Core Ultra 5 250K Plus & Core Ultra 7 270K Plus im Test: Endlich 14900K-Gaming-Leistung zum kleinen Preis

Volker Rißka
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Core Ultra 5 250K Plus & Core Ultra 7 270K Plus im Test: Endlich 14900K-Gaming-Leistung zum kleinen Preis

Intels Arrow Lake-Refresh ist da und ComputerBase hat Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 7 270K Plus in Spielen und Anwendungen im Test. Beide bieten zum Preis der Vorgänger ab Werk deutlich mehr Leistung und schlagen den hauseigenen Core i9-14900K endlich beim Gaming. Für sich genommen richtig überzeugen kann der 250K Plus.

Zwei Core Ultra 200 Plus „K“ machen den Anfang

Intel startet den Refresh der Arrow-Lake-Generation für Desktop-PCs mit den beiden Modellen Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 7 270K Plus sowie dem Core Ultra 5 250KF Plus ohne aktive iGPU. ComputerBase hat beide neuen K-CPUs bereits testen können.

Es wird auch noch weiterer Plus-Modelle inklusive mobiler Varianten geben – die neuen HX-Plus-Modelle hatte Intel bereits am 17. März einfach per Pressemitteilung als direkt verfügbar vorgestellt.

Im Test stellt sich der neue Intel Core Ultra 7 270K Plus nicht nur dem Vorgänger Core Ultra 7 265K, sondern auch dem neuen alten Flaggschiff Core Ultra 9 285K – und schlägt es. Dazu tritt der neue Core Ultra 5 250K Plus gegen seinen Vorgänger Core Ultra 5 245K an und viele aktuelle und ältere AMD Ryzen (X3D) sind ebenfalls vertreten. Extra noch einmal neu getestet wurde zudem der Core i9-14900K, den Intel in Spielen endlich geschlagen haben will.

Alle bisher erschienen Core Ultra 200 (Plus) der K-Serie
Alle bisher erschienen Core Ultra 200 (Plus) der K-Serie

Insgesamt zeigt sich, dass vor allem der kleine Neuling als „Quasi-Core-Ultra-7-zum-Core-Ultra-5-Preis“ ein sehr gutes Gesamtpaket bietet. Der neue „Quasi-Core-Ultra-9-zum-Core-Ultra-7-Preis hat es nicht ganz so leicht. Beiden gemein ist das „Plattformthema“: LGA 1851 wird nach der Plus-Serie keine neuen CPUs mehr sehen.

Intel Core Ultra 5 250K Plus
23.03.2026
  • Sehr hohe Anwendungsleistung
  • Hohe Spieleleistung
  • Speichersupport für DDR5-7200
  • Energieverbrauch im Leerlauf
  • Energieverbrauch unter Maximallast
ComputerBase-Empfehlung für Intel Core Ultra 5 250K Plus
Intel Core Ultra 7 270K Plus
23.03.2026
  • Sehr hohe Anwendungsleistung
  • Hohe Spieleleistung
  • Speichersupport für DDR5-7200
  • Energieverbrauch im Leerlauf
  • Energieverbrauch unter Maximallast
  • Energieverbrauch in Spielen viel höher als beim 250K ohne großen Leistungsgewinn
  • Hohe Temperaturen

Intel Core Ultra 200 Plus im Überblick

Intel muss bei Arrow Lake im Desktop die Preiskarte ziehen – und bringt deshalb auch keinen neuen Core Ultra 9. Und nicht nur das: In vielen Märkten wird der Core Ultra 7 270K Plus den Core Ultra 9 285K komplett ersetzen. Der Test wird zeigen, warum das die richtige Konsequenz ist.

