Ryzen 7 5700X & Ryzen 5 5500 im Test: Leistungsaufnahme, Effizienz, Temperatur und Overclocking

 3/4
Volker Rißka
323 Kommentare

ComputerBase ermittelt die Leistungsaufnahme stets in verschiedenen Szenarien. Dabei werden leichte und hohe Lasten sowohl für das gesamte Testsystem als auch zum Teil nur für den Prozessor (Package-Power) selbst dargestellt. Alle Stromspar-Modi sind wie üblich immer aktiviert, daran hängt heutzutage zu einem großen Teil auch der Turbo-Modus.

Leistungsaufnahme: Leerlauf und Single-Core

Der AMD Ryzen 5 5500 ist eine extrem sparsame CPU. Das verdankt sie vor allem dem Umstand, dass sie eben gar keine CPU ist wie die klassischen Ryzen 5000, sondern eigentlich eine APU mit deaktivierter Grafikeinheit. Doch das Single-Die-Design spart am Ende viel Strom ein, klassische Ryzen 5000 alias Vermeer müssen immer auf einen zusätzlichen I/O-Die setzen, der in altbackener Fertigung auf Basis von 14/12 nm Strom frisst. Am Ende macht das bei gleichem Betrieb mit diskreter GeForce RTX 3080 einen markanten Unterschied aus.

Leistungsaufnahme
Leistungsaufnahme – Leerlauf (Steckdose)
    • AMD Ryzen 5 4650G Pro
      24
      mit iGPU
    • AMD Ryzen 5 5500
      36
    • AMD Ryzen 7 5700G
      38
    • AMD Ryzen 5 5600G
      38
    • Intel Core i5-12500 (65/117 W LT)
      42
    • Intel Core i5-12600K (125/150W)
      44
    • Intel Core i5-12400 (65/117 W LT)
      44
    • AMD Ryzen 7 5700X
      45
    • Intel Core i7-12700K (125/190W)
      45
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      46
    • AMD Ryzen 7 2700X
      46
    • AMD Ryzen 7 1800X
      46
    • AMD Ryzen 5 2600X
      46
    • AMD Ryzen 7 5800X
      47
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      48
    • AMD Ryzen 5 5600X
      52
    • AMD Ryzen 7 3700X
      56
    • AMD Ryzen 5 3600X
      57
Einheit: Watt (W)

Leistungsaufnahme: Multi-Core

Bei Last auf allen Kernen und Threads rutschen die Prozessoren näher zusammen. Der Ryzen 7 5700X wird bei seiner maximalen TDP-plus-Turbo-Grenze gedeckelt, während der Ryzen 5 5500 einfach nicht mehr verbrauchen will – sein Takt ist selbst für noch weniger Kerne zu gering. Am Ende liegen beide hier deshalb ziemlich gleichauf.

Leistungsaufnahme
Leistungsaufnahme – CB R20 MC (Steckdose)
    • AMD Ryzen 5 4650G Pro
      102
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      111
      Peak 188 W, dann greift PL1
    • AMD Ryzen 5 5500
      119
    • AMD Ryzen 7 5700X
      124
    • AMD Ryzen 5 5600G
      124
    • Intel Core i5-12500 (65/117 W LT)
      124
      Peak 157 W, dann greift PL1
    • Intel Core i5-12400 (65/117 W LT)
      125
      Peak 143 W, dann greift PL1
    • AMD Ryzen 5 5600X
      136
    • AMD Ryzen 7 5700G
      140
    • AMD Ryzen 5 3600X
      146
    • AMD Ryzen 7 3700X
      153
    • AMD Ryzen 5 2600X
      172
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      173
    • AMD Ryzen 7 1800X
      176
    • Intel Core i5-12600K (125/150W)
      193
    • AMD Ryzen 7 5800X
      199
    • AMD Ryzen 7 2700X
      199
    • Intel Core i7-12700K (125/190W)
      251
Einheit: Watt (W)

Temperaturen: Unkritisch auch unter Last

Die 65-Watt-Einstufung der beiden Prozessoren sorgt im Alltag selbst mit Turbo und voller Auslastung für überhaupt keine Probleme hinsichtlich der Temperatur. Auch dank geringem Takt gehören sie hier zu den „coolen“ Modellen.

Temperatur der CPUs
  • Tctl bei Prime95 29.8 (Small FFTs max. Power/Heat):
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      46,0
      Peak 74 Grad, dann greift PL1
    • Intel Core i5-12500 (65/117 W LT)
      52,0
      Peak 71 Grad, dann greift PL1
    • AMD Ryzen 7 5700X
      56,0
    • AMD Ryzen 5 5500
      56,0
    • Intel Core i5-12400 (65/117 W LT)
      56,0
      Peak 71 Grad, dann greift PL1
    • AMD Ryzen 5 5600G
      60,0
    • Intel Core i7-12700K (125/190W)
      62,0
      Peak 87 Grad, dann greift PL1
    • AMD Ryzen 5 5600X
      64,0
    • AMD Ryzen 7 5700G
      68,0
    • AMD Ryzen 7 3700X
      69,5
    • AMD Ryzen 5 2600X
      70,3
    • Intel Core i5-12600K (125/150W)
      74,0
      Peak 79 Grad, dann greift PL1
    • AMD Ryzen 7 2700X
      80,0
    • AMD Ryzen 7 1800X
      87,3
    • AMD Ryzen 5 3600X
      87,5
    • AMD Ryzen 7 5800X
      90,0
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      91,0
Einheit: °C

Overclocking: CPU und RAM ohne Einschränkungen

Die beiden Prozessoren lassen sich entgegen der letzten Ausnahme, dem AMD Ryzen 7 5800X3D, wieder übertakten. Das gilt sowohl für den Arbeitsspeicher als auch für die CPU selbst, wobei letzteres beispielsweise via AMDs Ryzen-Master-Tool problemlos umsetzbar ist.

Da der AMD Ryzen 7 5700X stark durch sein Powerlimit eingebremst wird, hilft hier schon die Aufhebung dessen, um eine deutlich höhere Leistung hervorzubringen. Denn die anliegenden Taktraten steigen so prompt um über 400 MHz im gleichen Lastszenario.

Der AMD Ryzen 5 5500 hingegen bleibt deutlich unter dem maximal möglichen Powerlimit, hier greift deshalb am einfachsten die Anhebung des Taktes via Multiplikator. Bei knapp 4,6 GHz strich das Modell letztlich die Segel – auch hier ein Zugewinn von rund 400 MHz ohne echte Explosion der Leistungsaufnahme.

Billboard März 2026
Aktuelle Community-Benchmarks:
- Forza Horizon 6
- Cinebench 2026
Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Dir gefällt ComputerBase? Lasse dir unsere neuesten Artikel in der Google-Suche ganz oben anzeigen!