BlackBerry Z10 im Test: Smartphone, zum Comeback verpflichtet

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Sasan Abdi
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Display

Doch nicht nur bei den Details des Designs, auch bei Kernaspekten wie dem Display orientieren sich die BlackBerry-Produktdesigner an gegenwärtigen Trends. War der Bildschirm bei BlackBerrys lange Zeit aufgrund der Dominanz der Tastatur nachrangig, steht er mit Blick auf die Neupositionierung der Marke nun stärker im Zentrum des Interesses.

BlackBerry Z10 – Display
BlackBerry Z10 – Display

Vor diesem Hintergrund lassen sich die Verantwortlichen auch hier nicht lumpen und setzen mit einem 4,2 Zoll großen IPS-Panel auf gängigem Niveau an. Auf dieser Basis glänzt das Z10 mit einer knackigen, aber nicht übertriebenen Darstellungen, zu der auch – wie von der Technologie gewohnt – solide Blickwinkel gehören. Bei einer Auflösung von 1280 × 768 Pixeln und einer daraus resultierenden Pixeldichte von 356 ppi überzeugt auch die Schärfe der Darstellung, was positive Auswirkungen auf die gleich noch zu behandelnde Multimedia-Kompetenz hat. Minimal eingetrübt wird dieser hervorragende Eindruck durch eine merkliche Spiegelung, die aktuell verkraftbar war, an einem besonders hellen Sommertag im Park aber noch zu Problemen führen könnte.

Display-Helligkeit
  • Helligkeit max.:
    • Apple iPhone 5
      544
      Weißpunkt: ca. 6.800
    • HTC One
      483
      Weißpunkt: ca. 6.600
    • Google Nexus 4
      451
      Weißpunkt: ca. 6.600
    • BlackBerry Z10
      426
      Weißpunkt: ca. 5.500
    • Sony Xperia Z
      402
      Weißpunkt: ca. 6.600
    • Nokia Lumia 920
      356
      Weißpunkt: ca. 6.300
    • Motorola Droid Razr
      297
      Weißpunkt: ca. 6.300
    • Samsung Galaxy S III
      235
      Weißpunkt: ca. 7.000
Display-Kontrast
  • Kontrast:
    • Motorola Droid Razr
      5.000:1
      OLED-Display
    • Samsung Galaxy S III
      5.000:1
      OLED-Display
    • BlackBerry Z10
      1.520:1
    • Apple iPhone 5
      1.208:1
    • Google Nexus 4
      1.127:1
    • HTC One
      1.097:1
    • Nokia Lumia 920
      693:1
    • Sony Xperia Z
      574:1
Einheit: Kontrast

Die beschriebene Güte des Displays bestätigt sich auch beim Blick auf die Messwerte. Hier belegt das Z10 sowohl bei der maximalen Helligkeit als auch bei den Kontrastwerten eine sehr gute Position – ein beeindruckender Einstand, der deutlich macht, dass es die Verantwortlichen offenbar ernst meinen.

Als kleine Einschränkung muss an dieser Stelle allerdings darauf hingewiesen werden, dass die Display-Helligkeit zugunsten einer mäßigen Laufzeit erkauft wird. Doch dazu mehr im entsprechenden Abschnitt.

Performance

Auch bei der Betrachtung der weiteren Hardware-Ausstattung wird deutlich, dass BlackBerry mit dem Z10 die Oberklasse bedienen möchte. Dementsprechend verfügt das Gerät über zeitgemäße zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und einen nicht mehr taufrischen, aber nach wie vor modernen SoC.

Bei letzterem handelt es sich um einen alten Bekannten, denn der Snapdragon S4 Plus kommt bereits unter anderem in Konkurrenten wie einer Variante des Samsung Galaxy S III, im Galaxy Ativ S und im HTC 8X zum Einsatz – ein „Naming“, das schon für sich deutlich macht, dass der seit Anfang 2012 verfügbare S4 Plus nicht mehr zur neuesten SoC-Kost zu zählen ist.

Verstecken muss sich die in 28 nm gefertigte Qualcomm-Lösung aber dennoch nicht. Zu einer potenten Dual-Core-CPU mit 1,5 GHz gesellt sich eine Adreno-225-GPU, was eine solide Grundlage für einen ruckelfreien Umgang bedeutet.

Dieser wird durch den S4 Plus auch unter dem neuen BlackBerry 10 OS gewährleistet. Dementsprechend kann man sich bei der Navigation über eine überwiegend butterweiche Bedienung freuen: Apps und Webseiten werden zügig geöffnet und lassen sich ruckelfrei Nutzen bzw. per Multi-Touch ein- und auszoomen, Inhalte werden zackig in den Landscape-Modus und zurück gekippt, die Kamera ist zügig bereit und verarbeitet die anvisierten Werke im Bruchteile einer Sekunde – so soll es sein!

Ein kleines Manko stellt man allerdings immer dann fest, wenn man das Z10 am Morgen aus dem nächtlichen Tiefschlaf erweckt: Zwischen 10 und 15 Sekunden gönnt sich das Gerät um zu booten. Eigentlich ist diese kleine Einschränkung kaum der Rede wert; in Zeiten, in denen die Konkurrenz aber binnen weniger Sekunden vollständig zur Verfügung steht, kann ein solch lahmer Boot-Prozess aber durchaus nerven. Noch länger fallen die Bootzeiten übrigens nach einem Akku-Wechsel aus – eine Thematik, die im „Laufzeiten“-Abschnitt nochmal aufgegriffen werden soll.

BrowserMark 2.0
    • Apple iPhone 5 (iOS 6)
      2.457
    • HTC One (Android 4.1.2)
      2.011
    • BlackBerry Z10
      1.845
    • Sony Xperia Z (Android 4.1.2)
      1.823
    • Google Nexus 4 (Android 4.2.1)
      1.791
    • Nokia Lumia 920 (Windows Phone 8)
      1.671
Einheit: Punkte
SunSpider 0.9.1
    • Nokia Lumia 920 (Windows Phone 8)
      910,4
    • Apple iPhone 5 (iOS 6)
      923,6
    • HTC One (Android 4.1.2)
      1.008,4
    • Motorola Razr i (Android 4.0.4)
      1.041,3
    • Samsung Galaxy S III LTE (Android 4.1.1)
      1.175,6
    • Samsung Galaxy S III (Android 4.0.4)
      1.409,0
    • Sony Xperia Z (Android 4.1.2)
      1.786,6
    • BlackBerry Z10
      1.878,0
    • Google Nexus 4 (Android 4.2.1)
      1.893,5
Einheit: Millisekunden

Sieht man von dem kleinen Boot-Manko ab, gibt sich das Z10 also auch in puncto Performance keine Blöße. Dies wird auch von den plattformübergreifenden, browserbasierten Benchmarks bestätigt. Hier belegt der BlackBerry-Browser einen sehr guten (BrowserMark) bzw. guten (SunSpider) Platz, was sich mit unseren Beobachtungen aus dem Alltag deckt.

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