Mehr Kerne, etwas weniger Takt

Aber schon der Blick auf die technischen Daten der neuen CPUs lässt es erahnen: Der Intel Core Ultra 7 270K Plus bietet fortan 24 Kerne (8P+16E) und ist damit fast ein 285K – nur einige Megahertz Takt fehlen in gewissen Szenarien; auch gegenüber dem 265K. Der Intel Core Ultra 5 250K Plus bringt es wiederum auf 18 Kerne (6P+12E). Das sind jeweils vier E-Cores mehr, als die bisherigen Modelle an dieser Position boten, namentlich Core Ultra 7 265K und Core Ultra 5 245K. Auch hier sinkt der Takt leicht. Die TDP bleibt in beiden Fällen identisch.

Modellpalette von Intel Arrow Lake-S Plus alias Core Ultra 200
Modell TDP Kerne Basistakt
(P-Cores/E-Cores)
Turbotakt
(P-Cores/E-Cores)
TVB TBMT 3.0 TBT 2.0 DDR5 (max.) Preis
Core Ultra 9 285K 125 W 8P + 16E(24) 3,7/3,2 5,5/4,6 5,7 5,6 5,5 6.400 MT/s ab 502 Euro
Core Ultra 7 270K Plus 125 W 8P + 16E(24) 3,7/3,2 5,4/4,7 N/A 5,5 ? 7.200 MT/s $299
Core Ultra 7 265K(F) 125 W 8P + 12E(20) 3,9/3,3 5,4/4,6 N/A 5,5 5,4 6.400 MT/s ab 282 Euro/
ab 239 Euro
Core Ultra 5 250K(F) Plus 125 W 6P + 12E(18) 4,2/3,5 5,3/4,7 N/A N/A ? 7.200 MT/s $199
Core Ultra 5 245K(F) 125 W 6P + 8E(14) 4,2/3,6 5,2/4,6 N/A N/A 5,2 6.400 MT/s ab 177 Euro/
ab 160 Euro
Alle Taktangaben in GHz
TVB = Thermal Velocity Boost (max. 2 Kerne)
TBMT 3.0 = Turbo Boost Max Technology 3.0 (max. 2 Kerne)
TBT 2.0 = Multi-Core-Turbo (alle Kerne)

Die direkten Vorgänger gab es in jeweils zwei Versionen: Also 265K ab 282 Euro und 245K ab 177 Euro sowie als Varianten ohne aktive iGPU 265KF ab 239 Euro und 245KF ab 160 Euro. Da der 270K Plus fast an den 285K herankommt, sei auch sein aktueller Marktpreis genannt: ab 502 Euro ist er verfügbar.

Intel Core Ultra 200S Plus setzt auf bekannte LGA-1851-Mainboards, hier eine Z890-Platine von Gigabyte Aorus
Intel Core Ultra 200S Plus setzt auf bekannte LGA-1851-Mainboards, hier eine Z890-Platine von Gigabyte Aorus

Eine F-Variante ist laut Intel auch beim 250K geplant, der in der Pressemitteilung vor zwei Wochen noch erwähnte 270KF kommt nun wohl aber doch nicht. Das Aus scheint extrem kurzfristig beschlossen worden zu sein, dass die Ankündigung schon erfolgt war, ist mehr als unglücklich.

Warum „Plus“?

Intel erklärt zum Start, dass das Unternehmen bei der Bezeichnung auf Feedback unter anderem von Kunden und den Medien gehört habe. Man hätte diese Produkte auch leicht Core Ultra 300S nennen können – denn so ein Produkt wird es nun letztlich gar nicht geben (Nova Lake wird aller Wahrscheinlichkeit nach als Core Ultra 400 erscheinen).

In diesem Fall spielt Intel aber die Karte „Ehrlichkeit“ aus und hat entschieden in der aktuellen Serie zu bleiben, das Plus wiederum soll aber zeigen, dass es die beste Ausbaustufe der gleichen zugrunde liegenden Architektur und Serie ist.

We believe this approach strikes the right balance between signaling “newness” for less experienced customers, and “truth in naming” for more experienced customers.

Intel

Damit kann Intel zugleich mit dem Finger auf AMD zeigen: Die „neue“ Ryzen-AI-400-Serie ist nichts anderes als das bisherige Produkt mit optimierter Firmware und neuem Namen – und schon bald könnten noch weitere folgen. Intel hat in der Vergangenheit allerdings genau die gleichen Dinge gemacht.

