Core Ultra X7 358H im Test: TDP, Profile, Leistungsaufnahme und mehr
2/5Die erste Betrachtung in einem Notebook-Test gilt wie üblich den Leistungsprofilen und deren Auswirkungen auf TDP und Takt. ComputerBase hat das sowohl in Anwendungen mit reiner CPU-Last als auch in Spielen getan.
Das Verhalten in Anwendungen
Komponenten in einem Notebook zu testen bedeutet zuerst einmal, dass man das Notebook testet – das zeigen auch in diesem Fall die Cinebench-2024-Ergebnisse mehr als deutlich. Mitnichten sollte man Profile von Hersteller A in Notebook B mit Profilen von Hersteller C in Notebook D auf dem Papier vergleichen.
Performance, Balanced und Eco
Zwar bieten Asus und MSI ein Performance-Profil an und in beiden Notebooks schaltet es auch die höchste Leistung frei. Doch das Performance-Profil von MSI liegt in Sachen TDP und Takt am Ende „nur“ auf dem Niveau des Standard-Profils von Asus. Das Standard-Profile bei MSI entspricht ziemlich genau dem Flüstermodus bei Asus. MSIs Eco-Modus spielt hingegen in einer ganze eigenen Liga. Unter 15 Watt TDP unter Dauerlast sind dabei durchaus eine interessante Option, die Hersteller Kunden bei CPUs, die auch 60+ Watt mitmachen, selten in die Hand geben.
Der Betrieb im Zustand „PL2“, umgangssprachlich auch einfach Turbo (offiziell inzwischen: Maximum Turbo Power (MTP)) genannt, ist dabei je Profil immer nur kurz möglich, danach spricht teilweise auch die Temperatur dagegen.
Konkret darf der Intel Core Ultra X7 358H im MSI Prestige 14 Flip AI+ im Leistungsmodus über MTP bis knapp an die 70-Watt-Marke springen, im Schnitt über den Cinebench-2024-Multi-Core-Test sind es aber knapp unter 40 Watt. Im lautlosen Eco-Modus sind es maximal 22 Watt, im Verlauf sinkt der Wert sogar auf bis nur noch 13 Watt ab.
Die Temperatur hat einen Einfluss
Ein Faktor, der die TDP im Performance-Modus im Zeitverlauf unter Last abfallen lässt, ist die Temperatur. Selbst im weiteren Verlauf bei niedrigerer TDP kämpft das Notebook im Performance-Modus stets mit der Temperatur.
Der Eco-Modus macht davon eine Ausnahme: TDP (und Leistung) sinken zwar extrem, doch bleibt das Kühlsystem unhörbar – und die Temperaturen klettern (bei 20 °C Raumtemperatur) nicht über 75 °C.
Unterm Strich ist es also auch beim MSI Prestige 14 Flip AI+ nicht so einfach zu sagen, welche TDP als „die richtige TDP“ zur Beurteilung der Benchmarks herangezogen werden soll. Denn sobald ein Test mehr als eine halbe oder ganze Minute dauert, ist von PL2/MTP nichts mehr zu sehen.
Der Leistungsmodus mit bis zu 70 Watt ist mittelfristig eher ein 45-Watt-Profil, im Standardmodus sind es im Schnitt um die 35 Watt, im Eco-Modus geht es sogar hinab bis auf 13 Watt. Dies heißt aber auch, dass der X7 378H in größeren (Gaming-)Notebooks oder Mini-PCs, die etwas mehr Luft und Spielraum für die Kühlung bieten, auch noch etwas mehr leisten kann. Für den Vergleich mit dem X9 388H bedeutet das: Auf Augenhöhe, so wie sie es laut Datenblatt könnten, treffen sich beide in diesem Vergleich nicht.
| Lüfter- und Powerprofil | Ergebnis im Multi-Core-Test (Strom) |
|---|---|
| Leistung (Ø 39 Watt) | 1.025 Punkte |
| Standard (Ø 23 Watt) | 881 Punkte |
| Eco-Modus (Ø 14 Watt ) | 481 Punkte |
Das Verhalten in Spielen
In Spielen ist das Bild – wenig verwunderlich – ein sehr ähnliches: Das höchste Profil „Performance-Boost“ liegt mit im Durchschnitt 38 Watt TDP in den Gaming-Benchmarks hinter dem Leistungs-Profil von Asus (46 Watt), der Abstand ist aber kleiner als der Vorsprung auf das Silent-Profil des Zenbook (20 Watt). Der durchschnittliche GPU-Takt in den Benchmarks fällt mit 2.331 MHz ca. 150 MHz (6 Prozent) niedriger aus als im höchsten Profile des X9 388H im Zenbook Duo von Asus.
| Benchmark | Core Ultra X9 388H | Core Ultra X7 358H | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zenbook Duo „Leistung“ |
Zenbook Duo „Flüsterleise“ |
MSI Prestige 14 AI+ „Performance“ |
||||
| TDP | Takt | TDP | Takt | TDP | Takt | |
| 3DMark Steel Nomad Light | 45 | 2.500 | 34 | 2.253 | 40 | 2.500 |
| 3DMark Port Royal | 48 | 2.500 | 30 | 1.992 | 42 | 2.464 |
| Anno 117 Pax Romana | 46 | 2.483 | 22 | 1.592 | 30 | 2.200 |
| Avatar: Frontiers of Pandora | 45 | 2.442 | 27 | 1.746 | 40 | 2.384 |
| Cyberpunk 2077 | 50 | 2.460 | 26 | 1.819 | 39 | 2.315 |
| F1 25 | 50 | 2.494 | 21 | 1.452 | 41 | 2.317 |
| Shadow of the Tomb Raider | 46 | 2.479 | 20 | 1.515 | 32 | 2.138 |
| Durchschnitt | 47 | 2.480 | 26 | 1.767 | 38 | 2.331 |
| TDP in Watt, Takt in MHz (iGPU) | ||||||
Die Benchmarks wurden dabei alle nach einer kurzen Pause ausgeführt, das war auch bei den anderen Notebooks im Vergleich der Fall. Der Verlauf der TDP über fünf statt eine Runde (Benchmark) in F1 25 zeigt aber, dass die Leistung auch mit dem MSI Prestige 14 AI+ Flip bei längerer Dauer noch leicht fallen würde – die langfristig sich einpendelnde TDP dürfte in vielen Titeln eher bei 30 Watt liegen.
Die CPU-Temperatur liegt dabei zumindest in F1 25 nicht so hoch unter Volllast wie im Cinebench 2024. Das dürfte auch daran liegen, das ein Teil der TDP auf das iGPU-Chiplet geleitet wird, während in Cinebench punktuell mehr Verlustleistung auf den CPU-Kernen anfällt.