Corsair One i300 im Test: Testergebnisse und Benchmarks

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Update Jan-Frederik Timm
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Einstellungen und Testmethodik

ComputerBase hat den Corsair One i300 mit vollständig aktualisiertem Windows 11 und aktuellen Treibern (Stand Mitte Januar 2022) getestet. Im Serien-BIOS wurden die Werkseinstellungen übernommen (insb. PL1 = 165 Watt, PL2 = 175 Watt, Tau = 2 Sekunden). Die zwei 32 GB großen DDR5-Riegel betreibt der Hersteller mit sehr konservativen Timings von CL-40-39-39-76, was der Stabilität und den Temperaturen zugutekommen soll. Der effektive Takt liegt bei 4.800 MHz.

CPU, Mainboard und DDR5 im Corsair One i300

Im BIOS können Anwender nach Belieben eigene Einstellungen vornehmen, denn auch wenn der Corsair One quasi ein OEM-System ist, wurde das BIOS des Mainboards von MSI nicht beschnitten. Anwender sind allerdings auf BIOS-Updates von Corsair* angewiesen, die Dateien von MSI sind nicht kompatibel.

Das BIOS des Z690I Corsair (MSI Z690I Unify) bietet alle bekannten Optionen

Benchmarks mit dem Standard-Lüfterprofil

ComputerBase hat den Corsair One i300 im Parcours mit der ab Werk konfigurierten Lüftersteuerung getestet. Alternativ kann über Corsairs vorinstallierte iCUE-Software das Profil „Extreme“ gewählt werden. Änderungen im Lüfterverhalten konnten im Test allerdings weder im Leerlauf noch unter Last (Spiele, Anwendungen) nachgewiesen werden.

Beim a200 hatte der Lüfter im Deckel durch den Profilwechsel noch deutlich von knapp über 1.000 auf 2.000 U/min zugelegt. Dank 15 °C geringerer Temperaturen konnte der Prozessor unter Volllast dafür höher takten.

Leistung in Anwendungen

ComputerBase hat den Core i9-12900K (165/175 Watt) des Corsair One i300 im bekannten CPU-Testparcours geprüft. Damit stehen sehr viele Vergleichswerte ganz unterschiedlicher CPU-Leistungsklassen, darunter auch vom Core i9-12900K mit verschiedenen TDP-Konfigurationen, zur Verfügung.

Leistung in Multi-Core-Apps

5 Prozent langsamer ist der Core i9 im Corsair One i300 mit 165/175-Watt-Setting als ein dauerhaft entfesselter Prozessor dieses Typs, 1 Prozent verliert er zum ersten BIOS mit 180/200 Watt. Diese „Leistungsverluste“ sind in Anbetracht des Effizienzgewinns und der damit möglichen Geräuschkulisse in dem nur 12 l fassenden Corsair-One-Gehäuse mehr als verschmerzbar.

Diagramme
Performancerating Multi-Core-Lasten (Apps)
    • Ryzen 9 5950X
      55
    • Core i9-12900K (241W)
      50
    • Core i9-12900K
      50
    • Corsair One i300 (180/200W)
      48
    • Ryzen 9 3950X
      48
    • Corsair One i300 (165/175W)
      48
    • Corsair One a100 (3950X)
      46
    • Ryzen 9 5900X
      46
    • Core i7-12700K
      42
    • Corsair One a200 (5900X)
      42
    • Ryzen 9 3900X
      38
    • Core i9-10900K
      35
    • Core i9-10850K
      34
    • Ryzen 7 5800X
      33
    • Core i5-12600K
      33
    • Core i9-11900K
      33
    • Ryzen 7 5700G
      30
    • Core i7-11700K
      29
    • Core i7-10700K
      28
    • Ryzen 7 3800X
      28
    • Core i9-9900K
      27
    • Ryzen 7 3700X
      27
    • Ryzen 5 5600X
      26
    • Core i5-11600K
      23
    • Ryzen 5 3600X
      21
    • Core i5-10600K
      20
    • Core i5-10400F
      18
    • Core i3-12100F
      17
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Leistung in Single-Core-Apps

Auch in Single-Core-Anwendungen kommt die CPU im Corsair One nicht ganz an die allerschnellsten Konfigurationen des Core i9 heran, liegt mit diesen aber nichtsdestoweniger auf den Spitzenplätzen. Es gilt zu bedenken: Die anderen Ergebnisse wurden mit Desktop-Mainboards erzielt, die für das letzte Quäntchen Leistung jegliche Effizienz opfern, während der Corsair One i300 als kompaktes Komplettsystem Laufruhe und Stabilität beim Kunden in den Vordergrund rückt.