Das Plus sei allerdings gekommen um zu bleiben, erklärt Intel: Auch in zukünftigen Serien soll ein Refresh und damit die ultimative Version einer Architektur und Familie mit einem „Plus“ gekennzeichnet werden. Mal sehen, wie lange das so bleibt.

Das steckt hinter „Plus“?

Die neue Plus-Serie setzt auf die gleichen Chips im gleichen B0-Stepping wie die seit Ende 2024 verfügbaren Core Ultra 200. Auch die Konfiguration (P- und E-Cores) der beiden neuen CPUs gab es schon und mit dem 200S Boost war seit Frühjahr 2025 auch schon ein optionaler Betriebsmodus mit höherem RAM- und Inter-Chip-Takt verfügbar. Also was ist neu?

Alle bisher erschienen Core Ultra 200 (Plus) der K-Serie (Kontaktflächen)
Alle bisher erschienen Core Ultra 200 (Plus) der K-Serie (Kontaktflächen)

Drei wesentliche Unterschiede

Im Endeffekt sind es drei Dinge, die Core Ultra 200 Plus in der K-Serie von Core Ultra 200 abheben:

  1. Die jeweils kleinere Klasse bietet in der Plus-Serie die Kern-Konfiguration der vormals größeren Klasse. Mit Blick auf die Kerne ist der neue Core Ultra 5 also ein alter Core Ultra 7 und der neue Core Ultra 7 ein alter Core Ultra 9.
  2. Der ab Werk offiziell unterstützte RAM-Takt liegt bei DDR5-7200 statt DDR5-6400.
  3. Der Die-to-Die-Interconnect taktet 900 MHz höher. Mit 200S Boost waren bisher bis zu 1.100 MHz möglich. Die Plus-Serie bringt davon +900 MHz ab Werk mit.
Plus ist nicht so schnell wie Boost
Plus ist nicht so schnell wie Boost (Bild: Intel)

DDR5-7200 weiterhin nur auf 2-CUDIMM-Slot-Boards

Den Support von DDR5-7200 gibt es dabei offiziell nur mit CUDIMM und auch nur, wenn das Board maximal zwei Speicherslots bietet. Alles darüber hinaus oder die Nutzung von regulären UDIMM fällt laut Spezifikationen sofort auf DDR5-5600 zurück.

Nur mit CUDIMM gibt es 7.200 MT/s – und auch nur auf Boards mit zwei DIMM-Slots
Nur mit CUDIMM gibt es 7.200 MT/s – und auch nur auf Boards mit zwei DIMM-Slots (Bild: Intel)

Doch Spezifikation und Realität driften auch bei Intel schnell weit auseinander. Denn auch UDIMMs laufen mit 7.200 MT/S und mehr, dafür gibt es ja schließlich XMP-Unterstützung. Und so wurde selbst von Intel für die Testzwecke ein UDIMM-Speicherkit mitgeliefert.

Auch das wirft die Frage auf, wie es in Zukunft mit CUDIMM denn weitergeht. Core Ultra 300 alias Intel Panther Lake braucht diese Module gar nicht, auch beim Nachfolger Nova Lake alias Core Ultra 400 für alle Segmente sieht es so aus, als sei klassischer UDIMM einfach wieder gesetzt. Die CUDIMM-Ära könnte demnach schon bald wieder vorbei sein.

Software verstärkt im Fokus

Zum Start der neuen Prozessoren hat Intel auch Anpassungen an den Softwarepaketen und ihren Auswirkungen für die Prozessoren und die Plattform vorgenommen. Fortan gibt es nur noch ein einziges kombiniertes Paket von Intel, welches auch Optimierungen für zusätzliche Leistung bietet – Opt-in in dem Fall. Mehr zu den Entwicklungen in dem Bereich liefert der parallel erschienene Bericht: