iPhone Duo im Test: Multitasking, Leistung, Akkulaufzeiten
2/3Und was macht man im Alltag mit dem größten Display, das jemals in einem iPhone verbaut wurde? Zunächst einmal erhält man einen zweiseitigen Homescreen, der beim Wischen immer um eine Seite nach links oder rechts verschoben wird, man blättert demnach nicht durch eine Doppelseite. Das ist wichtig in Bezug auf das äußere Display, denn das bildet die zuletzt auf dem inneren Bildschirm rechts positionierte Seite. Erst dadurch geht Apples Animation für den Übergang von außen nach innen voll auf. Das äußere Display ermöglicht sozusagen einen Blick durch das Gerät auf das innere.
Das iPhone Duo ist kein iPad mini
Was man mit dem iPhone Duo allerdings nicht bekommt, ist ein kleines iPad. Hier zieht Apple eine klare Linie zu den Tablets. In das Dock passen unabhängig von der Ausrichtung maximal vier Apps, das ist vor allem im Porträt-Betrieb schade, denn dadurch wird viel zur Verfügung stehender Platz verschenkt. Auch zuletzt oder aktuell geöffnete Apps werden im Dock – anders als bei iPadOS oder macOS – nicht in einem eigenen Bereich abgelegt. Außerdem gibt es nicht die Fensterverwaltung aus macOS.
Zwei Apps laufen nebeneinander
Apple hat sich stattdessen für ein zweiseitiges, jedoch weiterhin eindeutig als iOS erkennbares Betriebssystem-Layout entschieden. Neu ist stattdessen nur die Unterstützung für zwei nebeneinander laufende Apps. Diese lassen sich von unten ins Display wischend durch langes Halten an der linken oder rechten Seite des Bildschirms anpinnen, eine zweite App kann daraufhin auf der anderen Hälfte ausgeführt werden.
Zwei Apps lassen sich als Paar fixieren
Der Trennstrich in der Mitte von zwei Apps dient nicht zur Anpassung der Fenstergröße, diese ist fix auf ein 50-zu-50-Verhältnis eingestellt. Stattdessen lässt sich darüber durch einmaliges Antippen ein App-Paar bilden, das daraufhin auch gemeinsam in der App-Übersicht erscheint. Zwei Apps nebeneinander lassen sich grundsätzlich nur im Landscape-Modus ausführen, sobald das iPhone Duo in die Vertikale gedreht wird, nimmt die zuletzt geöffnete App wieder den gesamten Bildschirm ein.
Videos sind ein Sonderfall
Eine Ausnahme von dieser Mechanik gibt es aber: Video. Sofern eine Video-App den Overlay-Modus unterstützt, also ein schwebendes Fenster vor dem restlichen Betriebssystem darstellen kann, kann dieses Fenster auch bei vertikaler Ausrichtung des iPhone Duo neben einer zweiten App positioniert werden. Das funktioniert zum Beispiel mit Netflix, Prime Video oder wie im Test mit YouTube. Das Video-Fenster nimmt dann ungefähr 40 Prozent der Bildschirmhöhe ein, die zweite App die anderen 60 Prozent.
Spielen auf dem iPhone Duo
Im Porträtmodus eignet sich das iPhone Duo vor allem für Webseiten, Messenger, Social Media und – seit dem jüngsten Update von Delta – emulierte Spiele. Ein nicht geringer Anteil des Tests bestand aus SNES-Spielen der 90er-Jahre. Und das, ohne dass der virtuelle Controller das Spiel überlagert. Bei Spielen machen aber zum Beispiel auch Asphalt Legends, Zenless Zone Zero und das ab November verfügbare UnGodly von der neuen Darstellung und Steuerung Gebrauch. Auch die Apple-Arcade-Titel Sneaky Sasquatch und Retrocade nutzen beide Displaygrößen.
Apple A20 Pro im Benchmark
Leistung hat das iPhone Duo für solche Apps im Überfluss, schließlich kommt auch hier der aktuelle A20 Pro aus der 2-nm-Fertigung von TSMC zum Einsatz. Eine detaillierte Erklärung und umfangreiche Benchmarks des A20 Pro sind im Test des iPhone 18 Pro Max zu finden. Im iPhone Duo kommt der gleiche Chip mit 12 GB RAM zum Einsatz.
- Geekbench 7.1 – Single-Core Total
- Geekbench 7.1 – Multi-Core Total
- Geekbench 7.1 – GPU (Metal/Vulkan)
- Geekbench AI 1.8 – CPU
- Geekbench AI 1.8 – GPU
- Geekbench AI 1.8 – NPU
- JetStream 3.0
- MLPerf Mobile
- 3DMark Unlimited – Solar Bay Extreme (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Solar Bay (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Steel Nomad Light (Metal/Vulkan)
An dieser Stelle sei ergänzend erwähnt, dass der A20 Pro im iPhone Duo nicht die Spitzenleistung des iPhone 18 Pro Max erreicht und unter Dauerlast früher die Leistung zurücknimmt. Das ist trotz Dampfkammer schlichtweg der dünneren Bauweise und den eingeschränkten Möglichkeiten zum Abführen der Wärme geschuldet. Das iPhone Duo bleibt dennoch in jedem Fall schneller als das iPhone 17 Pro Max (Test) mit A19 Pro.