Diagramme
Performancerating Single-Core-Lasten (Apps)
    • Core i9-12900K
      553
    • Core i9-12900K (241W)
      553
    • Corsair One i300 (180/200W)
      547
    • Corsair One i300 (165/175W)
      542
    • Core i7-12700K
      529
    • Core i5-12600K
      526
    • Ryzen 9 5950X
      481
    • Core i9-11900K
      479
    • Ryzen 9 5900X
      475
    • Ryzen 7 5800X
      471
    • Core i3-12100F
      461
    • Corsair One a200 (5900X)
      453
    • Ryzen 5 5600X
      449
    • Core i7-11700K
      447
    • Core i5-11600K
      443
    • Core i9-10900K
      409
    • Core i9-10850K
      408
    • Core i7-10700K
      400
    • Core i9-9900K
      392
    • Ryzen 9 3950X
      387
    • Core i5-10600K
      380
    • Ryzen 9 3900X
      379
    • Ryzen 7 3800X
      371
    • Ryzen 7 3700X
      366
    • Ryzen 5 3600X
      364
    • Corsair One a100 (3950X)
      361
    • Core i5-10400F
      338
Einheit: Punkte, Geometrisches Mittel

Leistung in Spielen

In Spielen – die Vergleichswerte stammen vom GPU-Testsystem mit Ryzen 9 5950X (DDR4-3600, CL14, rBAR aktiviert) – erreicht der Corsair One i300 mit GeForce RTX 3080 Ti das zu erwartende Niveau, wobei anzumerken ist, dass rBAR auf dem Alder-Lake-System ab Werk nicht aktiv ist und laut Intel auch nicht aktiviert werden sollte.

Diagramme
Doom Eternal – 3.840 × 2.160
  • FPS, Durchschnitt:
    • Nvidia GeForce RTX 3090
      166,4
    • Corsair One i300, 12900K & 3080 Ti
      165,1
    • Nvidia GeForce RTX 3080 Ti
      164,0
    • AMD Radeon RX 6900 XT
      154,5
    • Corsair One a200, 5900X & 3080
      154,2
    • Nvidia GeForce RTX 3080
      151,5
    • AMD Radeon RX 6800 XT
      140,2
    • AMD Radeon RX 6800
      122,6
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti
      108,2
    • Nvidia GeForce RTX 3070
      101,9
    • AMD Radeon RX 6700 XT
      99,6
    • Nvidia GeForce RTX 3060 Ti
      89,3
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Super
      78,4
    • Nvidia GeForce RTX 3060
      74,5
  • FPS, 0,2% Perzentil:
    • Nvidia GeForce RTX 3090
      130,2
    • Nvidia GeForce RTX 3080 Ti
      128,5
    • AMD Radeon RX 6900 XT
      128,3
    • Corsair One a200, 5900X & 3080
      122,6
    • Nvidia GeForce RTX 3080
      121,8
    • Corsair One i300, 12900K & 3080 Ti
      121,7
    • AMD Radeon RX 6800 XT
      117,6
    • AMD Radeon RX 6800
      102,3
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti
      86,1
    • AMD Radeon RX 6700 XT
      82,8
    • Nvidia GeForce RTX 3070
      80,7
    • Nvidia GeForce RTX 3060 Ti
      72,4
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Super
      61,7
    • Nvidia GeForce RTX 3060
      59,1
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Dass der Rechner dort landet, wo es zu erwarten war, liegt auch daran, dass die GeForce RTX 3080 Ti dauerhaft ihre 350 Watt aufnehmen darf, weil die Temperaturen nicht dagegen sprechen. Der Grafikspeicher erreicht mit 104 °C unter Dauerlast allerdings die von Micron definierte maximale Betriebstemperatur, ein bei GDDR6X auf Ampere-Grafikkarten nicht unbekanntes Thema.

Doom Eternal, UHD
RTX 3080 Ti, Temperatur (Doom Eternal, UHD)
024487296120°C 150100150200250300350400450500550600Sekunden

Leistung der Laufwerke

Das Muster des Corsair One i300 setzt auf eine SSD vom Typ Samsung PM961 – die OEM-Variante der Samsung 980 Pro (Test)). Sie ist eine schnelle, wenn auch keine der schnellsten NVMe-SSDs mit PCI Express 4.0. Für einen Gaming-PC ist sie eine gute Wahl. Wie bei der Grafikkarte will Corsair den Einsatz genau dieser SSD dauerhaft allerdings nicht garantieren und nennt in den Spezifikationen aus ebendiesem Grund auch kein Modell. Es könnten genauso gut Laufwerke von Corsair zum Einsatz kommen.

CDM8
CDM8

Beim Sekundärlaufwerk bleibt die fast zur Tradition gewordene Enttäuschung beim i300 aus: Es gibt keine langsame, vergleichsweise laute 2,5-Zoll-HDD mit mickrigen 2 TB mehr.

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