lief, ganz schnell klar.

Diagramme
3DMark Steel Nomad Light
  • 2.29.8256:
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      15.981
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      6.382
    • Framework Laptop 13 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      5.104
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      5.033
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11
      X2E-88-100, 32 GB LPDDR5X
      4.860
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      4.859
    • HP OmniBook Ultra 14
      X2E-84-100, 32 GB LPDDR5X
      4.136
    • Asus Zenbook S16
      Ryzen AI 9 HX 370, 32 GB LPDDR5X
      3.323
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      1.799
    • Chuwi UniBook 304
      Core 3 304, 8 GB LPDDR5X
      603
Einheit: Punkte

Kühlleistung und Lautstärke

Chuwi geht im dünnen Notebook auf Nummer sicher und kühlt die CPU mit 15 Watt TDP aktiv. Das ist dem Turbo-Modus geschuldet, denn maximal darf der Prozessor 35 Watt aufnehmen.

Wie das Kühlsystem darauf reagiert, überzeugt nicht immer, denn die Lüftersteuerung ist sehr nervös eingestellt: Zum Start eines Programms mit CPU-Turbo-Modus geht der Geräuschpegel erwartungsgemäß nach oben, nach dem Ende des Turbo-Modus aber erst einmal wieder runter, im Anschluss mitunter aber auch wieder höher. Von Zeit zu Zeit ging es stetig auf und ab. Das nervt, auch wenn die maximale Lautstärke vergleichsweise niedrig liegt.

Lautstärke unter Last (40 cm vor Display)
  • HandBrake CPU-Encoding:
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      53,2
    • Asus Zenbook S16
      Ryzen AI 9 HX 370, 32 GB LPDDR5X
      44,5
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      44,3
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      42,8
    • Chuwi UniBook 304
      Core 3 304, 8 GB LPDDR5X
      40,2
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11
      X2E-88-100, 32 GB LPDDR5X
      39,0
    • Framework Laptop 13 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      36,1
    • HP OmniBook Ultra 14
      X2E-84-100, 32 GB LPDDR5X
      34,1
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      Passiv gekühlt
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      Passiv gekühlt
Einheit: dB(A)

8 GB RAM sind potenziell ein Problem

Chuwi verbaut im Basismodell 8 GByte LPDDR5-6400 von Samsung als Arbeitsspeicher. Im Endeffekt lässt sich sagen: Es geht auch unter Windows 11, wenn man das System nicht fordert, sondern ihm nur einfache Browser-, Office- und Multimedia-Aufgaben (optimalerweise nicht alles auf einmal) abverlangt.

Wird das System – wie in den Benchmarks hier im Test – aber dann doch stärker gefordert, reichen 8 GB RAM unter Windows 11 einfach nicht aus. Dass Microsoft daran arbeiten will, kommt am Ende nicht von ungefähr.

So kam es im Testverlauf gleich mehrfach zu Problemen, die am Ende doch stets auf den zu knapp bemessenen RAM zurückzuführen gewesen sein dürften. Nicht immer war das so direkt wie bei Adobe, wo es direkt beim Start hieß: Der Speicher reicht nicht!

Adobe warnt vor zu wenig RAM
Adobe warnt vor zu wenig RAM

Wie der RAM „volllaufen“ kann, zeigte sich unter anderem im GPU-Test des Blender-Benchmarks. Funktionierte der erste Test noch problemlos, benötigt die zweite Sequenz so viel Speicher, dass die RAM-Auslastung 100 Prozent erreichte und das Programm ohne ein Ergebnis ausstieg.

Blender füllt den RAM ..
Blender füllt den RAM ..
.. und stürzt dann ohne Ergebnis ab
.. und stürzt dann ohne Ergebnis ab

Auch andere Tests versagten den Dienst, insbesondere iGPU-basierte Tests. Denn in diesen kann die iGPU 4 GByte der 8 GByte als Grafikspeicher nutzen – doch dann hakt es sofort an anderer Stelle.

Der Geekbench-AI-GPU-Test lief hingegen wohl auf einen bekannten Fehler des Intel-Treibers und nicht in ein Problem mit der RAM-Kapazität.

Geekbench AI will auch nicht
Geekbench AI will auch nicht
3DMark warnt vor fehlenden Features
3DMark warnt vor fehlenden Features
3DMark warnt vor fehlenden Features
3DMark warnt vor fehlenden Features

Chuwi verbaut eine PCIe-3.0-SSD

Trotz eines PCIe-4.0-Slots mit vier Lanes verbaut Chuwi aus Kostengründen eine SSD nach PCIe-3.0-Standard mit 256 GByte (Hoge H750L). Im Einstiegssegment ist das kein Beinbruch und Kunden können im Zweifel einfach selbst wechseln: Nach dem Lösen von über einem Dutzend Schrauben ist die Bodenplatte entfernt und der M.2-Slot liegt frei. Und: In dieser Disziplin hängt das UniBook 304 am Ende das erste und letzte Mal in einigen Tests das MacBook Neo ab.

CrystalDiskMark 9.0.2
CrystalDiskMark 9.0.2 – Read SEQ1M Q8T1
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      13.713,00
      AmorphousDiskMark 4.0.1
    • HP OmniBook Ultra 14
      X2E-84-100, 32 GB LPDDR5X
      10.684,13
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      7.049,22
    • Framework Laptop 13 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      7.042,51
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      7.034,51
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11
      X2E-88-100, 32 GB LPDDR5X
      6.045,46
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      5.551,35
      AmorphousDiskMark 4.0.1
    • Asus Zenbook S16
      Ryzen AI 9 HX 370, 32 GB LPDDR5X
      5.032,68
    • Chuwi UniBook 304
      Core 3 304, 8 GB LPDDR5X
      2.402,06
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      1.735,44
      AmorphousDiskMark 4.0.1
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