- 3DMark Solar Bay Extreme Unlimited Stress Test
- 3DMark Solar Bay Unlimited Stress Test
- 3DMark Steel Nomad Light Unlimited Stress Test
Batterie für 24 Stunden Nutzung
Apple setzt im iPhone Duo erstmals auf eine Batterie-Konstruktion mit zwei getrennten Zellen, die sich über die beiden Hälften des Smartphones verteilen, für den Anwender aber als eine Batterie erscheinen – das ist bei anderen Foldable-Anbietern nicht anders. Wer es ganz genau wissen will, kann in den iOS-Einstellungen im Bereich „Batterie“, „Batteriezustand“ dennoch die maximale Kapazität, die Anzahl der Ladezyklen, das Produktionsdatum und den Ersteinsatz beider Zellen einsehen. Bei unserem Testgerät waren es bis zur Fertigstellung des Tests sechs vollständige Ladezyklen, unsere Batterien wurden im August 2026 produziert.
Die Batterien kommen auf insgesamt 4.883 mAh, das ist mehr als beim iPhone 18 Pro (4.056 mAh) und weitaus mehr als beim iPhone 17 (3.692 mAh) oder iPhone Air (3.149 mAh), aber zugleich ein gutes Stück weniger als beim iPhone 18 Pro Max (5.391 mAh).
Offizielle Laufzeitangaben
Apple selbst attestiert dem iPhone Duo eine „typische Nutzung“ von 24 Stunden oder alternativ folgende Laufzeiten für die Videowiedergabe und das Videostreaming. Beim iPhone 18 Pro liegt die Angabe für die „typische Nutzung“ bei 23 Stunden und beim iPhone 18 Pro Max bei 29 Stunden. Für iPhone Air und iPhone 17 gab es dieses gemischte Nutzungsszenario noch nicht.
| Videowiedergabe | Videowiedergabe (Streaming) | |
|---|---|---|
| iPhone Duo (eSIM only) | 44 Stunden (außen) 31 Stunden (innen) |
37 Stunden (außen) 26 Stunden (innen) |
| iPhone 18 Pro Max (Nano-SIM) | 43 Stunden | 38 Stunden |
| iPhone 18 Pro Max (eSIM only) | 45 Stunden | 40 Stunden |
| iPhone 18 Pro (Nano-SIM) | 34 Stunden | 31 Stunden |
| iPhone 18 Pro (eSIM only) | 36 Stunden | 33 Stunden |
| iPhone 17 Pro Max (Nano-SIM) | 37 Stunden | 33 Stunden |
| iPhone 17 Pro Max (eSIM only) | 39 Stunden | 35 Stunden |
| iPhone 17 Pro (Nano-SIM) | 31 Stunden | 28 Stunden |
| iPhone 17 Pro (eSIM only) | 33 Stunden | 30 Stunden |
| iPhone 17 (Nano-SIM) | 30 Stunden | 27 Stunden |
| iPhone 17e (Nano-SIM) | 26 Stunden | 21 Stunden |
| iPhone 17e (eSIM only) | 26 Stunden | 21 Stunden |
| iPhone Air (eSIM only) | 27 Stunden | 22 Stunden |
Acht Stunden Screen-on-Zeit
Die Erfahrungen aus dem Test zeigen, dass die Laufzeiten in erster Linie vom Nutzungsverhalten der Bildschirme abhängen. Wer fast nur auf dem Außendisplay aktiv ist, kann mit viel längeren Laufzeiten rechnen als bei primärer Nutzung des Innendisplays.
Es ist im Nachhinein schwer zu ermitteln, wie viel Zeit man über den Tag verteilt auf welchem Bildschirm verbracht hat, da die Batteriestatistiken dieses Detail nicht umfassen. Aber im Test wurden grob geschätzt zwei Drittel der Zeit auf dem Außen- und ein Drittel der Zeit auf dem Innendisplay verbracht. In dieser Konstellation waren rund acht Stunden Screen-on-Zeit möglich.
Die von Apple angegebene „typische Nutzung“ von 24 Stunden können wir nachvollziehen und stufen sie als realistisch ein. Das iPhone Duo hält nicht so lange durch wie ein iPhone 18 Pro Max, das das Apple-Smartphone für die längsten Laufzeiten bleibt, aber Sorgen um die Laufzeiten muss man sich beim iPhone Duo genauso wenig machen.
YouTube-Streaming in 4K mit 250 cd/m²
Wie stark sich die Nutzung des einen oder anderen Bildschirms auf die Akkulaufzeiten auswirken kann, verdeutlicht das YouTube-Streaming, das wir neuerdings in anspruchsvollerer 4K-Auflösung bei 250 cd/m² durchführen, nachdem zuvor 720p bei 200 cd/m² genutzt wurde. Während mit dem kleineren Außendisplay über 30 Stunden möglich waren, reduzierte sich die Laufzeit mit dem inneren Display auf 20 Stunden.
- Blender Benchmark (neu!)
- 3DMark Steel Nomad + X
- Cinebench 2026
- Apple M1 – M6